EU: Einheitliches Patentsystem mit Erfolg eingeführt

EU: Einheitliches Patentsystem mit Erfolg eingeführt

Ein Jahr nach dem Inkrafttreten des einheitlichen Patentsystems verzeichnet das Europäische Patentamt bereits 27.000 Registrierungen entsprechender Patente. Das Einheitspatent tritt neben die nationalen und europäischen Patente und gilt in allen teilnehmenden Mitgliedstaaten. Es bietet Unternehmen damit die Möglichkeit, ihre Innovationen noch effizienter zu schützen und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Teil des neuen Patentsystems ist auch das Einheitliche Patentgericht, das für die Einheitspatente, bestehende europäische Patente und in speziellen Fällen auch für nicht einheitliche neue europäische Patente zuständig ist. Momentan sind 17 EU-Mitgliedstaaten Teil des Einheitspatentgerichts: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien und Schweden.

Vertiefte Informationen zum europäischen Patentrecht finden Unternehmen u.a. auf der Seite des Deutschen Patent- und Markenamtes DPMA. Das DPMA hat dort auch seinen Jahresbericht 2023 mit Statistiken und Hinweisen zu Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen veröffentlicht.

Der gewerbliche Rechtsschutz ist überaus wichtig für die europäische Innovationslandschaft. Der AUMA hat daher im vergangenen Juni gemeinsam mit dem EUIPO für zahlreiche Vertreter deutscher Messeveranstalter eine Informationsveranstaltung zum Schutz von Marken und Produkten beim Ausstellen auf Messen durchgeführt.

17. Juli 2024

Quelle: AUMA News

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Ausbildung beginnt: Mehr als 100 Azubis und 40 Studierende starten deutschlandweit in der Messebranche

Ausbildung beginnt: Mehr als 100 Azubis und 40 Studierende starten deutschlandweit in der Messebranche

  • Zahl der Ausbildungsplätze gestiegen

  • Zwei Dutzend Ausbildungs- und Studienplätze noch unbesetzt

  • Bedarf an IT-Fachkräften in der Messewirtschaft wächst

Berlin, 30. Juli 2024 | Wenigstens 114 Auszubildende starten in diesen Tagen ihren Berufsweg an den deutschen Messeplätzen. Vor allem Veranstaltungskaufleute, Fachkräfte für Veranstaltungstechnik sowie für Fachinformatik sind die gefragten Berufsbilder. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze in der deutschen Messewirtschaft ist in diesem Jahr leicht gestiegen. Gleichgeblieben ist die Zahl der eingegangenen Bewerbungen im Vergleich zum Vorjahr. Unbesetzt sind derzeit noch ein gutes Dutzend Ausbildungsplätze auf den Messeplätzen zwischen Husum und Freiburg. Die Mehrheit der Unternehmen der Messewirtschaft bildet aus. Das ergibt zum Ausbildungsstart an diesem Donnerstag eine aktuelle Abfrage des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA unter seinen Mitgliedern.

Auch im dualen Studium bieten die Unternehmen der Branche dieser Tage Plätze an: Messe-, Kongress-, Eventmanagement, Marketingkommunikation, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Softwareentwicklung und Data Science sind die Fachrichtungen. Etwa 40 Studierende beginnen in Kürze mit dem Studium neben dem Beruf. Auch hier ist ein gutes Dutzend der angebotenen Stellen auf den Messeplätzen zwischen Frankfurt am Main und Leipzig noch frei.

Herausfordernd ist das Besetzen von Ausbildungs- und Studienplätzen im IT-Bereich, geben die Personalverantwortlichen in der deutschen Messewirtschaft an. Dabei entstehen derzeit durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bei Messeveranstaltern etliche neue Berufsbilder und Kompetenzanforderungen vor allem in der Informationstechnologie, ergibt eine weitere AUMA-Umfrage.

  • Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA:„Künstliche Intelligenz ist die technologische Entwicklung, die neben Robotik sowie Augmented und Virtual Reality die Messebranche am meisten beeinflussen wird. Für unsere Messeveranstalter stehen die Chancen im Vordergrund: Bereits jetzt nutzen gut 56 Prozent KI-Anwendungen. Die Messeteams benötigen neue Kompetenzen. Das muss sich perspektivisch auf Ausbildungsinhalte der nachwachsenden Fachkräfte auswirken. Wie in vielen Wirtschaftszweigen wächst der Bedarf der Messewirtschaft, in entsprechende Technologien und Personal zu investieren.“

Die Messewirtschaft in Deutschland sichert mehr als 230.000 Arbeitsplätze. Neben den klassischen Ausbildungsberufen Veranstaltungskaufleute und Fachkräfte für Veranstaltungstechnik bietet die Messebranche auch einen Einstieg über duale Studiengänge sowie das Hochschulstudium mit Spezialisierung in der Messewirtschaft. Ausbildungsbeginn ist bei den meisten Unternehmen der Messewirtschaft in Deutschland der 1. August wie der 1. September, das Studium beginnt zumeist am 1. Oktober. Auch durch Qualifikationen über die Industrie- und Handelskammern zu geprüften Veranstaltungsfachwirten oder Meisterinnen für Veranstaltungstechnik ist der Karrierestart in der Messewirtschaft möglich.

Quelle: AUMA News

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Messe Friedrichshafen: Fit für die Zukunft

Messe Friedrichshafen: Fit für die Zukunft

Nach turbulenten Jahren befindet sich die Messe Friedrichshafen GmbH pünktlich zum 75. Geburtstag mit ihrem Jahresergebnis 2023 wieder im grünen Bereich und schreibt schwarze Zahlen: Mit 11 Eigen- und 18 Gastmessen sowie 17 Events und Firmenveranstaltungen erwirtschafteten die Messemacher vom Bodensee einen Umsatz von 20,4 Millionen Euro (2022: 11,9 Millionen Euro). Das Jahresergebnis ist mit 201.000 Euro positiv und ließ dabei sogar eine Mietzahlung an die Besitzgesellschaft Internationale Bodenseemesse GmbH zu.

2023 markiert das erste vollständige Veranstaltungsjahr nach der Pandemie, in dem das Messegeschäft mit etablierten und auch neuen Formaten in voller Vielfalt aktiviert werden konnte. Für das langjährige Eurobike-Zeitfenster ist es der Messe Friedrichshafen gelungen, ein neues Highlight an den Bodensee zu holen: im September 2023 fand mit der „Americana“ Europas größte Messe für Westernreiten und Westernkultur statt, die gleich vom Start weg 47.200 Pferdefans anzog.

Insgesamt kamen im zurückliegenden Geschäftsjahr rund 558.000 Besucherinnen und Besucher sowie 7.900 ausstellende Unternehmen aus mehr als 60 Nationen auf das Messegelände. Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann betont: „Diese Zahlen unterstreichen eindrücklich die wirtschaftliche Bedeutung der Messe Friedrichshafen für die Stadt, die Bodensee-Region und darüber hinaus. Mit unserer großen Bandbreite an Veranstaltungsformaten und Vermietungen werden wir diese Rolle im aktuellen Jahr festigen und sogar weiter ausbauen.“

Als weiterhin sehr erfolgreich erweist sich das im Jahr 2021 durch die Messe-Unternehmen Friedrichshafen und Frankfurt gegründete Joint Venture fairnamic GmbH. „Die Eurobike entwickelt sich als Weltleitmesse in Frankfurt auf hohem Niveau und gleiches gilt für die internationale Luftfahrtausstellung AERO am Standort Friedrichshafen. Beide durch das Joint Venture durchgeführten Formate haben jüngst starke Neuauflagen abgebildet und blicken auf exzellente Perspektiven“, berichtet Stefan Mittag, Bereichsleiter Finanzen der Messe Friedrichshafen sowie Mitgeschäftsführer der fairnamic GmbH.

Gut gefüllt zeigte sich der Kalender 2023 im Bereich der Gastveranstaltungen. Dazu zählen die etablierten Messen Fakuma, die Faszination Modellbau sowie die „all about automation“. Erfolgreich waren auch die jungen Formate „Eurobee – Süddeutsche Berufs- und Erwerbsimkertage“ und die 2023 erstmals durchgeführte „Spiel doch!“. Einen großen Bestandteil des Gastveranstaltungsgeschäfts bilden Formate wie Betriebsveranstaltungen, Events und Kongresse regionaler Unternehmen sowie Sportveranstaltungen.

Blick in das Messejahr 2024

Mit der Motorradwelt Bodensee startete die Messemannschaft voller Optimismus in ein eng getaktetes Jahr 2024. „Wir erleben bisher ein erfolgreiches Veranstaltungsjahr, die Vermietungen und der Besuch sind auf vielen Ebenen auf Vor-Corona-Niveau. Die Auswirkungen weltwirtschaftlicher und globalpolitischer Entwicklungen sind jedoch weiterhin spürbar. Das komplexe Messegeschäft und die Anforderungen des Marktes erfordern einen erhöhten Personaleinsatz. Wir erwarten dennoch eine weiterhin positive Entwicklung der Veranstaltungsbranche und sind zuversichtlich – denn die richtigen strategischen Weichen für die Messe Friedrichshafen sind gestellt“, resümiert Klaus Wellmann.

Weitere Informationen: www.messe-friedrichshafen.de

Quelle: AUMA News

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Messevisa: Wartezeiten in China bleiben Schmerzpunkt

Messevisa: Wartezeiten in China bleiben Schmerzpunkt

Visum-Wartezeiten für internationale Aussteller und Besucher, die an Messen in Deutschland teilnehmen wollen, sind in vielen Ländern nach wie vor zu lang. Das zeigt eine Umfrage, die der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA diesen Juli und August bei den Auslandsvertretungen der deutschen Messegesellschaften durchgeführt hat. Dafür hat der AUMA über 60 Antworten aus über 30 visumpflichtigen Ländern ausgewertet. Eine wesentliche Entspannung gegenüber der Vorjahres-Umfrage ist damit nicht zu erkennen.
 

Deutschlands Konsulate in China führen die Negativ-Liste an. So werden in der Wirtschaftsmetropole Shanghai teilweise gar keine freien Zeitfenster im Terminvergabeportal angeboten. Antragsteller werden vertröstet, es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu versuchen. Werden Termine angeboten, sind wochen- oder gar monatelange Wartezeiten die Regel. Hinzu kommen Klagen, dass das elektronische Terminvergabesystem des Dienstleisters der deutschen Botschaften und Konsulate nicht zuverlässig funktioniere, so dass die Suche nach Terminen nicht immer möglich sei. Pikant: Eine AUMA-Erhebung bei den internationalen Messeveranstaltern hat ergeben, dass allein in den kommenden drei Monaten aus China über 20.000 Mitarbeitende ausstellender Unternehmen auf Messen in Deutschland erwartet werden – davon 8.000 aus dem Konsularbezirk Shanghai. Chinesische Unternehmen führen die Liste der ausländischen Aussteller in Deutschland 2023 an. Obwohl bereits Anfang 2023 die pandemiebedingten Reisebeschränkungen von chinesischer Seite entfallen waren, leidet die deutsche Messewirtschaft weiterhin unter dieser für Geschäftsleute nur schwer zumutbaren Visa-Praxis der deutschen Botschaften und Konsulate. China hingegen hatte jüngst angekündigt, die aufgehobene Visumpflicht für Deutsche, die nach China einreisen, bis Ende 2025 zu verlängern.

Auch aus anderen visumpflichtigen Ländern wie Ägypten, Pakistan und der Türkei werden für Messebesucherinnen und Messebesucher von mehrwöchigen bis zu mehrmonatigen Wartezeiten berichtet, um einen Termin zur Visumantrags-Abgabe zu bekommen. Und das, obwohl der EU-Visakodex vorsieht, dass Termine zum Einreichen des Visum-Antrags in der Regel innerhalb von zwei Wochen stattfinden sollen. Von dieser Vorgabe sind viele deutsche Auslandsvertretungen weit entfernt.
 

Vertreter und Vertreterinnen der deutschen Messegesellschaften und des AUMA werden beim Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz am 10. September im Auswärtigen Amt in Berlin die Ergebnisse der AUMA-Umfrage nutzen, um im direkten Gespräch mit Botschaftern und Konsuln die Visaprobleme anzusprechen und Lösungen für Messeteilnehmer zu fordern.

Im Jahr 2023 kamen über 14.000 ausstellenden Unternehmen und 70.000 Besucher aus China, knapp 5.000 ausstellende Unternehmen und 80.000 Besucher aus der Türkei sowie über 3.000 ausstellende Unternehmen und 45.000 Besucher aus Indien zu den internationalen Messen nach Deutschland. Messeteilnehmer aus visumpflichtigen Ländern sind damit ein wichtiger Pfeiler für den Erfolg der deutschen Messewirtschaft.

Quelle: AUMA News

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Koelnmesse: Photovoltaik-Anlage in Betrieb

Koelnmesse: Photovoltaik-Anlage in Betrieb

Auf dem neu eröffneten Confex der Koelnmesse verwandeln 500 Photovoltaik-Module Sonnenlicht in grünen Strom. Jetzt kommt auf dem Dach der Halle 11 die größte innerstädtische Photovoltaik-Anlage Kölns hinzu. Mit 4.800 Modulen verspricht sie einen jährlichen Ertrag von rund zwei Millionen Kilowattstunden. „Die Inbetriebnahme dieser großen Photovoltaik-Anlage ist ein bedeutender Schritt auf unserem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung“, sagt Gerald Böse, CEO der Koelnmesse GmbH. „Und wir sind noch nicht fertig! Es wurden bereits weitere 2.100 Solarmodule geliefert und auf dem Dach unserer Halle 1 installiert.“

Der Bau der Photovoltaik-Anlagen ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie, mit der die Koelnmesse bis 2030 Klimaneutralität für das Unternehmen und die eigenen Veranstaltungen erreichen will. Durch den selbst produzierten Strom werde die Koelnmesse künftig ihren CO2-Fußabdruck deutlich verringern, so das Unternehmen. Allein die Mitte August in Betrieb genommene Anlage auf der Halle 11 bedeute eine jährliche Einsparung von 1.200 Tonnen CO2 gegenüber dem bundesweit durchschnittlichen Strom-Mix. Mit dem weiteren Ausbau der Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der Halle 1 werden ab Ende 2024 insgesamt 1.850 Tonnen CO2-Einsparungen pro Jahr erreicht.

Der generierte Solarstrom wird unmittelbar auf dem Gelände der Koelnmesse genutzt. In welcher Form überschüssiger Strom aus den Photovoltaikanlagen in Zukunft genutzt werden könnte, wird derzeit mit dem Energiepartner E.ON geprüft. Im Rahmen einer Energiepartnerschaft mit E.ON und RheinEnergie stellt die Koelnmesse bis 2028 auch die komplette Wärmeversorgung ihres Messegeländes auf klimafreundliche Technologien um. Dabei beziehen die Anlagen ihre Energie aus nachhaltigen Quellen wie Luft, Grundwasser und Sonne. Das innovative Wärme- und Energiekonzept in Kombination mit dem RheinEnergie-Fernwärmesystem sorgt für weitere signifikante CO2-Einsparungen in Höhe von 5.800 Tonnen pro Jahr.

Weitere Informationen: https://www.koelnmesse.de

Quelle: AUMA News

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HMC: Umsatzrekord in 2023

HMC: Umsatzrekord in 2023

Messen und Kongresse haben 2023 in Hamburg ein überwältigendes Comeback gefeiert. 680.000 Gäste begrüßte die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) auf dem Messegelände und im neuen Congress Center Hamburg (CCH). Dies geht aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens hervor, der Ende des zweiten Halbjahres veröffentlicht wurde. Die HMC freut sich über den Umsatzrekord: Mit 84,7 Millionen Euro erzielte das Unternehmen den höchsten Umsatz in einem ungeraden Jahr – ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2019. Dazu trug das CCH im ersten kompletten Veranstaltungsjahr seit seiner Revitalisierung bei. Insgesamt fanden 77 Veranstaltungen statt. Darunter waren sieben eigene Messen und 34 Gastveranstaltungen auf dem Messegelände und 56 Veranstaltungen im neuen CCH.

Für 2024 planen die Hamburger Messemacherinnen und Messemacher mit 133,7 Millionen Euro einen Umsatz, der um 20 Prozent über dem höchsten Umsatz der Firmengeschichte liegt. Mit mehr als 50 Veranstaltungen im CCH, acht eigenen Messen und rund 40 Gastveranstaltungen ist es ein intensives Jahr, das seinen Höhepunkt im Herbst erreicht, wenn die Weltleitmessen SMM, WindEnergy Hamburg und Hydrogen Technology Expo binnen weniger Wochen Zehntausende Menschen aus aller Welt nach Hamburg locken.

Weitere Informationen: https://www.hmc-reports.de/?_gl=1*1tomkzd*_gcl_au*MTczNjY2ODA0NS4xNzE3MTQxOTU1

Quelle: AUMA News

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UFI: Messeindustrie weltweit im Aufwind

UFI: Messeindustrie weltweit im Aufwind

Weltweit verzeichnet die Messewirtschaft Rekordumsätze und lässt damit das tiefe Tal hinter sich, das die Coronapandemie verursacht hat. Für die Jahre 2023 und 2024 wird ein Umsatzwachstum von 20 und 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Dies geht aus der neuesten Ausgabe des Global Exhibition Barometer hervor, das der Weltverband der Messewirtschaft UFI Anfang August veröffentlicht hat. Die aktuelle Umfrage bestätigt zum einen die Umsatzprognosen der Branche aus der Januar-Ausgabe und belegt eine Aufstockung von Arbeitsplätzen und eine erhöhte Investitionstätigkeit.

Vor einem komplexen globalen Hintergrund schätzt die globale Messewirtschaft ihre kurz- und mittelfristigen Aussichten optimistisch ein. So wollen 48 Prozent der Unternehmen in den kommenden sechs Monaten ihre Belegschaft aufstocken, während weitere 48 Prozent den derzeitigen Personalbestand stabil halten. Der höchste Anteil an Unternehmen, die eine Aufstockung des Personals planen, ist in Malaysia (91 Prozent), Brasilien (75 Prozent) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (73 Prozent) zu verzeichnen.

Weltweit hat sich die Geschäftstätigkeit in der ersten Jahreshälfte 2024 für die Hälfte der Unternehmen erhöht (4 von 10 in Asien-Pazifik, Mittel- und Südamerika sowie im Nahen Osten und Afrika; und 6 von 10 in Europa und Nordamerika), während sie von jedem dritten Unternehmen als „normal“ eingestuft wurde. Dieser Trend wird sich im kommenden Jahr fortsetzen, wobei der durchschnittliche Prozentsatz der Unternehmen, die eine erhöhte Aktivität melden, von 59 Prozent in Nordamerika über 50 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 49 Prozent im Nahen Osten und Afrika bis zu 48 Prozent in Mittel- und Südamerika und Europa reicht.

Die Umsätze von 2023 im Vergleich zu 2022 variieren von 143 Prozent in Malaysia, 139 Prozent in Thailand, 132 Prozent in Argentinien und den USA bis zu 105 Prozent in Spanien, 103 Prozent in Brasilien und 101 Prozent in Australien. Die Umsätze von 2024 im Vergleich zu 2023 variieren von 148 Prozent in Kolumbien, 138 Prozent in Brasilien, 123 Prozent in den VAE, bis 106 Prozent in Deutschland, 105 Prozent in China und 98 Prozent in Frankreich.

Bei den Betriebsgewinnen für 2023 geben 61 Prozent der Unternehmen einen jährlichen Anstieg von mehr als 10 Prozent und 27 Prozent einen gleichbleibenden Anstieg an. Für 2024 sind es 47 Prozent, die einen über zehn Prozent erwarten, und 39 Prozent, die von einem stabilen Anstieg ausgehen. Den höchsten Anteil an Unternehmen, die für 2023 eine jährliche Gewinnsteigerung von mehr als 10 Prozent erwarten, gibt es in Malaysia (100 Prozent), Spanien (83 Prozent) und Thailand (75 Prozent) sowie in Brasilien (82 Prozent), dem Vereinigten Königreich (69 Prozent) und Malaysia (58 Prozent) für 2024.

Gefragt nach den dringlichsten Herausforderungen, zeigt sich, dass die wirtschaftliche Lage auf dem Heimatmarkt ist das dringlichste Thema ist (22 Prozent), gefolgt von der ‚globalen wirtschaftlichen Entwicklung‘ (15 Prozent). Es folgen Interne Managementherausforderungen (11 Prozent), Nachhaltigkeit/Klima (neun Prozent) und Auswirkungen der Digitalisierung (sechs Prozent).

Aktuelle strategische Prioritäten

In allen Regionen beabsichtigt eine große Mehrheit der Unternehmen, neue Aktivitäten zu entwickeln, entweder im klassischen Bereich der Messebranche, außerhalb des derzeitigen Produktportfolios oder in beiden Bereichen. Was die geografische Expansion anbelangt, so erklären 43 Prozent der Unternehmen, dass sie beabsichtigen, in neuen Ländern und Regionen tätig zu werden.

Es besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass KI die Branche beeinflussen wird. 90 Prozent der Unternehmen geben dies an, und ein wachsender Anteil der Unternehmen berichtet, dass sie diese neue Technologie aktiv nutzen. Die Bereiche, die am stärksten von KI-Entwicklungen betroffen sein werden, sind in allen Regionen gleich: Vertrieb, Marketing und Kundenbeziehungen (83 Prozent weltweit), Forschung und Entwicklung (82 Prozent) und Eventproduktion (69 Prozent). Dies sind genau die Bereiche, in denen generative KI-Anwendungen bereits am häufigsten eingesetzt werden, und zwar in allen Regionen (39 Prozent, 38 bzw. 28 Prozent weltweit).

Die Studie enthält auch Prognosen und Analysen für 19 Schwerpunktländer und -regionen – Argentinien, Australien, Brasilien, China, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Indien, Italien, Malaysia, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Spanien, Thailand, die Vereinigten Arabischen Emirate, das Vereinigte Königreich und die USA – sowie für fünf zusätzliche aggregierte regionale Zonen.

Die aktuelle Ausgabe des halbjährlichen UFI-Branchenberichts wurde im Juli 2024 abgeschlossen und umfasst Daten von 453 Unternehmen aus 68 Ländern und Regionen. Die nächste UFI Global Exhibition Barometer Umfrage wird im Dezember 2024 durchgeführt.

 

Weitere Informationen: https://www.ufi.org/archive-research/the-global-exhibition-barometer-august-2024/

Quelle: AUMA News

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Reisetrend: Geschäftsreisen wichtig für Kontaktpflege

Reisetrend: Geschäftsreisen wichtig für Kontaktpflege

Die jüngste Geschäftsreiseanalyse des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR) zeigt: Der deutsche Geschäftsreisemarkt erholt sich – mit einem Plus von 55 Prozent auf 116,7 Millionen Reisen gegenüber dem Vorjahr. Auch wenn die Zahlen noch unter dem Vor-Corona-Niveau liegen, bleibt die Bedeutung von Geschäftsreisen ungebrochen. Die gestiegenen Kosten und die zunehmende Orientierung hin zur Nachhaltigkeit erfordern jedoch neue Strategien. Hinterfragt wird unter anderem die Notwendigkeit von Reisen. Gleichzeitig zeigt sich deutlich: Persönliche Treffen gelten weiterhin als Schlüssel zum Erfolg in der Geschäftswelt. Ganze 97 Prozent der Führungskräfte betonen in der Studie den Wert von Geschäftsreisen als unverzichtbares Instrument für den Erfolg ihrer Unternehmen. Persönlicher Kontakt ist unerlässlich, um Beziehungen zu pflegen, Partnerschaften aufzubauen und Innovationen voranzutreiben.

Hier kommen Messen ins Spiel. Sie bieten die beste Möglichkeit des persönlichen Kontaktes, sie sind der Dreh- und Angelpunkt des internationalen Geschäftsverkehrs. Während der Pandemie erkannten viele Unternehmen, dass virtuelle Formate Präsenzmessen nicht ersetzen können. Mehr als ein Drittel der ausstellenden Unternehmen konnte während der Pandemie die Vorteile von Messeteilnahmen nicht durch andere Marketingmaßnahmen kompensieren, wie die Publikation AUMA-Aussteller-Ausblick 2024/2025 zeigt. Messen bieten nicht nur die Möglichkeit, Geschäftskontakte zu bündeln, sondern auch qualitativ hochwertige Interaktionen, die digital nicht ersetzbar sind.

Besonders die zunehmende Präsenz von Entscheidungsträgern macht Messen so wertvoll. Laut der jüngsten Publikation des AUMA, dem Veranstalter-Ausblick 2024/2025, ist die Anzahl dieser Schlüsselpersonen auf Messen gestiegen. Für Unternehmen bedeutet dies: Hier werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Möglichkeit, mehrere wichtige Geschäftskontakte an einem Ort zu treffen, macht Messen zu einem strategisch unverzichtbaren Bestandteil der modernen Geschäftsreiseplanung. In kurzer Zeit lassen sich an kaum einem anderen Ort so viele wertvolle Gespräche führen und gleichzeitig Trends hautnah erleben.

Unterstrichen wird dies durch den Trend zu längeren Geschäftsreisen, welcher sich in der VDR-Studie zeigt: Die durchschnittliche Dauer stieg 2023 auf 2,6 Tage. Viele Geschäftsreisende nutzen die Gelegenheit, mehrere Veranstaltungen, wie beispielsweise Messen, miteinander zu kombinieren, um ihre Reisezeit effizienter zu gestalten. In einer kompakten Zeitspanne können so zahlreiche Kontakte gepflegt, Innovationen vorangetrieben und wichtige Entscheidungen getroffen werden – alles an einem Ort.

Mit Blick auf die kommenden Jahre ist klar: Trotz steigender Kosten und veränderter Reisegewohnheiten ist der persönliche Austausch auf Messen unersetzlich. Sie bieten eine einzigartige Plattform für ökonomische Effizienz durch die Bündelung von persönlichen Geschäftskontakten. In einer Geschäftswelt, in der die Notwendigkeit von Geschäftsreisen immer häufiger hinterfragt wird, bieten Messen so eine passende Antwort.

Weitere Informationen: https://www.vdr-service.de/aktuelles/einzelnews/verband-deutsches-reisemanagement-vdr-veroeffentlicht-aktuelle-daten-und-trends-zum-deutschen-geschaeftsreisemarkt

MR/AB

Quelle: AUMA News

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Leipziger Messe: Rekordumsatz erwartet

Leipziger Messe: Rekordumsatz erwartet

Die Leipziger Messe hat nach der Pandemie ihren Aufschwung im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt. Mit allen Tochterunternehmen führte sie 178 Veranstaltungen mit mehr als 9.600 Ausstellern und 792.000 Besuchern sowie zahlreiche Projekte und Dienstleistungen im In- und Ausland durch. Sie erreichte einen Konzernumsatz von 80,1 Millionen Euro (2022: 75,2 Millionen Euro).

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Leipziger Messe Unternehmensgruppe jetzt einen weiteren deutlichen Umsatzsprung über die Einhundert-Millionen-Euro-Marke. Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe: „Wir bleiben auf Wachstumskurs. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwarten wir einen Rekordumsatz, der das bisher stärkste Veranstaltungsjahr 2019 übertreffen wird.“

Im ersten Halbjahr 2024 sorgten unter anderem die Publikumsmessen Partner Pferd und Haus-Garten-Freizeit, der Leipziger Tierärztekongress mit neuem Teilnehmerrekord, die Leipziger Buchmesse und die Weltleitmessen OTWorld und PaintExpo für großen Zuspruch. Im zweiten Halbjahr 2024 finden neben Hobbymesse Leipzig und Messedoppel Fuel & Gas Logistics die Fachmesse Gefahrgut / Gefahrstoff GGS statt, gefolgt u.a. von denkmal mit Ehrengast Marokko. Das Messejahr beschließen die Fachmessen therapie Hamburg und die therapie München.

Der Aufschwung soll sich in den kommenden Jahren dynamisch fortsetzen. „Langfristig ist es unser Ziel, uns fest in den Top 30 der Messeplätze weltweit zu etablieren“, sagt Geschäftsführer Markus Geisenberger. Mit der Entwicklung neuer Formate, mit Zukäufen und der Zusammenarbeit mit neuen Vertragspartnern soll das Neugeschäft weiter vorangetrieben, das Portfolio erweitert und das Wachstum ausgebaut werden.

Die Leipziger Messe setzt dabei auch weiter auf die konsequente Internationalisierung ihrer Veranstaltungen: Neu ab 2024 ist beispielsweise die Zusammenarbeit der Leipziger Messe International GmbH (LMI) mit der kasachischen Messegesellschaft AstanaExpo für die Kazakhstan Machinery Fair. Darüber hinaus veranstalten die LMI und die türkische Messegesellschaft TG Expo International Fairs im Dezember erstmalig gemeinsam die Heritage Middle East in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Diesen September realisierte die LMI die Partnerlandbeteiligung Deutschlands bei der Thessaloniki International Fair, der wichtigsten Messe für Griechenland mit Strahlkraft auf die Balkanregion und den angrenzenden Mittelmeerraum.

 

Investitionen in Modernisierung der Infrastruktur und Digitalisierung

Die Leipziger Messe möchte ihre Flächen flexibler nutzen und hat dafür bei der Stadt Leipzig Änderungen des Bebauungsplanes beantragt. Durch eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen treibt die Leipziger Messe schon jetzt ihre umfassenden Investitionen in die Geländemodernisierung und Digitalisierung voran. Dazu gehören unter anderem die Inbetriebnahme der Photovoltaik-Aufdach-Anlage, die Erneuerung der gesamten Gebäudeleittechnik und die Einführung einer digitalen Beschilderung. Außerdem werden die WLAN-Infrastruktur, das Einlassmanagement und die Parkraumbewirtschaftung modernisiert.

Bestandteil der Strategie „MusterMesse 4.0“ ist die Nachhaltigkeitsoffensive der Leipziger Messe. Schon 2009 erhielt sie als erste deutsche Messegesellschaft das Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegel Green Globe und wurde seitdem jährlich rezertifiziert; zuletzt 2023 mit dem Platin-Status. Seit 2023 bezieht die Leipziger Messe ausschließlich Ökostrom.

2025 steht mit 860 Jahren Leipziger Messen ein besonderer Höhepunkt an. 1165 wurde Leipzig mit dem Stadtbrief das Stadt- und Marktrecht verliehen. Er ist eine erste Urkunde zu den Leipziger Messen.

Weitere Informationen: www.leipziger-messe.de

Quelle: AUMA News

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Mesago Messe Frankfurt: Intergeo kommt

Mesago Messe Frankfurt: Intergeo kommt

Die Weltleitmesse der Geoinformationsbranche Intergeo wechselt ab 2028 ins Portfolio der Mesago Messe Frankfurt. Der bisherige Veranstalter, Hinte Expo & Conference GmbH, und der Trägerverband, die Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement DVW, setzen ihre Zusammenarbeit noch bis zur Intergeo 2027 fort.

Gemeinsam mit dem DVW will die Tochterfirma der Messe Frankfurt die Messe weiterentwickeln. Bislang wechselte die Intergeo jährlich ihren Standort. Ab 2028 wird die Messe jährlich in Frankfurt am Main stattfinden. Die hervorragende internationale Verkehrsanbindung und die Möglichkeit, den Termin im Oktober zu verstetigen, spielen dabei eine wichtige Rolle.

Bereits in den Jahren 2025 und 2027 wird die Intergeo in Frankfurt am Main stattfinden, was den Trend zur neuen Standortstrategie deutlich macht. Die Durchführung in diesem Jahr ist vom 24. bis 26. September in Stuttgart geplant.

Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com
 

Quelle: AUMA News

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