UFI: Europa-Messe-Statistik 2023 veröffentlicht

UFI: Europa-Messe-Statistik 2023 veröffentlicht

Der Weltverband der Messewirtschaft UFI hat den Bericht „Euro Fair Statistics 2023“ veröffentlicht. Die Daten geben Aufschluss über den Stand des europäischen Messemarktes in 17 Ländern, darunter auch Deutschland. Erstmals liegen Kennzahlen aus Griechenland vor. Die zertifizierten Kennzahlen der Messen werden von einem Netzwerk aus 12 kooperierenden Branchenverbänden aus dem gesamten Kontinent erhoben.

„Diese neue Ausgabe des Jahresberichts über die Euro-Messe-Statistik enthält Daten für mehr Messen als in den Vorjahren, was den Aufschwung der Messen nach Covid-19 verdeutlicht. Interessant ist auch, dass weniger als zwei Prozent der Messen ‚hybride‘ Veranstaltungen sind, die Online-Besucher zulassen.“, sagt Kai Hattendorf, CEO der UFI.

Die untersuchten Veranstaltungen verzeichneten insgesamt 567.758 ausstellende Unternehmen. Die Statistiken in dem Bericht umfassen 2.008 Messen mit einer Gesamtfläche von 21,3 Millionen Quadratmeter gemieteter Fläche und 49,9 Millionen registrierten Besuchern. Die UFI schätzt, dass diese Daten etwa 45 Prozent des europäischen Messemarktes abdecken. 40 Prozent der Messen richteten sich an Fachbesucher, 29 Prozent an Publikumsbesucher und 31 Prozent an beide Zielgruppen.

Der Bericht „Euro Fair Statistics 2023“ enthält Daten, die von den folgenden Organisationen erhoben wurden: AEFI (Italien), AFE (Spanien), ATFEO (Finnland), BDO & Associates (Portugal), CENTREX (Mittelosteuropa), CLC-VECTA (Niederlande), FEBELUX (Belgien), FKM (Deutschland), FKM Österreich, SOKEE (Griechenland), UNIMEV-OJS (Frankreich) und UCCET (Türkei).

Die Studie finden Sie hier: https://www.ufi.org/wp-content/uploads/2024/10/2023_euro_fairs_statistics.pdf

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

Messe Dortmund: Vier neue Elektro-Ladesäulen

Messe Dortmund: Vier neue Elektro-Ladesäulen

Die Westfalenhallen Unternehmensgruppe setzt in Sachen Nachhaltigkeit ein neues Zeichen. Mit Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge auf dem Messegelände rückt das Thema E-Mobilität weiter in den Fokus. Acht Ladepunkte an vier Säulen stehen hier nun für Gäste der Messe Dortmund, des Kongresszentrums und der Westfalenhalle zur Verfügung.

Dafür hat die Messegesellschaft eine Zusammenarbeit mit der Firma Mennekes mit Hauptsitz im Sauerland vereinbart. Seit März sind die vier Ladesäulen in direkter Nähe zum modernen Eingang Nord in Betrieb. Nutzbar sind die Ladepunkte mit jeweils 11 kW, wenn der Parkplatz geöffnet ist. Der Zugang ist simpel: Ein angebrachter QR-Code macht das ad-hoc-Laden schnell möglich. Die Preise erhalten Nutzerinnen und Nutzer so direkt per App transparent auf ihr Mobiltelefon.

Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe, erklärte bei einem Vor-Ort-Termin mit Christopher Mennekes, Geschäftsführender Gesellschafter der Mennekes Elektrotechnik: „Als Unternehmen sehe ich es als unsere Pflicht an, Verantwortung zu übernehmen. Und Verantwortung übernehmen heißt für mich an die Zukunft denken. Nachhaltig denken. Dabei kommen wir an dem Thema E-Mobilität nicht vorbei. Wir selbst sind dabei, unsere firmeneigene Fahrzeugflotte mehr und mehr auf E-Antriebe umzustellen. Umso mehr freut es uns, wenn auch unsere Gäste darauf setzen. Und wir sie dabei unterstützen können.“

Nicht nur für die firmeneigenen Fahrzeuge, sondern auch für die von Mitarbeitenden ebenso wie Kunden, Veranstaltern und Ausstellern stehen übrigens auf dem nicht-öffentlichen Gelände der Westfalenhallen weitere Ladesäulen der Firma Mennekes bereit. Insgesamt sechs Ladesäulen sowie vier Wallboxen sind es auf verschiedenen Parkplätzen direkt an der Verwaltung. Hinzu kommen drei Ladesäulen am Mercure Hotel Dortmund Messe & Kongress. Alle sind rund um die Uhr betriebsbereit.

Weitere Informationen: https://www.messe-dortmund.de/

   
 

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

Messerverbot: Ausnahmen für ausstellende Unternehmen auf Messen

Messerverbot: Ausnahmen für ausstellende Unternehmen auf Messen

Der Bundestag hat am 18. Oktober das „Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit“ verabschiedet, Teil des Sicherheitspakets der Bundesregierung. Eine zentrale Änderung betrifft den Umgang mit Messern im öffentlichen Raum. Für die Messebranche ist dabei wichtig: Klare Ausnahmeregelungen für das Ausstellen von Messern gibt es weiterhin.

Der Gesetzgebungsprozess war von intensiven Diskussionen begleitet. In der öffentlichen Anhörung im Bundestag haben Sachverständige gemahnt, das Gebot der Verhältnismäßigkeit müsse im neuen Gesetz gewahrt bleiben. Die Regierungsfraktionen haben den Gesetzentwurf dementsprechend angepasst, sodass wichtige Ausnahmeregelungen für das Mitführen von Messern beschlossen wurden – etwa für Anlieferverkehr, Gewerbetreibende, Handwerksbetriebe und das Ausstellen von Messern auf Messen.

Zwar hatten einige Bundesländer bereits im Mai vorgeschlagen, die erlaubte Klingenlänge auf sechs Zentimeter zu begrenzen. Der Bundestag hat diesen Vorschlag jedoch nicht umgesetzt, denn das Urteil der Sachverständigen war eindeutig: Dies würde keine reale Sicherheitsverbesserung mit sich bringen. So ist die erlaubte Klingellänge weiterhin auf 12 Zentimeter begrenzt.

Abschließend bleibt festzuhalten: Messen sind und bleiben sichere Orte. Das Mitführen von Waffen ist streng reglementiert. Messegesellschaften sorgen mit ihren Hausordnungen dafür, dass hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden. Die beschlossenen Änderungen im Waffenrecht stellen sicher, dass die Sicherheit aufrechterhalten werden kann, ohne den Betrieb von Messen zu beeinträchtigen.

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

Messe München: Jahreswechsel mit Zuversicht

Messe München: Jahreswechsel mit Zuversicht

Die Messe München geht nach einem intensiven Jahr 2024 voller Zuversicht in das Messe-Mega-Jahr 2025. Highlights in München waren die electronica (Foto), die ceramitec und die Umwelttechnologiemesse IFAT.

Die Messe München geht nach einem intensiven Jahr 2024 voller Zuversicht in das Messe-Mega-Jahr 2025. „Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation konnte die Messe München ein Rekordergebnis erzielen“, so die beiden Messechefs Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel. Zusammen mit der Messe München GmbH am Standort in München kann nach vorläufigen Hochrechnungen ein Konzernumsatz von 530 Millionen Euro, ein Konzern-Ebitda von über 130 Millionen Euro und ein Jahresergebnis von 60 Millionen Euro eingefahren werden. Am Hauptsitz in München liegt der Umsatz bei rund 330 Millionen Euro.

2024 war ein turnusgemäß normales Jahr: Die Messe München hat 16 Veranstaltungen in München organisiert, dazu kommen 93 Gastveranstaltungen und 47 Veranstaltungen im Ausland. Nach München kamen rund 1,3 Millionen Besucher und 32.000 Aussteller. Zu den Veranstaltungen im Ausland strömten 1,2 Millionen Besucher und 22.500 Aussteller.

Im Ausland sind China (mit 26 Veranstaltungen an sechs Orten) und Indien (mit 19 Veranstaltungen an fünf Orten) die beiden wichtigsten Märkte. Dabei analysiert die Messe München sorgfältig neue Märkte, die zu ihr passen. So wurde in diesem Jahr die Umwelttechnologiemesse IFAT in Brasilien neu gestartet, 2025 hat die analytica Premiere in den USA, und 2026 gibt es erstmals eine Immobilienmesse EXPO REAL in Singapur.

„Ein wichtiger Teil unseres Kerngeschäfts sind internationale Gastveranstaltungen“, erläutern Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel. Hier hat sich die smarter E Europe mit ihrem Schwerpunkt auf erneuerbare Energien zu der mit Abstand größten Gastveranstaltung entwickelt. Zum ersten Mal kam 2024 die Internationale AIDS-Konferenz mit über 15.000 Teilnehmern nach München. 2025 ist der One Young World Summit zu Gast, zu dem rund 2.000 junge Führungsnachwuchskräfte erwartet werden. Und im Jahr 2026 zieht der Europäische Kardiologenkongress rund 30.000 Besucher an.

Megajahr 2025 mit Rekordumsatz

Im kommenden Jahr rechnet die Messe München mit einem Rekordumsatz von über 500 Millionen Euro allein am Standort in München. Der löst eine Umwegrentabilität von rund vier Milliarden Euro aus. 80 Prozent dieser Kaufkrafteffekte entfallen auf München und Bayern. Da sind zum Beispiel Hotels, Gastronomie, Taxi, Einzelhandel, Messestandbauer oder Zulieferer. „Die Messe München ist eben kein Selbstzweck, sondern ein bedeutsamer Motor für die Wirtschaft“, erklären die beiden Messechefs Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel.

Das Jahr 2025 startet im Januar gleich mit der BAU, ein Impulsgeber, der alle 18 Hallen belegt. Gefolgt im April von der bauma, der flächenmäßig größten Messe der Welt, zuletzt 2022 eine halbe Million Besucher anzog. Im September ist dann wieder die IAA MOBILITY in München. Sie soll wie schon 2021 und 2023 auf dem Messegelände und auf Plätzen in der Münchner Innenstadt stattfinden.

Weitere Informationen: www.messe-muenchen.de
 

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

Messe Augsburg: Eigene Photovoltaikanlage

Messe Augsburg: Eigene Photovoltaikanlage

Die Messe Augsburg geht in puncto Nachhaltigkeit einen weiteren großen Schritt: Auf den Dächern der Hallen 2, 4 und 5 wurden in diesem Herbst hochmoderne Photovoltaikanlagen errichtet. Damit stellt die Messe Augsburg auf eine 100 Prozent nachhaltige Stromversorgung um.

Die großflächige PV-Anlage mit rund 2.500 Modulen auf 20.000 Quadratmetern Dachfläche wird bei der Messe Augsburg den Strombedarf ausschließlich durch erneuerbare Energien decken. Der Solaranteil der neuen PV-Anlage macht rund ein Drittel des Gesamtstrombedarfs der Messe Augsburg aus. Bei den auf den Hallendächern installierten Modulen handelt es sich um eine der größten und leistungsstärksten PV-Anlagen im Augsburger Stadtgebiet. Die jährlich erzeugte PV-Energie liegt bei rund einer Millionen Kilowattstunden (kWh)- Das reicht aus, um 380 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen oder eine CO₂-Reduktion von bis zu 420 Tonnen zu erreichen.

Die Messe Augsburg erreicht mit der Photovoltaikanlage einen weiteren Meilenstein auf dem Weg, Nachhaltigkeit auf dem eigenen Gelände umzusetzen. Seit Juni 2024 bezieht die Messe Augsburg bereits den über den selbstproduzierten Strom hinausgehenden Strombedarf aus regenerativen Energiequellen, 100 Prozent Ökostrom aus HKN EU Wasserkraft.

Weitere Informationen: www.messe-augsburg.de

 

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

Messe Friedrichshafen: Sonnendach XL geplant

Messe Friedrichshafen: Sonnendach XL geplant

Die Messe Friedrichshafen geht mit der Installation einer Photovoltaik-Großanlage einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Mit einer Gesamtleistung von bis zu 5,5 Megawatt Peak, 12.350 PV-Modulen auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern wird die Dachanlage zur Größten in der Bodenseeregion.

Mit dem Großprojekt geht nach einer kurzen Planungsphase von 1,5 Jahren ein komplexes Energieprojekt an den Start. Die Messegesellschaft schafft damit eine leistungsfähige Infrastruktur mit Zukunftsperspektive und leistet einen deutlichen Beitrag zu den Klimazielen der Stadt Friedrichshafen. Darüber hinaus wird der Überschuss als grüner Strom in das Netz für die Region eingespeist.

Geplant ist die Installation der PV-Großanlage mit Projektkosten von 7,5 Millionen Euro auf insgesamt zehn Tonnendächern der Messe. Sie wird jährlich etwa 5.700 MWh Ökostrom erzeugen, was in etwa dem Verbrauch von 2.000 Haushalten entspricht. Technik und Architektur sind auf das anspruchsvolle Veranstaltungsgeschäft abgestimmt. Ein Zwei-MW-Batteriespeicher sorgt unter anderem dafür, dass auch nachts ausreichend Energie auf dem Messegelände zur Verfügung steht und den sehr schwankenden Strombezug größtenteils ausgleicht.

Der Planung der PV-Großanlage ging eine intensive Vorarbeit voraus: Diese umfasst unter anderem eine Flächenpotenzialanalyse, Machbarkeitsstudien und eine Angebotsabfrage, die besonders auch regionale Firmen bei der Auftragsvergabe berücksichtigt. Da die Installation ausschließlich auf den zehn bestehenden Dachflächen erfolgt, ist gewährleistet, dass keine Flächenversiegelung vorgenommen wird.

Weitere Informationen: www.messe-friedrichshafen.de

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

Neuerscheinung: „Nachhaltigkeit in der Messewirtschaft"

Neuerscheinung: „Nachhaltigkeit in der Messewirtschaft“

Das Buch „Nachhaltigkeit in der Messewirtschaft“ von Thorsten Knoll (TU Berlin) und Stefan Luppold (DHBW Ravensburg) ist eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Chancen nachhaltiger Praxis in der Messewirtschaft. Der Sammelband vereint Beiträge von Expertinnen und Praktikern, die das komplexe Thema aus vielen Perspektiven beleuchten und praxisnahe Lösungsansätze vorstellen. Die Bandbreite reicht von strategischen Ansätzen und Best Practices bis hin zu konkreten Fragestellungen, wie etwa der Digitalisierung von Messeständen oder der Berechnung von CO2-Fußabdrücken.

Das Buch richtet sich an Brancheninsider, Studierende und alle, die an der nachhaltigen Transformation der Messewirtschaft mitwirken möchten. Die Stärken des Bandes liegen in der Vielfalt der Perspektiven der Akteure: Der Band beinhaltet Beiträge von Messegesellschaften und Messebauunternehmen, Kommunikationsagenturen und ausstellenden Unternehmen, von universitären Beobachtern und Nachwuchswissenschaftlerinnen. Besonders hervorzuheben ist die Relevanz und Aktualität aller Beiträge. Enthalten sind konkrete Handlungsempfehlungen, die auch auf andere Messekontexte übertragen werden können.

Der Beitrag von AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier erläutert die ehrgeizigen Klimaschutzziele der deutschen Messewirtschaft, die bis 2040 klimaneutral wirtschaften will. Ergänzend stellt Benjamin Özgüc (hmb hanseatic messebau) praktische Ansätze vor, wie auch kleinere Akteure durch Materialwahl und Netzwerkarbeit nachhaltiger agieren können. Britta Wirtz (Messe Karlsruhe) und Lena Buhleier (ClimatePartner) verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit eine tiefgreifende Transformation von Managementansätzen und Unternehmensstrukturen erfordert, während Gernot Gehrke (Hochschule Hannover) die theoretische Entwicklung und Praxisanwendung von Nachhaltigkeitskonzepten in der Messewirtschaft skizziert.

Beispiele wie die Digitalisierung von Messeständen (Patrick Haag, Dozent) und integrative Strategien zur CO2-Bilanzierung am Beispiel des Kap Europa in Frankfurt/Main (Grimm/Bauer, Messe Frankfurt/DHBW Ravensburg) zeigen innovative Ansätze zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks. Gleichzeitig wird durch Beiträge wie den von Sven Prüser (HTW Berlin) auf die Ambivalenzen von Kompensationsmaßnahmen hingewiesen.

Johanna Sobolls Beitrag von der Agentur Uniplan ist ein starkes Plädoyer für eine kulturelle Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie. Durch Beispiele wie die „360°-Kampagne“ wird deutlich, wie Nachhaltigkeit nicht nur als Verpflichtung, sondern als Chance zur Innovation und Co-Kreation genutzt werden kann.

Der Praxisbezug, etwa durch die Messe Berlin zur nachhaltigen Transformation oder das Zero-Emissions-Ziel der Messe München, unterstreicht, dass Nachhaltigkeit zunehmend in das Kerngeschäft der veranstaltenden Wirtschaft integriert wird. Kritische Herausforderungen werden gesehen, darunter der Umgang mit Schnelllebigkeit und Ressourceneinsatz sowie die Implementierung langfristig tragfähiger Strategien.

„Nachhaltigkeit in der Messewirtschaft“ ist ein anspruchsvolles Buch, das sowohl Fachleuten als auch Interessierten wertvolle Einblicke in das Klimaschutz-Engagement einer ganzen Branche bietet. Es motiviert zum Handeln, indem es zeigt, dass Nachhaltigkeit in der Messewirtschaft möglich ist. Entstanden ist ein Standardwerk für alle, die in der Veranstaltungsbranche tätig sind und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten möchten.

Thorsten Knoll / Stefan Luppold (Hrsg.) Nachhaltigkeit in der Messewirtschaft. Konzepte von Veranstaltern, Ausstellern und Dienstleistern. Tab., zahlr. Abb., 243 Seiten, 2024, ISBN 978-3-89673-807-3, € 59,90*, Alle Informationen zum Titel: www.duncker-humblot.de/9783896738073.

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

Messe Frankfurt: Umsatzrekord

Messe Frankfurt: Umsatzrekord

Die Messe Frankfurt hat ihr Jahresziel bestätigt und schließt das Berichtsjahr 2024 mit glänzenden Finanzzahlen ab. Erwartet wird ein konsolidierter Konzernumsatz in Höhe von 780 Millionen Euro (2023: 609 Mio. Euro), ein Plus gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent. Das ist der bislang höchste von einer deutschen Messegesellschaft erwirtschaftete Umsatz. Im kommenden Geschäftsjahr will das Unternehmen weiterwachsen. Ziel ist ein Konzernumsatz von rund 800 Millionen Euro.

Der Inlandsanteil liegt bei 442 Millionen Euro, unter anderem bedingt durch erfolgreiche Leitmessen inmitten eines turnusbedingt starken Eigenveranstaltungsjahres. Lebhaft verlief das Veranstaltungsgeschäft außerhalb Deutschlands und unterstreicht mit einem Anteil von rund 43 Prozent am Konzernumsatz die Relevanz der globalen Wachstumsstrategie der Unternehmensgruppe.

Infolge des starken operativen Geschäfts wird das Konzern-Ergebnis nach vorläufigem Stand auf mehr als 50 Millionen Euro ansteigen (2023: 18,5 Millionen Euro). „Mit diesem ordentlichen Polster sind wir noch besser in der Lage, unsere während der Pandemie aufgebauten Darlehen zu tilgen, und wir haben damit die notwendigen Reserven für weitere Investitionen in die Modernisierung unserer Prozesse und IT-Systeme, in die nachhaltige Transformation der Unternehmensgruppe, in künftige Herausforderungen im operativen Geschäft und nicht zuletzt in unsere Mitarbeitenden“, hob Wolfgang Marzin hervor, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.

Bis Ende des Geschäftsjahres werden in Summe weltweit mehr als 330 Veranstaltungen mit über 98.000 Unternehmen und rund 4,4 Millionen Besuchende unter dem Dach der Messe Frankfurt stattfinden. Im Durchschnitt kommen fast 83 Prozent aller ausstellenden Unternehmen und rund 57 Prozent des Fachhandels am Standort Frankfurt von außerhalb Deutschlands.

Die Messe Frankfurt werde sich auch künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren, die Messe-Marken und Dienstleistungen und auf die zentralen Herausforderungen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Gut gebucht im Geschäftsjahr 2024 war auch die zweite Kernkompetenz des Unternehmens, das Gastveranstaltungsgeschäft. Mehr als 200 Messen, Tagungen, Kongresse und Events finden am Standort Frankfurt statt. Das Nachfrageaufkommen für die Locations der Messe Frankfurt ist wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie angelangt. Für das Jahr 2025 stehen jetzt schon mehr als 150 Veranstaltungen unter Vertrag.

Weltweit expandiert die Messe Frankfurt weiter. Neben ihren angestammten Schwerpunktregionen werden im Rahmen weiterer Geodiversifizierung neue Märkte ins Auge gefasst. In Asien – hier ist die Messe Frankfurt seit über 35 Jahren mit rund 60 Messen in elf Branchenclustern unterwegs – werden neue Veranstaltungen in Zentralasien und in der ASEAN-Region lanciert. Auch im wettbewerbsintensiven US-Markt werde die Kompetenz im Sektor Textil, Mobility & Logistics sowie Technology ausgebaut, so die Messe Frankfurt.

Ihre nachhaltige Transformation setzt die Messe Frankfurt mit konsequenten Maßnahmen weiter fort. Sie hat im Berichtsjahr wichtige Meilensteine erreicht und Neues angestoßen. Im November wurde erfolgreich die EMAS-Validierung absolviert. Das Unternehmen ist seit 2023 EMAS-zertifiziert. Erstmals betreibt die Messe Frankfurt ein Emissionstracking und erfasst im Rahmen der angestrebten Bilanzierung von Treibhausgasemissionen die CO2-Treiber an ihrem Heimatstandort. „Für den Standort Frankfurt ist die Datenerhebung abgeschlossen. Wir widmen uns im nächsten Schritt unseren internationalen Standorten“, so Marzin. Zudem wird mit dem langjährigen und global agierenden Logistikunternehmen DSV die Partnerschaft ausgeweitet und mit gezielten Maßnahmen an einer nachhaltigen Transformation der Messelogistik gearbeitet.

Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com

 

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

UFI-Trends: Herausforderungen Klimawandel, KI und plötzliche Veränderungen

UFI-Trends: Herausforderungen Klimawandel, KI und plötzliche Veränderungen

Das Jahr 2024 werde in die Geschichtsbücher eingehen als das beste Jahr, das die globale Messeindustrie je verzeichnet hat, gemessen an den Einnahmen, meldete der Weltverband der Messewirtschaft UFI. Das sei ein erstaunliches Comeback nach der weltweiten Pandemie. Die Investoren seien nach wie vor bereit, Geld in das Kerngeschäftsmodell zu investieren, das darin besteht, Menschen für Handel und Innovation zu verbinden, aber in Zukunft werden die Herausforderungen eskalieren, bestehende Entwicklungen an Fahrt gewinnen und die Komplexität zunehmen. Was erwartet die Messewirtschaft im Jahr 2025? Die UFI hat unter ihren Mitgliedern weltweit eine Umfrage durchgeführt und nach Prognosen gefragt. Die Ergebnisse hat der Verband unter dem Titel „Five Trends to watch in 2025“ veröffentlicht.

Besser – aber gut genug?

Die Kundenorientierung wurde in den Mittelpunkt gerückt, angetrieben durch neue Datenerhebungen zu den Bedürfnissen und Wünschen der Aussteller und Besucher. Die durchschnittlichen NPS-Werte (Kundenzufriedenheit) für Veranstaltungen nach der Pandemie sind stabil und liegen deutlich über dem früheren Niveau, was zeigt, dass die Branche Fortschritte gemacht hat.

Fortschritte in der Technologie beschleunigen zusätzliche Möglichkeiten. Die Branche profitiert von den Fähigkeiten, die viele Manager aus anderen Branchen mitgebracht haben, um diese Entwicklung voranzutreiben. Das verändert die Denk- und Arbeitsweise.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Betrieb

Im Jahr 2025 wird die Berichterstattung über Dekarbonisierungsprozesse wesentlich strukturierter ausfallen, da Messprotokolle eingeführt werden und der Druck wächst, greifbare Fortschritte zu zeigen. In einigen Märkten wird die Klimaherausforderung in den Hintergrund treten, andere werden versuchen, diese Gelegenheit zu nutzen, um den Marsch in Richtung Netto-Null-Kohlenstoff-Veranstaltungen voranzutreiben. Darüber hinaus sieht die UFI einen besorgniserregenden Trend, der sich verstärken wird: Der Geschäftsbetrieb wird zunehmend von Unwettern beeinträchtigt werden. Diese werden sich auf die Betriebskosten, die Reisekosten der Teilnehmer und die Verfügbarkeit der Infrastruktur auswirken, was sich auf den Gewinn des Veranstalters auswirken wird.

Beschleunigter Einsatz von KI

Künstliche Intelligenz hat innerhalb von nur 18 Monaten weite Verbreitung gefunden und entwickelt sich weiterhin extrem schnell. Einerseits stärkt dies die Rolle von authentischen Face-to-Face-Veranstaltungen als einem der verbleibenden Kanäle für den vertrauensvollen Austausch. Andererseits verändert sie die Beschaffungsprozesse sowie die Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Ein Beispiel: KI-generierte Inhalte sind bereits zu einer Ware geworden, und sie entwickeln sich zu einer Welle von epischem Ausmaß. Bis vor kurzem waren Inhalte noch König. Jetzt nicht mehr. Jetzt ist „Kontakt König“. Echter Kontakt und Austausch. Diese Tatsache muss die Branche in Zukunft viel stärker fördern und vermarkten.

Der Kampf um Identität und Bekanntheit

Die Messebranche schafft Marktplätze und Treffpunkte für jeden Sektor. Eine wachsende Zahl von Regierungen versteht den strategischen Wert des Sektors, während für andere die Messebesucher hauptsächlich (Geschäfts-)Touristen sind, die dort Geld für Hotels und Restaurants ausgeben. Es bleibt viel zu tun, die Wahrnehmung und Positionierung der Messewirtschaft zu stärken.

Auf Unterbrechungen vorbereitet sein

Während die Messewirtschaft von der Stabilität bei der Terminierung und Planung profitiert, werden externe Störungen immer häufiger. Von „schwarzen Schwänen“ wie der Pandemie bis hin zu politischen Spannungen und Unwettern wird die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Branche noch wichtiger werden. Organisationen und Interessengruppen müssen ihre Fähigkeiten zur Beobachtung und schnellen Reaktion auf sich schnell verändernde Situationen überprüfen und erweitern.

Weitere Informationen: 5 trends to watch in 2025 | UFI Blog

Quelle: AUMA News

Weiterlesen

UFI-Kongress: Wandel und Chancen in Köln

UFI-Kongress: Wandel und Chancen in Köln

Diesen November war Köln Gastgeberin des 91. Global Congress des Weltmesseverbandes UFI. Über 550 Experten aus über 55 Ländern trafen sich, um die Herausforderungen und Chancen der globalen Messebranche zu diskutieren. Mit einem neuen Besucherrekord wurde die Veranstaltung im neu eröffneten Confex der Koelnmesse zum zentralen Treffpunkt für Messefachleute aus der ganzen Welt.

Bei der Eröffnung hob Koelnmesse-CEO Gerald Böse die Stärke der Messebranche hervor, Menschen zu verbinden und durch den Austausch von Ideen und Wissen neue Impulse für eine nachhaltige Zukunft zu setzen. UFI-CEO Kai Hattendorf ergänzte, dass die globale Messewirtschaft nach der Pandemie ein beeindruckendes Comeback hingelegt habe. Für 2024 werde weltweit ein Wachstum von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Mit einem Umsatz von knapp 300 Milliarden Euro und 3,4 Millionen gesicherten Arbeitsplätzen verdeutliche die Branche ihre wirtschaftliche Bedeutung.

AUMA-Vorsitzender Philip Harting betonte in seiner Begrüßung die zentrale Rolle von Messen für Handel, Zusammenarbeit und Vielfalt. Er hob hervor, dass Messen essenzielle Marktplätze sind, die Wirtschaft beleben und Innovation fördern, jedoch freien Handel benötigen. Veranstalter und Aussteller schaffen starke Messeformate, um Menschen zusammenzubringen und Zukunftsthemen voranzutreiben. Harting rief zu einer Haltung von Respekt, Zusammenarbeit und Vielfalt auf, um globale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. „Messen sind die ultimativen Treffpunkte, Drehscheiben, Brennpunkte für Menschen und ihre Ideen. Messen sind die besten Marktplätze, sie sind Orte des Handels und Plattformen für starke Netzwerke. Wir, die Messemenschen, erwecken die Wirtschaft zum Leben. Wir bringen Angebot und Nachfrage zusammen. Und wir bringen Innovatoren und Problemlöser zusammen. Was wir dafür wirklich brauchen, ist der freie Handel.“

UFI-Award-Gewinner stellten Projekte vor

Die Tagung unter dem Motto „Changes to Chances“ beschäftigte sich mit den aktuellen und kommenden globalen Veränderungen und ging der Frage nach, welche Chancen sich daraus für die Messewirtschaft ergeben. In den Spotlight Sessions, die zum zweiten Mal stattfanden, wurden die diesjährigen UFI-Preisträger und ihre innovativen Projekte vorgestellt. In diesen Sitzungen wurden auch wichtige Branchenthemen erörtert, darunter das Engagement der Branche zur Erreichung der Null-Emission bis 2050.

Die diesjährigen Next Generation Leaders (NGL) hielten einen Vortrag über die Nutzung von künstlicher Intelligenz. Ihre Einsichten zeigten das transformative Potenzial von KI für mehr Effizienz, Innovation und Wachstum in der Messebranche.

Session zur Lage und Bedeutung der deutschen Messewirtschaft

Die Country Focus Session wurde vom AUMA Verband der deutschen Messewirtschaft und der Koelnmesse geleitet. Neben Geschäftsführer Jörn Holtmeier vertraten Silvia Bauermeister, Barbara-Maria Lüder und Max Reichert den AUMA auf dem Podium. Deutschland ist mit 70 Messeplätzen ein unverzichtbarer Akteur, der insbesondere dem Mittelstand Zugang zu globalen Märkten bietet, so die Botschaft. Die hohe Internationalität, mit über 65 Prozent ausländischen Ausstellern, und das Qualitätssiegel „Messen made in Germany“ sichern die Zukunft der Branche. Die Messebranche engagiert sich für Nachhaltigkeit. Das zeige auch die aktuelle AUMA-Publikation „Mehrwert von Messebesuchen: Wie Einzelreisen vermieden werden“. Die Studie untersucht das Nachhaltigkeitspotenzial von Messebesuchen auf der Basis von Befragungen von fast 3.000 Messeteilnehmenden.

Hugh Jones übernimmt Präsidenten-Amt

Die UFI begrüßte Hugh Jones, CEO von RX, als neuen Präsidenten für das Jahr 2024-25. Er tritt die Nachfolge von Geoff Dickinson an, CEO von dmg events. Beide werden im Jahr 2025 Teil des UFI-Trios sein. Ihnen zur Seite steht die neue Präsidentin Panittha Buri, stellvertretende Vorsitzende der Bhiraj Buri Group.

In Vorbereitung auf 100 Jahre UFI im kommenden Jahr wurde die Tradition der UFI-Ehrenmedaillen wiederbelebt. Geehrt wurden auf dem Kongress Mary Larkin, UFI-Präsidentin von 2020 bis 2021, Sandy Angus, UFI-Präsident von 2001-2003, und Kai Hattendorf, UFI-Geschäftsführer seit 2015.

Im nächsten Jahr findet der Global Congress vom 19. bis 22. November in Hongkong statt und wird von der AsiaWorld-Expo ausgerichtet. Für 2026 wurde das Königreich Bahrain als Veranstaltungsort ausgewählt. Die letzten Gastgeber waren Las Vegas (USA) im Jahr 2023, Muscat (Sultanat Oman) im Jahr 2022 und Rotterdam (Niederlande) im Jahr 2021.

Weitere Informationen: www.ufi.org
 

Quelle: AUMA News

Weiterlesen