10 Jahre Wiener Alm: KESCH Hüttengaudi im Prater feiert Jubiläum

Rund 40.000 Gäste, knapp 500 Events und ein Konzept, das nach wie vor aufgeht: Die Pop-up-Almhütte von KESCH im Wiener Prater hat sich als gefragte Location für exklusive Firmenfeiern etabliert. Beim traditionellen Opening der diesjährigen Saison wurde auch auf das 10-jährige Jubiläum angestoßen. Mit dabei waren rund 150 Gäste, darunter Ski-Star Michaela Dorfmeister, Kickbox-Weltmeisterin Nicole Trimmel, Speedskaterin Elisabeth Schrenk und Strongman Matthias Göth.

Eine Marktlücke wird zur Erfolgsgeschichte

Die Idee hinter der Wiener Alm war simpel und genau deshalb erfolgreich. KESCH-Geschäftsführer Lukas Schütz erinnert sich: „Für unsere Kunden haben wir in Wien oft verzweifelt Locations für Weihnachtsfeiern mit 20 bis 140 Gästen gesucht – zu guten Konditionen, mit echter Exklusivität und Party-Atmosphäre. Außerdem sind sich viele Locations ähnlich.“

Die Lösung: eine unverwechselbare, urige Alm-Location mitten im Prater, mit Blick aufs Riesenrad. „Nicht ,more of the same‘, sondern die Wiener Alm“, so Schütz. Das Konzept ging auf. Vor allem Business-Kunden schätzen das authentische Après-Ski-Ambiente in der Stadt – im November und Dezember für Weihnachtsfeiern, zu Jahresbeginn für Kick-offs und Firmenpartys.

„Der Erfolg der Wiener Alm zeigt, worauf es im Live-Marketing wirklich ankommt“, ergänzt KESCH-Geschäftsführer Thomas Kenyeri. „Ein klarer USP, ein Erlebnis, das man nirgendwo anders bekommt, und die Fähigkeit, genau das zu liefern, was der Markt braucht. Wir haben damals eine Lücke identifiziert und mit einem unverwechselbaren Konzept geschlossen – das ist bis heute unser Erfolgsrezept.“

Promis schneiden Geburtstagstorte an

Bei der Jubiläumsfeier, die gleichzeitig den Startschuss für die aktuelle Saison markierte, dankte Kenyeri den Gästen: „Wir freuen uns, dass so viele unserer Kunden, Freunde und Partner heute gekommen sind. Lasst uns feiern – heute und noch viele Jahre!“

Den Anschnitt der Geburtstagstorte übernahmen Michaela Dorfmeister und Nicole Trimmel gemeinsam mit Strongman Matthias „Cheezy“ Göth. Die beiden Sportlerinnen zeigten sich beeindruckt: „Es ist wirklich beeindruckend, was KESCH auf die Beine gestellt hat. Ohne dieses Herzblut und die Leidenschaft, die KESCH in jedes Projekt reinsteckt, gäbe es auch die Wiener Alm nicht.“

Göth bot gleich seine Unterstützung an: „Vor ein paar Jahren habe ich für den Weltrekord im Maßkrugtragen geübt und schaffte 28 Maßkrüge über 50 Meter. Falls ich jetzt für eine Weihnachtsfeier in der Wiener Alm gebucht werde, würde ich mir immer noch 25 Maß zutrauen.“

Das Best-of der Gratulanten

Unter den 150 Gästen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur waren unter anderem Alexander Eisner und Melanie Schomann (OBI), Lisa Moosbrugger (Coca-Cola), Julia Stimpfl und Raffaela Neuwirth (Coca-Cola HBC Österreich), Daniel Gmeiner (KEEGO), Peter Stark (infinity), Sabrina Schwarz (Magenta), Kathrin Brandtner (Wiesbauer), Christian Stamhammer (Österreichische Lotterien), Bernhard Gily (medianet), Alexander Ruthner (Prater Wien), Pia VanSaanen (Henkel), Rene Petzner (BYD), Niko Pabst (Freudebringer) und Andreas Ladich (MCÖ) u. v. a.

Messe & Event wünscht „Happy Birthday!“

Ich selbst kenne und schätze das KESCH-Pack als ein Team von Enthusiasten, die für das Thema Events und Marketing brennen und damit immer wieder einzigartige Erlebnisse für Kunden und Gäste schaffen. Genau das macht ihren USP für mich aus: Sie kreieren keine Veranstaltungen, sondern echte Brand Experiences, die im Gedächtnis bleiben. Die Wiener Alm ist dafür ein Parade-Beispiel. Gratulation zu diesem Erlebnis, das emotional berührt, verbindet und genau das liefert, was man nirgendwo anders bekommt. So funktioniert erfolgreiche Markeninszenierung.

Happy Birthday, Wiener Alm – im Namen des gesamten Messe & Event-Teams!

Quelle: Messe & Event Magazin

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MUSIG: Wie KI Krisenmanagement bei Großevents verändern kann

Großveranstaltungen wie Festivals, Sportevents oder Messen bringen jedes Jahr hunderttausende Menschen zusammen – und stellen Einsatzorganisationen sowie Behörden vor enorme Herausforderungen. Im Forschungsprojekt MUSIG wurde von 2022 bis 2024 erforscht, wie moderne Methoden der digitalen Datenanalyse und Künstlichen Intelligenz (KI) das Krisen- und Event-Management künftig unterstützen können.

Geleitet wurde das Forschungsprojekt MUSIG von der Paris Lodron Universität Salzburg. Projektpartner waren das Österreichische Rote Kreuz, Johanniter Österreich Ausbildung und Forschung gemeinnützige GmbH, Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, eurofunk Kappacher GmbH sowie Spatial Services GmbH. Gefördert wurde das Projekt durch die FFG.

Ziel: Bessere Lagebilder für Behörden und Einsatzkräfte

Im Kern untersuchte MUSIG, wie sich unterschiedliche Datenquellen intelligent verbinden lassen, um ein genaueres und dynamischeres Lagebild in Krisensituationen und bei Großveranstaltungen zu erzeugen.

Analysiert wurden unter anderem:

  • Mobilfunkdaten

  • Kamerabilder

  • Beiträge aus sozialen Medien

Mit Hilfe von KI-Methoden wurden diese Informationen kombiniert, um Muster in Bewegungsströmen erkennbar zu machen: Wie viele Personen sind in einem Bereich unterwegs? Wie dicht ist die Menge? In welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit bewegt sie sich?

Zusätzlich wurden Methoden erforscht, um Emotionen und Gesprächsthemen aus Social Media auszuwerten, um ein Gefühl für die Stimmungslage der Besucher zu bekommen – etwa ob Verunsicherung, Unzufriedenheit oder positive Stimmung überwiegen. Einsatzkräfte erhalten damit eine zusätzliche Dimension im Lagebild.

Testszenario Donauinselfest 2023

Ein zentrales Testszenario für das Projekt war das Wiener Donauinselfest 2023. Dort wurden Bilddaten erhoben, um reale Szenarien in die Forschung einfließen zu lassen.

  • Im Regiebereich wurde auf Anfrage von Joanneum Research und nach Bewilligung durch die Datenschutzbehörde sowie den Veranstalter eine Kamera installiert.

  • Die Aufnahmen wurden ausschließlich für Forschungszwecke im Rahmen des Projekts MUSIG genutzt.

  • Das Donauinselfest diente im Projekt als Grundlage für eine szenarienbasierte Evaluierung – es gab keinen Echtzeiteinsatz des Systems, die Analysen wurden rein fiktiv und nachgelagert gemeinsam mit Einsatzkräften durchgespielt.

MUSIG wurde nicht vom Donauinselfest beauftragt, sondern 2023 über eine Rettungsorganisation an die Veranstalter herangetragen. Die Kooperation bezog sich ausschließlich auf den temporären Kameraeinsatz zur Unterstützung des Forschungsprojekts.

Darüber hinaus sind Videoüberwachungsmaßnahmen auf dem Gelände jährlich Teil der Donauinselfest-Hausordnung und vor Ort entsprechend ausgewiesen.

Laut vorliegenden Informationen ist das Forschungsprojekt MUSIG inzwischen abgeschlossen. Die publizierten Forschungsergebnisse sind frei im Internet zugänglich, wurden dem Donauinselfest allerdings nicht übermittelt. Außer der Zusammenarbeit im Jahr 2023 gab es keine weiteren Berührungspunkte.

Datenschutz im Fokus: Was MUSIG nicht macht

Gerade bei der Analyse von Bewegungs- und Bilddaten steht schnell der Vorwurf im Raum, es handle sich um Überwachung. MUSIG setzt jedoch bewusst auf einen anderen Ansatz. Alle technischen Entwicklungen im Projekt wurden begleitet durch ein Ethical Board, soziologisch-ethische Forschung, sowie laufende Koordination mit Bedarfsträgern im Projekt:

  • Keine Überwachung von Einzelpersonen

  • Keine personenbezogenen Daten

Stattdessen werden die Daten räumlich und zeitlich anonymisiert und aggregiert. Das System liefert also keine Informationen über Individuen, sondern über Muster: Wo wird es dichter? Wo nimmt die Dynamik zu? Wo könnte sich eine kritische Situation entwickeln?

Entscheidungen und Maßnahmen bleiben weiterhin Aufgabe von Einsatzkräften – MUSIG ersetzt keine Leitung, sondern stellt zusätzliche, datenbasierte Entscheidungsgrundlagen bereit.

Relevanz für die Eventbranche

Für Veranstalter von Messen, Konzerten oder Großevents eröffnet ein solcher Ansatz mittelfristig neue Möglichkeiten:

  • Frühzeitiges Erkennen von Engpässen in Zu- und Abgängen

  • Bessere Besucherlenkung durch Wissen über tatsächliche Ströme

  • Unterstützung bei Krisenplanung und Evakuierung

  • Monitoring der Stimmungslage zur präventiven Steuerung von Maßnahmen

Gerade vor dem Hintergrund steigender Sicherheitsanforderungen und komplexer werdender Events könnte die Kombination aus KI, Geodaten und Social Media Analysen zu einem neuen Standard im professionellen Crowd- und Krisenmanagement werden.

Zur Person: Prof. Bernd Resch

Eine zentrale wissenschaftliche Rolle im Projekt spielte Prof. Bernd Resch. Während des Projektzeitraums war er an der Paris Lodron Universität Salzburg tätig.

Seit 1. Oktober 2024 ist er Gründungsprofessor an der Interdisciplinary Transformation University (IT:U) in Linz, der neuen Technischen Universität für Digitale Transformation. Sein Forschungsgebiet ist Geosocial Artificial Intelligence, also die Verbindung von räumlichen Daten, sozialen Medien und KI-Methoden zur Analyse von geografischen und sozialen Prozessen.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Ferien-Messe & Vienna Drive: Das große Messedoppel für Urlaub und Mobilität 2026

Reiselustige, Familien, Genussfreunde und Mobilitätsfans dürfen sich freuen: Die Ferien-Messe Wien und die Vienna Drive kehren 2026 in die VIECON Messe Wien zurück – mit einem noch breiteren Angebot und zahlreichen Highlights aus aller Welt. Vom 15. bis 18. Jänner 2026 verwandelt sich die Messe Wien in ein vibrierendes Zentrum für Reisen, Entdeckungen und moderne Mobilität.

Reiseerlebnisse aus aller Welt

Die Ferien-Messe Wien lädt erneut zu einer inspirierenden Entdeckungsreise ein: internationale Traumdestinationen, Geheimtipps, Kulturreisen, Kreuzfahrtangebote, Abenteuer- und Genussreisen – das Spektrum reicht von mediterranen Küsten bis zu fernen Ländern. Österreichs beliebteste Regionen präsentieren zudem ihre Vielfalt an Urlaubsmöglichkeiten im eigenen Land.

Ein besonderer Programmpunkt: Das Partnerland Sri Lanka, das mit Farbenpracht, Duftwelten und traditionellen Darbietungen die Sehnsucht nach exotischen Fernreisen schürt. Ergänzt wird dies durch kulinarische Liveshows, Vorträge, Mitmachstationen und ein buntes Programm für die ganze Familie.

ReiseArena-Showbühne

Auf der großen Showbühne erhalten Besucher Einblicke in spektakuläre Reiseziele – vom Winterzauber Lapplands über Asiens Kulturschätze bis hin zu den verborgenen Regionen des Balkans. Yachtanbieter präsentieren neue Routen, unter anderem nach Madagaskar.

Köstlichkeiten aus aller Welt

Kulinarik-Fans können sich durch österreichische Klassiker, indische Currys, Fischspezialitäten und den „Taste of Sri Lanka“ kosten. Live-Cooking, Verkostungen, Schüler-Competitions und die „Weinviertel Genussreise“ runden das Genusserlebnis ab.

Reisekino & Silent Cinema

Visuelle und akustische Reiseschau: Mit Kopfhörer erleben Besucher eindrucksvolle Bilder und Geschichten aus den entlegensten Winkeln der Erde – ein immersives Format mitten im Messegeschehen.

Family-Highlights: Spaß für Kids & Teens

Freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre und ein buntes Programm mit Trampolinspringen, Jongliershows, Quiz-Stationen und einem „Meet & Greet“ mit Kinderradio-Maskottchen Radino sorgen für Unterhaltung für junge Entdecker.

Vienna Drive 2026 – Mobilität trifft Emotion

Das erfolgreiche Messe-Duo wird 2026 fortgesetzt: Bereits 90 % der Ausstellungsflächen sind vergeben – ein deutliches Zeichen für die hohe Attraktivität der Kombination aus Reisen und Mobilität.

Clara Wiltschke, geschäftsführende Gesellschafterin der AEE, betont: „Die Verbindung von Vienna Drive und Ferien-Messe Wien ist die perfekte Kombination aus Reiselust und Mobilität. Hier treffen Inspiration und Innovation aufeinander. Urlaubsträume und moderne Fortbewegung ergänzen sich ideal.“

In Halle B dreht sich alles um die Mobilität der Zukunft:

  • Neuheiten aus E-Mobilität, Hybrid und alternativen Antrieben

  • Testmöglichkeiten und Beratung

  • Kaufoptionen direkt vor Ort

  • Präsentationen von Infrastruktur- und Mobilitätskonzepten

  • Österreich-Premieren und Jubiläen

  • Live-Demos wie Folier- und Poliershows

  • Motorsport-Emotion beim Erzbergrodeo-Fahrerlager

  • Fahrsimulatoren und Beratung durch Mobilitätsclubs

Ob Neuling oder Autoenthusiast – die Vienna Drive bringt Innovation und Emotion auf die Messefläche.

Ein Ticket – zwei Welten

Das Messeticket berechtigt wie gewohnt zum Besuch beider Veranstaltungen: der Ferien-Messe Wien und der Vienna Drive. Vier Tage lang erleben Besucher Urlaubsstimmung und Mobilitätsfaszination an einem Ort.

Good to know: Gratis für Fachbesucher

Mit T.A.I. geht es kostenlos aufs Messedoppel. Einfach Visitenkarte an den Schaltern der Besucherinformation im Foyer A oder D gegen eine Fachbesucher-Tageskarte tauschen – und schon beginnt das Messeabenteuer.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Meilenstein für die Meetingbranche: Erste bundesweite Wertschöpfungsstudie gestartet

Mit der Beauftragung der ersten österreichweiten Wertschöpfungsstudie und der aktiven Einbindung des Austrian Convention Bureau (ACB) in die strategische Tourismusentwicklung setzt die Meetingbranche ein deutliches Signal. Erstmals wird die Relevanz von Kongressen, Tagungen und Geschäftsreisen für den Standort Österreich wissenschaftlich umfassend erhoben – und strategisch verankert.

Fundierte Daten als Basis für Entscheidungen

Im Rahmen der Convention Strategie Österreich „Meet in Austria“ wurde nun die erste bundesweite Wertschöpfungsstudie gestartet. Das Projekt wird gemeinsam getragen vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), dem Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Österreich, der Österreich Werbung (ÖW) sowie dem Austrian Convention Bureau.

„Wir freuen uns, als Initiator und Branchenvertretung einen entscheidenden Beitrag zur Sichtbarkeit der Tagungswirtschaft zu leisten – auf Basis valider, wirtschaftlicher Daten“, so Renate Androsch-Holzer, Präsidentin des ACB.

Für die wissenschaftliche Umsetzung zeichnet das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) gemeinsam mit JOANNEUM RESEARCH verantwortlich. Das WIFO entwickelt seit Jahren die Tourismussatellitenkonten und überträgt nun ein vergleichbares Modell auf die Meetingbranche. JOANNEUM RESEARCH ergänzt die ökonomische Analyse durch qualitative Datenerhebung und ermöglicht damit eine inhaltlich fundierte Gesamtsicht.

Die Studie wird in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Convention Bureaus der Bundesländer nach den Standards des Meeting Industry Report Austria (mira) durchgeführt. Seit 2009 erstellen ACB und ÖW diese gemeinsame Statistik, die als Basis für die Messbarkeit der Geschäftsentwicklung von Kongressen, Tagungen und Seminaren dient. Die Datenerhebung für die neue Wertschöpfungsstudie ist für 2026 geplant.

„Wir sind gespannt auf die Erkenntnisse, die im zweiten Quartal 2027 erwartet werden, und überzeugt, dass diese Studie die Basis schaffen wird, um die Relevanz unserer Branche noch stärker sichtbar zu machen“, so ACB-Geschäftsführerin Marie Lechner.

ACB als Stimme der Meetingindustrie bei strategischen Weichenstellungen

Ein weiterer Schritt Richtung Zukunft: Dank der guten Zusammenarbeit mit Österreich Werbung, BMWET und WKO nahm ACB-Präsidentin Renate Androsch-Holzer am ersten Expertengipfel zur neuen nationalen Tourismusstrategie „Vom Plan T zur Vision T“ teil. Damit ist die Tagungsbranche erstmals offiziell Teil eines solchen Strategieprozesses.

„Die österreichische Tagungsbranche darf bei der Entwicklung eines zukunftsfähigen Tourismus nicht fehlen“, betont Androsch-Holzer. „Wir freuen uns auf einen weiteren inspirierenden und sinnstiftenden Austausch mit dem Bundesministerium und relevanten Branchenvertreter:innen.“

Die Teilnahme des ACB an diesem Austausch unterstreicht die wachsende Bedeutung der Business Meetings für Standortpolitik, Wertschöpfung und eine nachhaltige Entwicklung des österreichischen Tourismus.

Weitere Informationen

Die Convention Strategie Österreich „Meet in Austria“ sowie Details zur Rolle des ACB in der politischen Arbeit für die Meetingbranche finden Sie unter: https://www.acb.at/verband/conventionstrategie/

Quelle: Messe & Event Magazin

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Future of Festivals 2025: Berlin wird zum internationalen Zentrum der Festivalwelt

Die fünfte Ausgabe des Future of Festivals hat eindrucksvoll gezeigt, wohin sich die europäische Festival- und Großveranstaltungsbranche entwickelt. Mit über 8.000 Teilnehmenden aus mehr als 30 Ländern erreichte das Branchentreffen eine neue Rekordmarke und unterstrich seine wachsende internationale Strahlkraft.

Der besondere Mix aus Innovation, Wissensaustausch, Networking und einem umfangreichen Konferenzprogramm zog sowohl etablierte Branchengrößen als auch viele neue Akteure aus allen Bereichen der Eventlandschaft an.

Rekorde, Impulse und internationale Bühne

Rund 400 Aussteller aus Europa und der Welt präsentierten auf 12.000 Quadratmetern die neuesten Technologien, Produkte und Dienstleistungen für die Festivalbranche.

Über 100 Panels, Keynotes und Workshops mit 220 Speakern boten auf sechs Bühnen einen umfassenden Einblick in Themen wie Nachhaltigkeit, Sicherheit, Künstliche Intelligenz, Inklusion, technologische Innovationen und wirtschaftliche Aspekte der Festivalwelt.

Mit dabei waren Vertreter renommierter Festivals wie Ultra Music Festival, EXIT Festival, MDLBEAST, Sziget Festival, Wacken Open Air, Roskilde Festival, Tomorrowland, Øyafestivalen, Superbloom, Lollapalooza, Eurosonic und Reeperbahn Festival.

Besonders hervor stach das Panel „Festival Funding – How to Get It Right?“. John Rostron (AIF, UK), Anna van Nunen (ESNS, NL) und Tatjana Kaube (Initiative Musik, DE) diskutierten über EU-Programme wie Kreatives Europa, nationale Förderungen sowie nachhaltige Finanzierungsmodelle. Moderiert wurde die Runde von Pamela Owusu Brenyah (Musicboard Berlin, DE).

Partnerland Niederlande: Innovation aus erster Hand

In Zusammenarbeit mit der Niederländischen Botschaft und Innofest präsentierten 16 Start-ups aus den Niederlanden ihre Innovationen – darunter automatisches Mülltrennen, mobile Wasserstoffgeneratoren, nachgeführte Solarsysteme und einpflanzbare Festivalbänder.

Auch Botschafterin Hester Somsen machte sich vor Ort ein Bild von den nachhaltigen Projekten. Der Austausch zeigte deutlich: Die Future of Festivals ist eine starke Plattform, um Länder, Märkte und Akteure international zu vernetzen.

Future of Festivals Award: Auszeichnung für Nachhaltigkeit

Die Awards für herausragende Innovationen und nachhaltige Festivalprojekte wurden verliehen – mit Live-Voting per App:

  • Dienstleistung/Unternehmen: PlantjeBandje für einpflanzbare Festivalbänder

  • Festivals: Wacken Open Air für nachhaltige Moorbasis-Schutzmatten, die das Festivalgelände stabilisieren und Schlamm verhindern

Festival Campus: Wissenstransfer und neue Formate

Lokale und internationale Festivalteams nutzten den Festival Campus für intensiven Austausch. Ein Highlight war der Roundtable „In Brandenburg hilft man sich“, organisiert gemeinsam mit dem Festival-Verband Impuls Brandenburg – ein neues Konzept, bei dem Teams über einen längeren Zeitraum Ideen erarbeiten.

Im 360° Theater präsentierten Festivals ihre Best Practices und Erkenntnisse aus dem vergangenen Jahr als direkten Wissenstransfer innerhalb der Branche.

CEO Robert Stolt betonte:„Mit den neuen Formaten demonstrieren wir, wie essenziell die Zusammenarbeit aller Akteure ist, um auf die zentralen Fragen der Zukunft Antworten zu finden, etwa zur Nachhaltigkeit und Finanzierung. Als europäische Leitmesse gehen wir mit gutem Beispiel voran und das ist uns dieses Jahr gelungen.“

Quelle: Messe & Event Magazin

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Kunst im Fokus bei den FESTTAGSFREUDEN

Am Samstag, den 29. November 2025, wurde die SCHERZ Werbeagentur in Krems an der Donau zum Schauplatz kreativer Vielfalt. Bei den zweiten FESTTAGSFREUDEN erwartete die Gäste eine inspirierende Mischung aus Kunst, Handwerk und vorweihnachtlicher Atmosphäre – mit zahlreichen Möglichkeiten, besondere Unikate zu entdecken und direkt zu erwerben.

Unter dem Label IAM präsentierte Iris Auer-Möseler handgefertigte Teller, Schalen und Becher aus hochwertigem Steinzeug. Klare Formen, reduzierte Farben und präzise Verarbeitung zeichnen ihre Arbeiten aus. Die Stücke lassen sich vielseitig kombinieren und eignen sich ideal als Geschenk in der Adventzeit.

Für stimmungsvolle Akzente sorgten die floristischen Kreationen von Conny Hiermann. Ihre vorweihnachtlichen Arrangements verleihen jedem Raum ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit und unterstreichen den festlichen Charakter der Veranstaltung.

Dominik Scherz ergänzte das Angebot mit exklusiven Drucken, Weihnachtskarten und Geschenkpapier. Die detailverliebten Designs machten jede Geschenkidee zu etwas Besonderem und trafen den Geschmack all jener, die auf individuelle Gestaltung Wert legen.

Ein besonderes Highlight waren die Werke der Rossatzer Künstlerin Sonja Mayr, präsentiert von Birgit Müller / ArtAssistance. Mayr war persönlich anwesend und gab Einblicke in ihre Arbeitsweise. Ihre farbintensiven, ausdrucksstarken Bilder zogen zahlreiche Gäste in ihren Bann und zeigten eindrucksvoll die kreativen Prozesse hinter ihren Werken.

Bei Glühwein und Prickelndem ließ sich die festliche Stimmung in vollen Zügen genießen. Die FESTTAGSFREUDEN boten einen gelungenen Auftakt in die Adventzeit und zeigten eindrucksvoll, wie harmonisch Kunst, Handwerk und Design zu einem Erlebnis für alle Sinne verschmelzen können.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Zukunftsprogramm für das Nürnberger Messegelände startet

Die NürnbergMesse setzt den nächsten großen Entwicklungsschritt: Aufsichtsrat und Gesellschafter haben ein weitreichendes Zukunftsprogramm verabschiedet, das das Gelände in den kommenden Jahren nachhaltiger, digitaler und deutlich flexibler machen soll. Über eine halbe Milliarde Euro wird das Unternehmen dafür innerhalb der nächsten zehn Jahre investieren.

Im Mittelpunkt stehen zwei Schlüsselprojekte: die umfassende Modernisierung der Frankenhalle sowie der Neubau der Halle 3 inklusive eines neuen Eingang Süd. Damit erweitert die NürnbergMesse nicht nur ihre Kapazitäten, sondern schafft auch neue Möglichkeiten für Messen, Conventions und Events.

Aufsichtsratsvorsitzender Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, betont die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts: „Die NürnbergMesse ist mit ihren Veranstaltungen ein wichtiger Wirtschaftsmotor für ganz Bayern und darüber hinaus. Damit Nürnberg auch weiterhin zu den Top 15 der internationalen Messeplätze gehört, legen wir ein Zukunftsprogramm auf und investieren konsequent in ein modernes und nachhaltiges Messegelände, allein in den nächsten zehn Jahren über eine halbe Milliarde Euro.“

Der Fokus liegt klar auf Nachhaltigkeit – sowohl im Bau als auch im zukünftigen Betrieb. Nürnberg Oberbürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Marcus König verweist auf die bereits bestehenden Vorzeigeprojekte: „Mit ihren Hallen 3A und 3C hat die NürnbergMesse vor einigen Jahren echte Leuchttürme für die Messestadt Nürnberg in puncto Nachhaltigkeit und Architektur geschaffen. Die Planungsmaßnahmen, die wir heute beschlossen haben, setzen diesen Weg zum Wohle unserer Kunden weiter fort.“

Die Sanierung der 1984 errichteten Frankenhalle (Halle 11) erfolgt etappenweise und bei laufendem Betrieb. Nach Abschluss dieser Arbeiten folgt der Ersatz der über 50 Jahre alten Halle 3 durch einen modernen Neubau zwischen den Hallen 3A und 3C. Dieser soll durch hohe Energieeffizienz, funktionale Verbesserungen und flexible Nutzungsmöglichkeiten überzeugen. Der neue Eingang Süd sorgt zudem für eine optimierte Besucherführung und eine bessere logistische Anbindung.

Auch Peter Ottmann, CEO der NürnbergMesse Group, unterstreicht die strategische Bedeutung: „Aufsichtsrat und Gesellschafter der NürnbergMesse haben heute eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft unseres Messegeländes vorgenommen. Davon werden unsere Kunden und Partner im Hinblick auf Aufenthaltsqualität, Flexibilität und Nachhaltigkeit profitieren.“

Mit diesem Zukunftsprogramm setzt die NürnbergMesse ein klares Zeichen: Der Messestandort Nürnberg soll langfristig gestärkt, modernisiert und international weiter wettbewerbsfähig aufgestellt werden.

Quelle: Messe & Event Magazin

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4.552 Besucher bei Berufsinfomesse „Zukunft | Arbeit | Leben“ in St. Pölten

Schule, Lehre oder beides? Vor dieser wichtigen Entscheidung stehen jedes Jahr zahlreiche Jugendliche. Einen umfassenden Überblick über verschiedene Ausbildungswege und Angebote bot erneut die Berufsinfomesse „Zukunft | Arbeit | Leben“ der AK Niederösterreich.

„Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften ist ungebrochen, und der Informationsbedarf bei Jugendlichen und Eltern besonders groß. Unsere Messe bringt ihnen die Vielfalt an Berufen und schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten näher. Besonders wichtig ist uns, dass die persönlichen Stärken und Talente der Jugendlichen zu den richtigen Ausbildungen führen“, sagte AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser.

Rund 3.452 Schüler aus 139 niederösterreichischen Schulklassen besuchten die Messe, die heuer bereits zum 16. Mal im VAZ St. Pölten stattfand. Am Öffentlichkeitstag informierten sich zusätzlich 1.100 Jugendliche und ihre Eltern über Ausbildungsmöglichkeiten.

Lehre als Plan A

Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz, die die Messe bereits zum zweiten Mal besuchte, betont die Chancen der Lehrausbildung: „Die Lehre ist kein Plan B – sie ist ein Zukunftsmodell mit echten Karrierechancen. In unseren Gesprächen mit Schülern, Lehrern und Vertretern der Sozialpartner wurde deutlich, dass die Berufsorientierung bei Jugendlichen oft zu spät beginnt. Bereits im Kindesalter zeigen sich Talente und Interessen. Ziel ist es, jungen Menschen frühzeitig die Möglichkeit zu geben, ihre Berufung zu finden. Gleichzeitig muss das Image der Lehre gestärkt werden – vor allem durch positive Beispiele, die die Chancen der Lehre aufzeigen. Auch die Vielfalt der Lehrberufe muss sichtbarer werden, um Jugendliche für weniger bekannte Ausbildungswege zu begeistern.“

Digitalisierung und VR-Berufserlebnis

Künstliche Intelligenz, 3D-Druck, Virtual Reality und Roboter prägen die Arbeitswelt der Zukunft. Auf der Messe konnten die Jugendlichen Digitalisierung live erleben: VR-Brillen, 3D-Drucker und erstmals die Cybercop-Ausbildung mit Schwerpunkt Cyber-Sicherheit standen zum Ausprobieren bereit. „Die Messe bietet vielfältige Möglichkeiten, um sich mit den digitalen Trends der Arbeitswelt 4.0 vertraut zu machen“, so AK-Präsident Wieser. Am Stand von AK Young konnten Besucher sieben Berufe – darunter Tischlerei, Elektrotechnik, Kfz-Mechanik und Metalltechnik – virtuell testen.

70 Aussteller und Bewerbungstrainings

70 Aussteller – darunter Schulen, Unternehmen, AMS NÖ, Wirtschaftskammer, Polizei und Gewerkschaften – präsentierten ihre Ausbildungsangebote. Besonderes Highlight am Öffentlichkeitstag waren die kostenlosen Bewerbungstrainings. Experten gaben Tipps für Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräche und das passende Outfit, sodass Jugendliche ihrem Wunschberuf einen wichtigen Schritt näherkommen konnten.

Berufsorientierung in Niederösterreich

Die Berufsinfomesse „Zukunft | Arbeit | Leben“ zählt zu den größten Veranstaltungen ihrer Art in Niederösterreich und findet jährlich in Bad Vöslau und St. Pölten statt. Rund zwei Drittel der Pflichtschulabgänger eines Jahrgangs nutzen die Messe, um sich umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Europäischer Radiologie-Kongress holt zweimal Gold beim BEA World Festival

Der European Congress of Radiology 2025 (ECR 2025), der alljährlich in Wien stattfindet, wurde beim BEA World Festival – Best Event Awards gleich doppelt mit Gold ausgezeichnet. Der Kongress überzeugte die internationale Jury in den Kategorien „Best Congress/Conference“ sowie „Best Convention in the World“.

Die Best Event Awards (BEA Awards) gelten weltweit als eine der wichtigsten Referenzen für herausragende Projekte im Event- und Live-Kommunikationsbereich. Prämiert werden Events, die sich durch hohe kreative Qualität, exzellente Umsetzung und spürbare Wirkung auszeichnen.

„Planet Radiology“ als roter Faden

Der ECR 2025, der vom 26. Februar bis 2. März im Austria Center Vienna stattfand, stand unter dem zentralen Thema „Planet Radiology“. Dieses Leitmotiv zog sich konsequent durch das wissenschaftliche Programm, die Industrieausstellung und das gesamte Besuchererlebnis. Im Fokus standen Wissenschaft, Innovation und Nachhaltigkeit in der bildgebenden Diagnostik.

Über 20.000 Teilnehmende erlebten ein fünftägiges, immersives Kongresskonzept, das klassische Vorträge mit interaktiven Installationen und Virtual-Reality-Elementen verband. Eine digital geschaffene Welt, entwickelt mithilfe der Unreal Engine und umgesetzt mit LED-Panels, 3D-Animationen und Motion-Capture-Technologie, führte durch unterschiedliche thematische Landschaften. So wurde die Botschaft von „Planet Radiology“ im gesamten Veranstaltungsbereich eindrucksvoll erlebbar und die Interaktion im Saal deutlich gesteigert.

Starke Inszenierung, starke Signalwirkung

Mit diesem Auftritt unterstreicht der ECR 2025 seine Rolle als einer der innovativsten und inspirierendsten Kongresse weit über die Grenzen der medizinischen Bildgebung hinaus. Die zweimalige Goldauszeichnung beim BEA World Festival würdigt das konsequente Engagement der European Society of Radiology (ESR), ein Format mit internationaler Strahlkraft zu entwickeln und weiterzuentwickeln.

Die ESR bedankt sich bei allen Beteiligten und Partnern, die zur erfolgreichen Umsetzung des ECR 2025 beigetragen haben – und setzt mit diesem Erfolg ein starkes Zeichen für die Zukunft von Kongressen als immersive, ganzheitlich erzählte Live-Erlebnisse.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Veranstaltungsbranche warnt vor ausufernden Sicherheitsauflagen

Weihnachtsmärkte, Stadtfeste und Kulturveranstaltungen geraten zunehmend unter Druck: Kommunen verlangen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, deren Kosten häufig an die Veranstalter weitergereicht werden – selbst ohne konkrete Gefährdungslage. BDKV und Forum Veranstaltungswirtschaft warnen vor den Folgen dieser Praxis für das öffentliche Leben und fordern eine klare staatliche Verantwortung in der Terrorabwehr sowie nachvollziehbare, risikoorientierte Auflagen.

Während in vielen Städten die Weihnachtsmärkte öffnen, bleiben andere Plätze dunkel: In Kommunen wie Overath oder Tüßling werden Märkte abgesagt, weil Veranstalter die gestiegenen Sicherheitskosten nicht mehr tragen können. Der BDKV – Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft – und das Forum Veranstaltungswirtschaft warnen vor Sicherheitsanforderungen, die vielerorts ohne konkrete Gefährdungsanalyse angeordnet und mit erheblichen Kosten an Veranstalter weitergereicht werden. Die Verbände fordern klare Zuständigkeiten, verhältnismäßige Maßnahmen und ein klares Bekenntnis des Staates zu seiner Verantwortung in der Terrorabwehr.

Staatliche Aufgabe statt Kostenabwälzung

Immer häufiger verlangen Genehmigungsbehörden Poller, Zufahrtssperren oder eine rund um die Uhr gesicherte Logistik – selbst dann, wenn keine konkrete Gefährdungslage vorliegt. Betroffen sind Stadtfeste, Sportevents, Kulturveranstaltungen und aktuell besonders Weihnachtsmärkte. Die Verantwortung für diese Sicherheitsmaßnahmen wird von Behörden zunehmend an die Veranstalter delegiert – mit massiven Kostenfolgen und aus Sicht der Verbände oft ohne belastbare rechtliche Grundlage.

BDKV-Geschäftsführer Johannes Everke betont: „Terrorabwehr ist staatliche Aufgabe. Gerichte haben deshalb klar entschieden, dass die Maßnahmen gegen derartige Angriffe nicht pauschal den Veranstaltenden auferlegt werden dürfen. Die Öffentliche Hand soll sich zu ihrer Rolle bekennen: Jede angeordnete Maßnahme muss juristisch verhältnismäßig sein – also geeignet, erforderlich und angemessen. Eine allgemeine Terrorgefahr ist dagegen nicht veranstaltungsspezifisch – und deshalb ist die derzeitige Praxis rechtlich wie politisch nicht haltbar.“

Absagen gefährden das gesellschaftliche Leben

Die Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft zeigen sich bereits: Erste Weihnachtsmärkte werden abgesagt, weil Sicherheitsauflagen finanziell nicht umsetzbar sind. Frühere Beispiele reichen vom Karnevalsumzug in Marburg bis zum Dresdner Dixieland Festival.

Everke warnt vor den Auswirkungen solcher Entscheidungen: „Wenn öffentliche Veranstaltungen, wie Weihnachts- oder Wintermärkte, Vereins- oder Stadtfeste aus Kosten- oder Sicherheitsgründen abgesagt werden müssen, verlieren die Städte und Gemeinden wichtige Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Solche Ausfälle schwächen das lokale Zusammenleben, benachteiligen den regionalen Handel und nehmen Menschen niederschwellige kulturelle Angebote. Langfristig entstehen so Lücken, in denen soziale Isolation und gesellschaftliche Spannungen leichter wachsen können.“

Gemeinsame Lösungen statt pauschaler Maßnahmen

BDKV und Forum Veranstaltungswirtschaft plädieren dafür, Sicherheit differenziert und risikobasiert zu denken – und nicht aus allgemeiner Verunsicherung heraus. Die Leitlinien der Verbände:

  • Sicherheitsanforderungen müssen risikoorientiert erfolgen, nicht aufgrund einer abstrakten allgemeinen Gefährdungslage.

  • Die Zuständigkeit bei Gefahren außerhalb des Verantwortungsbereichs von Veranstaltern muss eindeutig bei den Gefahrenabwehrbehörden liegen.

  • Das Sicherheitsgewerbegesetz (SiGG) benötigt klar definierte Begriffe, eine verlässliche Abgrenzung zu Serviceleistungen sowie eine veranstaltungsspezifische Qualifizierung, um Rechtssicherheit zu schaffen.

  • Es bedarf einer bundesweit einheitlichen Form der Risikobewertung, damit Sicherheitsanforderungen nachvollziehbar, vergleichbar und verlässlich sind – unabhängig vom Ort einer Veranstaltung.

Inhaltlich decken sich diese Positionen mit den Empfehlungen des Bundesverband Veranstaltungssicherheit e.V. (BVVS), der ebenfalls vor pauschalen Zufahrtsschutzforderungen warnt und risikoorientierte, angemessene Maßnahmen einfordert.

Die Branche steht bereit – jetzt ist die Politik gefordert

Die Veranstaltungswirtschaft verweist auf ihre langjährige Zusammenarbeit mit Politik und Sicherheitsbehörden. Everke resümiert:„Wir arbeiten seit Jahren konstruktiv mit Politik und Sicherheitsbehörden zusammen. Die Sicherheitskonzepte der Veranstaltenden sind erprobt und werden im ständigen Austausch mit den Behörden erfolgreich umgesetzt. Dieses Teamwork brauchen wir jetzt auch für Lösungen, die Sicherheit gewährleisten, ohne die öffentliche Kultur zu gefährden. Bund, Länder und Gemeinden sind in der Verantwortung – und wir leisten unseren Beitrag.“

Mit der anstehenden Überarbeitung des Sicherheitsgewerbegesetzes bleibt das Thema eines der zentralen politischen Handlungsfelder für die Veranstaltungswirtschaft. BDKV und Forum Veranstaltungswirtschaft wollen den Prozess weiterhin mit Expertise und konkreten Vorschlägen begleiten.

Am Ende steht für die Verbände ein klares Ziel: Sicherheit gewährleisten, ohne lebendige öffentliche Kultur und gesellschaftliche Teilhabe zu opfern.

Quelle: Messe & Event Magazin

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