blend_it! – GCB und VDR starten zentrale Plattform für Blended Travel in Deutschland

Berufliche Mobilität verändert sich spürbar: Beschäftigte wünschen sich mehr Flexibilität, individuelle Gestaltungsspielräume und eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Damit rückt die Kombination aus Geschäfts- und Freizeitreisen – bekannt als „Blended Travel“ oder „Bleisure“ – zunehmend in den Fokus.

Laut IPK World Travel Monitor entfielen 2023 bereits 53 Prozent aller weltweiten Geschäftsreisen auf Bleisure-Trips – ein Marktvolumen von 62 Millionen Reisen. Deutschland rangiert dabei als Reiseziel auf Platz drei hinter den USA und Mexiko.

„Deutschland ist als Geschäfts- und MICE-Reisedestination bereits hervorragend positioniert und bietet ideale Voraussetzungen, um Blended Travel als Zukunftskonzept weiter auszubauen“, erklärt Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau. „Um zukünftigen Herausforderungen optimal zu begegnen, ist es entscheidend, das Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln und gezielt auf die sich wandelnde Nachfrage auszurichten.“

Mehr als jede dritte internationale Geschäftsreise nach Deutschland weist heute einen Bleisure-Anteil auf (34 Prozent). Auch in vielen Unternehmen ist das Thema angekommen: Über die Hälfte (55 Prozent, VDR-Geschäftsreiseanalyse 2025) beschäftigt sich bereits mit Blended-Travel-Ansätzen – oft jedoch mit widersprüchlichen Regelungen.

Vor diesem Hintergrund haben GCB und VDR die Initiative blend_it! gestartet. „Blended Travel und Workation sind kein Nice-to-have, sondern eine notwendige Antwort auf die veränderte Arbeitswelt“, betont Jens Schließmann, Geschäftsführer des VDR. „Unsere Initiative unterstützt Unternehmen, Anbieter und Politik dabei, sich auf diese Arbeitsformen auszurichten und sie gemeinsam zu gestalten.“

Der interne Kick-off am 4. September – mit über 160 Teilnehmenden aus dem GCB- und VDR-Netzwerk – zeigte bereits das große Interesse. Mit dem offiziellen Start am 1. Dezember 2025 präsentiert sich der neue Blended Travel Hub „blend_it!“ nun unter gemeinsamer Marke und eigener Website. Ziel ist es, das Thema im Geschäftsreise-Ökosystem zu verankern und Orientierung für Unternehmen sowie Destinationen zu schaffen.

GCB und VDR bündeln dafür ihre jeweiligen Kompetenzen: Das GCB als Vertreter Deutschlands als nachhaltige Kongress- und Tagungsdestination, der VDR als Stimme der Geschäftsreisenden und unternehmerischen Mobilität. Gemeinsam schaffen sie eine Plattform, die Angebot und Nachfrage zusammenführt und damit die Attraktivität des Standorts Deutschland weiter stärkt.

Der Blended Travel Hub vereint erstmals Wissen, Forschung, Praxis und ein Expertennetzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus. Schwerpunkte sind die Implementierung von Blended Travel ins Geschäftsreisemanagement, wissenschaftliche Studien – darunter eine geplante Untersuchung speziell unter Geschäftsreisenden –, praxisorientierter Austausch sowie die Entwicklung neuer Angebote und Services. Ein Expertengremium begleitet die Initiative strategisch und bringt fachliche Impulse ein.

Alle Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden sich auf der neuen gemeinsamen Website:
www.blended-travel-hub.de

Quelle: Messe & Event Magazin

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BIO-Europe 2025: Wien als Bühne für Europas wichtigste Biotech-Partnerschaften

Die BIO-Europe 2025 hat Wien einmal mehr als starke internationale Bühne für Innovation, Forschung und Kooperation positioniert. Europas führendes Partnering-Event für Biotechnologie kehrte nach 2009 und 2013 in die österreichische Hauptstadt zurück – und setzte mit rund 6.000 Teilnehmern aus 60 Ländern einen neuen Rekord.

Effizientes Partnering trifft auf Wiener Wissenschaft

Mit rund 33.000 vorab vereinbarten One-to-One-Meetings bestätigte die BIO-Europe ihren Ruf als zentrale Plattform für Kooperation, Geschäftsentwicklung und technologische Impulse innerhalb der Biotech-Branche. Wien bot dafür das ideale Umfeld: eine Stadt mit großer Forschungstradition, hervorragenden Standortfaktoren und einem dynamischen Life-Sciences-Ökosystem.

Das VIECON – Vienna Congress & Conference Center diente als Hauptvenue. Ergänzend sorgten eine Welcome Reception im Rathaus sowie ein festlicher Abendempfang in der HOFBURG Vienna für ein Ambiente, das Tradition und Moderne elegant vereinte. Zahlreiche Side Events – darunter eine Boehringer Ingelheim Site Tour, das Europe-China Biotech Business Forum oder ein exklusives „Bloomberg Dinner & Discussion“ – rundeten das Programm ab.

Starke österreichische Beteiligung

LISAvienna, der Wiener Life-Sciences-Cluster, füllte seine Gastgeberrolle mit viel Engagement aus. Als Regional Host Sponsor vermittelte die Plattform gezielt Kontakte zwischen internationalen Branchenvertretern und der österreichischen Forschungs- und Unternehmenslandschaft.

Fast 260 Fachkräfte aus Österreich, vertreten durch mehr als 130 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, nutzten die Chance zum Austausch mit globalen Entscheidungsträgern der Biotech-Szene. Auch zahlreiche Start-ups profitierten von der internationalen Sichtbarkeit – nicht zuletzt dank des Gemeinschaftsstands unter der Marke LISA – Life Science Austria.

Die Stadt Wien sowie das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus betonten in ihren Grußworten den hohen Stellenwert der Life Sciences für den Wirtschaftsstandort. Austria Wirtschaftsservice und Wirtschaftsagentur Wien präsentierten ergänzende Unterstützungsangebote.

Hochkarätige Stimmen und Zukunftsthemen

24 heimische Unternehmen und Forschungseinrichtungen stellten in Kurzvorträgen ihre Innovationen vor. Darüber hinaus war österreichisches Know-how im gesamten Konferenzprogramm präsent. Zu den Highlights zählten die Beiträge von Regina Hodits (Angelini Ventures) und Michaela Fritz (MedUni Wien).

Inhaltlich standen Themen wie Innovationsfinanzierung, regulatorische Rahmenbedingungen, internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie Diversität und Frauenförderung in Führungsrollen im Zentrum. Ein besonderer Impuls ging vom EIB Summit for Women Leaders in Life Sciences aus, das als Satellitenevent stattfand.

Verantwortungsvoll organisiert: Nachhaltigkeit und Inklusion

Auch in puncto nachhaltige Veranstaltungsorganisation setzte die BIO-Europe 2025 Maßstäbe. Der Veranstalter EBD Group – Teil von Informa Connect – präsentierte ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept mit Maßnahmen zur Emissionsreduktion, regionalen Dienstleisterstrukturen und verantwortungsvoller Reiselogistik. Der Begrüßungsempfang im Rathaus wurde als ÖkoEvent umgesetzt, der LISA-Gemeinschaftsstand erhielt für sein besonders nachhaltiges Konzept die Auszeichnung Better Stands Gold.

Wien zeigt kulturelle Stärke

Abseits des fachlichen Austauschs bot Wien ein stimmiges kulturelles Rahmenprogramm. Eine „Alles Walzer“-Session und musikalische Darbietungen junger Talente der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien begeisterten die Gäste und transportierten den besonderen Spirit der Stadt.

„Wien hat Innovation und Tradition gekonnt miteinander verknüpft, sich als einer der wichtigsten europäischen Life Sciences Standorte präsentiert und einen wunderbaren Rahmen für Top Level Gespräche geboten, die heute wichtiger sind denn je“, so Philipp Hainzl, Geschäftsführer LISAvienna.

Wien: Starker Standort mit internationaler Strahlkraft

Mit über 750 Unternehmen und Einrichtungen im Bereich Life Sciences und mehr als 49.000 Beschäftigten zählt Wien zu Europas führenden Standorten. Global Player wie Boehringer Ingelheim und Takeda betreiben hier Forschung und Produktion, während ein innovationsstarkes Start-up-Ökosystem stetig wächst.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Leitfaden für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement: Praxishandbuch zur DIN ISO 20121 erschienen

Mit „Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement. Praxishandbuch für die Zertifizierung nach DIN ISO 20121“ hat DIN Media das erste deutschsprachige Fachbuch veröffentlicht, das die überarbeitete Normausgabe von 2024 umfassend erläutert. Das 280-seitige Werk (ISBN 978-3-410-38037-5, Preis 59 Euro) stammt von Jürgen May, Gründer der Nachhaltigkeitsberatung 2bdifferent, und Prof. Thomas Sakschewski, Professor für Veranstaltungsmanagement an der Berliner Hochschule für Technik.

Das Buch verbindet die aktuellen Anforderungen der Norm mit konkreten Handlungsempfehlungen und zeigt praxisnah, wie nachhaltiges Veranstaltungsmanagement systematisch umgesetzt werden kann. Die Neuerungen der ISO 20121 – darunter erweiterte Anforderungen an Stakeholderpartizipation, Wesentlichkeitsanalyse sowie Risiko- und Wirkungsbewertung („Legacy“) – werden verständlich erklärt und anhand verschiedener Veranstaltungsformate greifbar gemacht.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Einbindung der Norm in bestehende Managementsysteme wie ISO 9001, ISO 14001 oder ISO 50001. Unternehmen mit bereits etablierten Prozessen finden Hinweise, wie sich die ISO 20121 sinnvoll verknüpfen lässt. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht als Zusatz, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmenspraxis zu begreifen.

Neben methodischen Ansätzen beleuchtet das Werk auch kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen von Veranstaltungen. Diese werden als Räume öffentlicher Teilhabe, Reflexion und Identitätsbildung beschrieben – ein Verständnis, das in der überarbeiteten Norm deutlich stärker verankert ist.

Ein eigenes Kapitel widmet sich der Zertifizierung interner Eventabteilungen, insbesondere im Kontext von CSRD-Berichtspflichten und dem Lieferkettengesetz. Ergänzend bieten zahlreiche Praxisbeispiele Orientierung für Anwender aus Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Sektor.

Damit liefert das Praxishandbuch eine fundierte Navigationshilfe für alle, die die ISO 20121 anwenden oder ihre Prozesse auf den aktuellen Stand bringen möchten.

Quelle: Messe & Event Magazin

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SchokoladeFest 2026: Österreichs größtes Nasch-Event kehrt zurück – größer, süßer, vielfältiger

Nach dem Erfolg des Vorjahres feiert das SchokoladeFest 2026 ein genussvolles Comeback – und zwar gleich doppelt: Vom 23. bis 25. Jänner 2026 macht Österreichs größtes Süßwaren-Festival Halt in der Marx Halle in Wien, vom 6. bis 8. März 2026 folgt die Messe Graz. Mehr als 70 Aussteller präsentieren dort neue Trends, außergewöhnliche Geschmackskombinationen und handwerkliche Meisterwerke rund um die Welt der Schokolade.

Vorgestellt wurden die Highlights des kommenden Jahres in der Xocolat Manufaktur Wien, einer der renommiertesten Schokoladen-Adressen des Landes. Die Veranstalter rechnen mit über 25.000 Besuchern – von Schokoladenliebhabern bis zu Familien. Tickets sind ab 8 Euro erhältlich, Kinder unter 6 Jahren genießen freien Eintritt. Early-Bird-Tickets mit 30 % Rabatt sind bis 14. Dezember unter www.schokoladefest.at verfügbar.

Genussreise durch die Welt der Schokolade

Auf 12.000 m² in Wien und 6.000 m² in Graz erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm – von klassischen Kostbarkeiten bis hin zu innovativen Neuheiten wie Schokobier, Schoko-Kebab oder Schokolikör. Chris Delattre kündigt an: „Für 2026 haben wir die Zahl der österreichischen Aussteller erhöht und das internationale Angebot erweitert. Erstmals gibt es auch einen Bean-to-Bar-Bereich, in dem die handwerklichen Schritte der Schokoladenherstellung gezeigt werden.“

Auch Werner Meisinger, Geschäftsführer von Xocolat, unterstreicht die Bedeutung des Standortes Wien: „Wien ist eine Metropole der Genusskultur, und für uns ist Schokolade eines der wertvollsten Genussmittel. Wien und Schokolade passen also hervorragend zusammen.“

Stars der süßen Szene

70 Chocolatiers, Manufakturen und Konditoren aus Österreich und Europa geben Einblicke in ihr Handwerk. Auf der Showbühne verraten Szenegrößen ihre Geheimnisse:

  • Elisabeth Monamy bringt mit einem Kakaorezept aus dem 16. Jahrhundert historische Aromen ins Festivalprogramm.

  • Michael Reimer („Schokomichi“) zeigt Einblicke in seine „unglaubliche Schokoladenfabrik“.

  • Brigitta Schickmaier, mehrfach ausgezeichnete Konditormeisterin, setzt auf Perfektion im Handwerk.

  • Georg Kocmann, renommierter Pâtissier und Bäckermeister, steht für Tradition und Expertise.

  • Melanie Kröpfl (NomNom by Melli) präsentiert kreative vegane Backkunst.

Workshops – unter anderem von Niemetz-Schwedenbomben, der Schule GAFA sowie Pralinenkurse für Kinder – laden zum Mitmachen ein.

Die größte Biskuit-Schokolade Österreichs

Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher in der Marx Halle: Die größte Biskuit-Schokolade Österreichs wird mit rund 300 kg Gewicht zugunsten von Dancer Against Cancer verkauft. Zudem kooperiert das Festival erneut mit den International Chocolate Awards.

Delattre betont die Weiterentwicklung der Veranstaltung: „Unser Fokus liegt auf mehr Vielfalt, mehr Interaktion und einem möglichst familienfreundlichen Programm.“

Neu 2026: Bean-to-Bar-Bereich

Der neue Themenbereich zeigt den Weg der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel. Michael Salge (Aherz) führt die Gäste durch alle Schritte – vom Rösten bis zum Conchieren. „Gerade in Zeiten, in denen Konsumenten großen Wert auf Herkunft und Fairness legen, bietet dieser Bereich einen einzigartigen Einblick in die Welt der Schokolade,“ erklärt Chris Delattre.

Yoga Kakaozeremonie

Ein besonderes Angebot für Körper und Geist findet am 24. und 25. Jänner jeweils von 9:00 bis 10:00 Uhr statt: eine Kakaozeremonie mit Miriam S. Koller. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt, der Unkostenbeitrag beträgt 20 Euro (inkl. Eintritt). Tickets unter www.schokoladefest.at.

Familienprogramm & Entertainment

Für die jüngsten Besucher gibt es heuer ein kostenloses Unterhaltungsprogramm: Schokolademalerei, Hüpfburgen, Kindertanzen, Maskottchen, Entdeckungsspiele und mehr. Auf der Bühne sorgen Shows, Tanzacts und Gewinnspiele für zusätzliche Stimmung.

Termine & Fakten

Wien – Marx Halle

  • 23.–25. Jänner 2026
  • Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien

Graz – Messe Graz Halle A

  • 6.–8. März 2026
  • Fröhlichgasse 20, 8010 Graz

Tickets unter www.schokoladefest.at

Quelle: Messe & Event Magazin

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Raphael Monsch übernimmt Leitung Ideation & Creation bei KESCH

Die Brand Experience Company KESCH verstärkt ihr Führungsteam mit einem international ausgezeichneten Kreativen: Raphael Monsch übernimmt ab sofort die Leitung des Bereichs Ideation & Creation für den gesamten DACH-Raum. Von Wien, Zürich und München aus wird der 48-jährige Zürcher künftig alle Kreativkonzepte der Agentur koordinieren und damit den hohen Qualitätsanspruch an allen drei Standorten festigen.

Nach dem erfolgreichen Ausbau des Geschäfts in der Schweiz und in Deutschland setzt KESCH mit dieser Personalentscheidung ein klares Zeichen. „Wir wollen uns als Agentur künftig noch internationaler ausrichten und dieses Geschäft vorantreiben: Unser Anspruch sind dabei stets höchste Qualitätsstandards“, betont KESCH Co-CEO Lukas Schütz. „In seiner Funktion wird Raphael Monsch daher für alle Konzepte in Österreich, Deutschland und der Schweiz verantwortlich sein.“

Monsch zählt seit über zwei Jahrzehnten zu den profilierten Kreativen der Branche. In der Schweiz war er unter anderem für Saatchi & Saatchi, Publicis und PointBreak Events tätig. Für Marken wie Lindt, Fiat und Samsung entwickelte er immersive Erlebnisse und crossmediale Kampagnen. Der Absolvent der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel wurde gemeinsam mit seinen Kunden mehrfach ausgezeichnet – darunter mit dem Silber Cyber Cannes Lions, Gold ADC Europe, Gold Sabre Award und Bronze Effie.

Auch intern sorgt der Neuzugang für große Vorfreude. „Mit Raphael haben wir einen international ausgezeichneten Kreativen zu KESCH geholt. Er ist sowohl menschlich als auch fachlich eine massive Bereicherung für unser sogenanntes KESCH Pack“, freut sich KESCH Co-CEO Thomas Kenyeri über die Zusammenarbeit.

Quelle: Messe & Event Magazin

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KRIDEM: OTWorld als Praxisbeispiel

KRIDEM: OTWorld als Praxisbeispiel

Die Leipziger Messe beteiligt sich als offizieller Partner am Forschungsprojekt „Kreislaufwirtschaft in der Messewirtschaft“ (KRIDEM). Ziel ist es, Prinzipien der Circular Economy in der Messebranche praktisch zu erproben. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Vorhaben mit rund 150.000 Euro. 

Im Mittelpunkt steht der Nexus-Ansatz, der Material-, Energie-, Wasser- und Abfallströme ganzheitlich betrachtet und ihre Wechselwirkungen analysiert. Damit sollen alle Prozesse rund um die Messe – von Logistik und Catering über Standbau bis zur Entsorgung – auf Kreislauffähigkeit geprüft werden. 

Die OTWorld, Fachmesse und Weltkongress für Orthopädie-Technik, Orthopädieschuhtechnik, Reha-Technik und Kompressionstherapie, dient als Praxisbeispiel in dem Forschungsprojekt. Sie findet vom 19. bis 22. Mai 2026 in Leipzig statt und feiert ihr 50. Jubiläum. Erwartet werden über 20.000 Fachbesucherinnen und -besucher aus mehr als 90 Ländern sowie rund 550 Aussteller. „Für uns ist das eine Chance, die Messebranche aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Wir möchten verstehen, welche Hebel wir gemeinsam mit unseren Partnern nutzen können, um Ressourcen zu schonen und nachhaltige Strukturen aufzubauen – und welche Vorteile das auch für unsere Aussteller bringt, um sich zukunftsfähig aufzustellen“, sagt Antje Voigtmann, Projektdirektorin der OTWorld.

Im Rahmen des Projekts wird ein Circular Scan durchgeführt, der Stoffströme und organisatorische Strukturen analysiert. So sollen konkrete Handlungsfelder für Ressourcenschonung und Wiederverwendung definiert werden. „Die Leipziger Messe geht hier mutig voran und schafft eine Datengrundlage, von der die gesamte Branche profitieren kann“, sagt Jürgen May, Geschäftsführer der CSR-Agentur 2bdifferent.

Zum ersten Mal wird Kreislaufwirtschaft in der Messebranche wissenschaftlich fundiert und praxisnah untersucht. “Unser Ziel ist es, daraus übertragbare Handlungsempfehlungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Messegesellschaften und ihre Partner langfristig resilienter machen,“ fasst Prof. Dr. Kim Werner zusammen. „Das Projekt ist ein wichtiger Schritt für die Transformation der Branche“, unterstreicht auch Barbara-Maria Lüder, Managerin Nachhaltigkeit beim AUMA, der das Projekt unter der Leitung der Hochschule Osnabrück zusammen mit 2bdifferent, imb troschke sowie die Fachmedienmarke tw tagungswirtschaft & m+a report unterstützt.

Das Projekt läuft von Januar 2025 bis Dezember 2026.

Weitere Informationen: https://www.hs-osnabrueck.de/kridem

 

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Bundeshaushalt 2026: Mehr Mittel für das Auslandsmesseprogramm

Bundeshaushalt 2026: Mehr Mittel für das Auslandsmesseprogramm

Der Deutsche Bundestag hat am 28. November das Bundeshaushaltsgesetz 2026 verabschiedet. Es sieht eine moderate Erhöhung der Mittel für das Auslandsmesseprogramm (AMP) vor und würdigt zugleich die Bedeutung der Auskunftspersonen.

Das AMP des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) erhält zusätzlich 2,3 Millionen, das des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) 300.000 Euro. Es handelt sich um einen kleinen Schritt in die richtige Richtung – aber nicht ausreichend. Besonders im Bereich des BMWE bleibt die Aufstockung weit hinter den bis zu vierzig Prozent gestiegenen Kosten für Auslandsmessebeteiligungen zurück. Der AUMA fordert daher weiterhin 49 Millionen Euro für das AMP des BMWE, das im Haushalt 2026 mit 44 Millionen Euro angesetzt ist, sowie 14 Millionen Euro für das AMP des BMLEH, das derzeit bei 12,5 Millionen Euro liegt. Auch das Young Innovators Programm stagniert bei 2,48 Millionen Euro und sendet damit kein Signal für den Innovationsstandort Deutschland.

Positiv hervorzuheben ist die Verlängerung des Haushaltsvermerks zur Reisekostenerstattung für Auskunftspersonen, der 2025 eingeführt wurde. Auskunftspersonen sind Branchenexperten, die von den ausstellenden Verbänden unentgeltlich auf Auslandsmessen entsendet werden, um deutsche Unternehmen bei der Geschäftsanbahnung zu unterstützen. Mit der Reisekostenerstattung unterstreicht der Gesetzgeber ihre zentrale Rolle an den internationalen Gemeinschaftsständen der Bundesrepublik.

Messeförderprogramme gehören zu den effizientesten Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung. Jeder Euro, der in das AMP investiert wird, generiert 216 Euro Wertschöpfung in Deutschland. In Zeiten struktureller wirtschaftlicher Herausforderungen sind Messeförderprogramme Zukunftsinvestitionen. Ausreichende Mittel und der Einsatz von Auskunftspersonen sind entscheidend für ihre Qualität und Wirkung.

 

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China verlängert Visumbefreiung bis Ende 2026

China verlängert Visumbefreiung bis Ende 2026

Die chinesische Regierung hat beschlossen, die einseitige Visumbefreiung für Staatsangehörige aus 45 Ländern, darunter Deutschland, bis zum 31. Dezember 2026 zu verlängern. Damit können Reisende aus diesen Ländern weiterhin ohne Visum nach China einreisen – für geschäftliche, touristische oder kulturelle Reisen. Der Aufenthalt ist auf maximal 30 Tage begrenzt.

Diese Entscheidung erleichtert deutschen Unternehmen die Geschäftsanbahnung und stärkt den Austausch zwischen China und Deutschland. Für das Jahr 2026 sind im Rahmen des Auslandsmesseprogramms insgesamt 27 Beteiligungen geplant. Unter der Dachmarke „made in Germany“ präsentieren sich insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen auf den German Pavilions. Die verlängerte Visumbefreiung bietet diesen Ausstellern zusätzliche Flexibilität bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer Messeauftritte.

Umgekehrt bleibt Deutschland ein attraktiver Messestandort: 2024 kamen über 20.000 ausstellende Unternehmen und rund 120.000 Besucherinnen und Besucher aus China zu Messen nach Deutschland. Für chinesische Geschäftsreisende gilt jedoch weiterhin die Visumpflicht. Eine Einreise ist nur möglich, wenn zuvor mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf ein Termin zur Visumbeantragung bekommen das Visumverfahren durchlaufen und ein Visum erteilt wurde.

Der AUMA setzt sich seit Langem für schnelle und digitale Visumverfahren ein, um die Teilnahme an Messen zu erleichtern. Zu diesem Thema hat der AUMA kürzlich eine Stellungnahme mit dem Titel “Der internationalste Messeplatz braucht schnelle und digitale Visumverfahren” veröffentlicht. 

 

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Wirtschaftsministerkonferenz: Rückenwind für Messeförderprogramme

Wirtschaftsministerkonferenz: Rückenwind für Messeförderprogramme

Die Amtschefskonferenz der Wirtschaftsministerkonferenz hat am 26. November ein klares Bekenntnis zur Bedeutung von Messeförderprogrammen abgegeben. Dieses starke Signal der Bundesländer wird in einem Beschluss festgehalten, in dem Messeförderprogramme im In- und Ausland als „effiziente Instrumente der Wirtschaftsförderung“, die „starke Impulse für Wachstum setzen“, bezeichnet werden. Besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten stärken sie den Wohlstand in Deutschland und tragen zur Erschließung neuer Märkte bei, so der Beschluss.

Die Wirtschaftsministerien der Bundesländer begrüßen die geplante Erhöhung des Etats für das Auslandsmesseprogramm im Bundeshaushalt 2026, bewerten sie jedoch nur als ersten Schritt. Angesichts der bis zu vierzig Prozent gestiegenen Kosten und der massiven Unterdeckung im Messeförderungsbereich fordert die Konferenz eine Aufstockung des Auslandsmesseprogramms und des Young Innovators-Programms, die den Kaufkraftverlust der vergangenen Jahre tatsächlich ausgleicht. Auch die Lotsenfunktion der Auskunftspersonen auf Auslandsmessen soll gestärkt werden, um die Geschäftsanbahnung deutscher Unternehmen zu unterstützen.

Mit diesem Beschluss setzen die Bundesländer ein starkes Zeichen: Messeförderprogramme sind sinn- und wirkungsvolle Investitionen in die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Gerade in Zeiten knapper Haushalte und globaler Herausforderungen müssen sie priorisiert werden. Nun ist der Bund gefordert, diesem Signal zu folgen und die Weichen für eine zeitgemäße und nachhaltige Messeförderung zu stellen.

 

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Wolfram N. Diener wird UFI-Präsident

Wolfram N. Diener wird UFI-Präsident

Der Weltmesseverband UFI hat Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, zum Präsidenten für die Amtszeit 2026/27 gewählt. Die Wahl erfolgte während der UFI European Events Week in Thessaloniki und würdigt seine über 30-jährige internationale Führungserfahrung in Asien und Europa.

Diener ist im November 2025 als designierter Präsident dem UFI-Präsidium beigetreten. Er übernimmt das Amt offiziell beim 93. UFI Global Congress 2026 in Bahrain. Bereits seit 2022 ist er Mitglied des UFI-Vorstands und Schatzmeister im Exekutivkomitee. Diener ist seit 2020 Mitglied im Vorstand des AUMA.

Das aktuelle Präsidium (Presidential Trio) besteht aus Panittha Buri, aktuelle Präsidentin (Vice-Chairperson, Bhiraj Buri Group, Thailand), Hugh Jones, scheidender Präsident (CEO, RX, Großbritannien), Wolfram N. Diener, designierter Präsident.

Mit seiner Expertise und globalen Vernetzung wird Diener die strategische Ausrichtung des Weltmesseverbands maßgeblich mitgestalten. Die Wahl unterstreicht zugleich die hohe internationale Reputation der Messe Düsseldorf.

 

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