Kleine Highlights von der EuroShop 2023

Ein Perspektivenwechsel ist in vielen Bereichen angesagt, um mehr Nachhaltigkeit und Kundennähe zu erreichen.

Die EuroShop war 2020 eine der letzten großen Messen, die stattfinden konnte, bevor die Corona-Krise die Welt erschütterte. In diesem Jahr konnte die weltweit größte Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels erneut stattfinden und zog mehr als 81.000 Fachbesucher an. „Die EuroShop stelle einmal mehr ihre Sonderstellung als Impulsgeber für die Handelsbranche unter Beweis“, so Michael Gerling, Geschäfts­führer des EHI Retail Institute. „Nach drei schweren Jahren stehen im Handel für die Zukunftsthemen Digitalisierung, Connected Retail, Energy Management und Nachhaltigkeit wichtige Investitionen an.“

Im Bereich Expo und Event Marketing präsentierten sich 135 Aussteller auf rund 7.000 Quadratmeter. Einer der Schwerpunkte war auch hier das Thema „Nachhaltigkeit“ von Anbeginn des Planungsprozesses, die u. a. mit skalierbaren, modularen Standbausystemen erreicht werden kann. Und wohin geht die Entwicklung? Analoge Inszenierungen werden immer mehr durch digitale Technik ergänzt werden, um Besucher stärker einzubeziehen und zu Hauptakteuren und Entdeckern werden zu lassen. Und das geht am besten mit einem spannenden Storytelling. Aber auch die Messearchitektur hat eine Sprache und nimmt die Besucher über Raumerfahrungen, Markenerlebnisse, interaktive und inhaltliche Eindrücke mit auf ihrer Erkundungsreise durch den Stand. Zunehmend gibt es eine Erweiterung des Messeerlebnisses in den digitalen Raum hinein durch digitale Interaktionen, virtuelle Realität oder Social-Media-Aktionen.

Perspektivenwechsel

Die Absage von Messen während der Corona-Zeit hat viele Unternehmen zum Umdenken gebracht: zum Perspektivenwechsel. Wie belebt man ein Geschäft, wenn draußen die Welt still zu stehen scheint? Woher nimmt man das Potenzial zur Neukundengewinnung? Virtuelle Messen wurden bedeutungsvoller, Geschäftsreisen weniger und auch die Formate des Kennenlernens haben sich durch Telefon und Videokonferenzen verändert. 

„Perspektivenwechsel“ ist auch ein Thema einiger Aussteller auf der EuroShop gewesen. Beim Perspektivenwechsel geht es darum, mal einen anderen Standort einzunehmen, um zu einem anderen Standpunkt zu gelangen. Das portugiesische Designunternehmen Mindtrooper drückt diese Idee des kreativen Denkens durch vertikale Lamellen aus, durch die man den Stand unterschiedlich wahrnehmen kann. Der Perspektivenwechsel ist eine Fähigkeit, neben der eigenen kulturell und individuell geprägten Wahrnehmung auch andere Ansichten kennenzulernen, sowohl im Hinblick auf eine bestimmte ­Situation als auch die ganze persönliche Weltanschauung betreffend. Gerade Architekten müssen in der Lage sein, sich in den Kunden, der oftmals auch einen anderen kulturellen Hintergrund hat, hineinversetzen zu können, ohne zu stark die persönliche Erfahrung einzubringen. Die Fähigkeit, ein Idee, eine Marke, ein Problem auch anders sehen zu können, hilft den Architekten und Messegestaltern, neue Lösungen zu finden. Das Leipziger Messebauunternehmen Fairnet warb auf seinem Messestand mit seiner Fähigkeit, neue Perspektiven zum Leben zu erwecken, indem es ein Bild aus der Schöpfungsgeschichte aufgriff, ein Bild von Michelangelo neu interpretierte und ins All übersetzte. Der Anspruch ist, alltägliche, bekannte Blickwinkel zu verlassen, um eine Botschaft oder Marke einzigartig erlebbar zu machen.

Perspektive Raum 

Das „Fairnet-Universum“ lud die Besucher zu einem Perspektivenwechsel ein, hinter dem der Gedanke steht, dass für die Entwicklung einer Idee ein Funke überspringen, ein Standpunkt geändert werden muss, die Perspektive. Dies wurde auf dem Stand über die Symbolik der „Erschaffung Adams“ von Michelangelo und zugleich mit dem Thema Weltraum assoziiert. Eine fünf Meter hohe bedruckte Fotowand ging über eine Rundung in den Boden über, der den Fairnet-Würfel aufnahm: Ein Raum im Raum mit schräg stehenden, hinterleuchteten Wänden schien vor diesem Hintergrund wie ein Spaceshuttle zu schweben. Das Innere konnte digital erkundet werden, über einen 98 Zoll großen Monitor. Verspiegelte Decken und Wände erhöhten die Raumschiffatmosphäre. Ein Perspektivenwechsel analog und digital.

Aussteller: Fairnet, Leipziger Messe Design/Messebau: FairnetStandgröße: 55 Quadratmeter

The Story of Three Men

Das Unternehmen für Messe- und Ladenbau feierte sein 30-jähriges Firmen-Jubiläum. Auf dem weißen, offenen Stand wurde eine Geschichte von drei Freunden erzählt, die gemeinsam den Jubiläumsmessestand entworfen hatten: dem Künstler Ernst F. Drewes, dem Designer Chris Wendel und Axel von Hagen. Gemälde des Künstlers Drewes mit ovalen Kringeln wurden in eine LED-Projektion umgewandelt und andere Bilder von ihm aus der Serie „Nudel“ als abgehängte 3D-Objekte in einen begehbaren Raum inte­griert. Sie hingen wie eine fröhliche Farbwolke über dem Stand. Eine Wand­skulptur, von den Pinselstrichen des Künstlers inspiriert, wurde in 3D gedruckt und als Empfangstresen eingesetzt und somit zum künstlerischen Blickfang.

Aussteller: von Hagen Design, BlombergDesign/Messebau: von Hagen DesignStandgröße: 70 QuadratmeterEuroShop Award Winner Gold

Perspektive

Die segmentierte Wand aus Holzlamellen ist ein Teil der Werbung, des Markenzeichens dieses portugiesischen Design-Unternehmens, das damit verdeutlichen will, dass der Blick durch die Lamellen immer wieder eine neue Perspektive ermöglichen kann; man sah Holz oder Farbe in einer perfekten Harmonie, die zum Eintreten einlud. Ein Kreativraum. Es geht ihnen bei einem Projekt immer um die Suche nach einem neuen oder nachhaltigen Blickwinkel, um ein Traumprojekt zum Leben zu ­erwecken oder um etwas Einzigartiges zu schaffen. 

Aussteller: Mind Trooper, Abóboda – S. Domingos de Rana/PortugalDesign/Messebau: Jorge Reis Alves & Alexandre -Perreira/Mind TrooperStandgröße: 24 Quadratmeter

Textile Rundungen

Die Installation war inspiriert durch eine Textil-Weberei, um die kreativen Möglichkeiten der Farbe und Textur von Aluminiumketten entdecken zu können. Sie griff das Leitmotiv der Ketten mit Rundungen und der Bewegung auf und präsentierte den Raum als ein großes gewundenes Muster. Die Bedeutung dieser Geometrie wurde auch auf die Decke übertragen, an der eine Vielzahl an Formen, Farben und Mustern hängend präsentiert wurde und eine harmonische Farbstimmung ergab. Zu den Neuheiten gehörte „Feel Free“, ein selbsttragendes System, das die Installation von Ketten in jedem Bereich ermöglicht, ohne dass eine Stütze oder Befestigung an der Decke oder am Boden erforderlich ist. Die abgerundete Standform unterstützte eine Art Wegführung, die zum Arbeitsbereich führte, einem zentralen Block mit einer Videowand, die die Vielfalt des Angebots von Kriskadecor zeigte.

Aussteller: Kriskadecor, Montblanc, Spanien Design: Estudi(H)ac, Valencia/SpanienMessebau: AS Messe- und Eventservice Standgröße: 38 QuadratmeterEuroShop Award Winner Bronze

Fotos: Fairnet/Gunnar Mitzner

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Europäischer Mikrobiologie-Großkongress kommt 2025 nach Wien

Vom 12. bis 15. April 2025 findet der 35. European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ECCMID) im Messe Wien Exhibition & Congress Center statt. Er ist mit jährlich bis zu 16.000 Teilnehmern Europas größter Kongress auf seinem Gebiet. Bereits vor der Pandemie galt Wien als Hub für medizinische Kongresse, nun melden sie sich stark zurück.

„Ich danke der ESCMID für ihr langjähriges Vertrauen in den Meetingstandort Wien und heiße sie herzlich in jener Stadt willkommen, die gerade im Bereich der Humanmedizin ihre Stärken wieder voll ausspielt: 2022 machten medizinische Kongresse mit 45 % den Löwenanteil jener Nächtigungen aus, die in Wien durch Kongresse generiert wurden – was einen neuen Rekordwert darstellt. Auch heuer setzt die Tagungsmetropole Wien ihren erfolgreichen Weg fort, wir erwarten insgesamt 18 Großveranstaltungen mit über 3.000 Teilnehmern, von denen die Hälfte dem Themenbereich der Humanmedizin zuzuordnen ist“, sagt Norbert Kettner, Direktor des WienTourismus.

Wien konnte ECCMID, den Großkongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten schon 1995, 2010 und 2017 gewinnen, nun wurde die Stadt für 2025 als Tagungsort bestätigt. Die Veranstaltungsorte des humanmedizinischen Kongresses werden von der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) mit Sitz in der Schweiz bestimmt – eine gute Anbindung und Erreichbarkeit ist für die Mikrobiologen, die aus ganz Europa anreisen, dabei ebenso wichtiges Entscheidungskriterium wie ausgezeichnete Tagungsinfrastruktur und ein hochwertiges Destinationserlebnis.

Seit seiner Einführung 1983 gewinnt der ECCMID kontinuierlich an Größe und Ansehen und zieht mittlerweile Teilnehmer aus bis zu 150 Ländern an. Großbritannien, die USA, Deutschland sowie Frankreich und Italien zählten zuletzt zu den am stärksten vertretenen Nationen. Der Kongress wird von Ausstellungen, Keynotes, Workshops, Expertenmeetings und einem Networking Corner begleitet. Heuer fand der ECCMID Ende April in Kopenhagen statt, 2024 folgt Barcelona, bevor 2025 dann Wien an der Reihe ist.

„Wien konnte erneut als Standort für den jährlichen Kongress der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases überzeugen. Der größte europäische Kongress auf dem Gebiet der klinischen Mikrobiologie und Infektion untermauert die Rolle des Standorts Wien als internationaler Hub für Wissenschaft, Forschung und Medizin. Wir blicken bereits jetzt mit großer Vorfreude auf das Wiedersehen mit der ESCMID im Jahr 2025″, sagt Christian Woronka, Leiter Vienna Convention Bureau.

Foto: WienTourismus/Christian Stemper

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Expo 2025: NÜSSLI bekommt Zuschlag für den Österreich-Pavillon

Bei der Weltausstellung in Osaka 2025 möchte Österreich seine Potenziale in Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Innovation präsentieren. NÜSSLI ist als Generalunternehmer für den Bau des österreichischen Pavillons verantwortlich, der mit einer spektakulären Spiralskulptur und musikalischen Inszenierungen beeindruckt.

„Wir freuen uns, bereits zum sechsten Mal den Pavillon für Österreich umzusetzen. Das Projekt hat damit fast schon Tradition und lässt uns seit 2005 regelmässig als verbindendes Element für Innovation agieren“, erklärt Andy Böckli, CEO von NÜSSLI. „Der Pavillon glänzt durch eine Vielzahl einzigartiger Aspekte, wie die sich spektakulär in die Luft erhebende Spiralskulptur. Solche Vorhaben sind höchst komplex und erfordern das gesamte Spektrum unseres Engineering-Wissens und teilweise auch kreative Ansätze“, ergänzt Stefan Sekiguchi, COO Special Projects bei NÜSSLI.

Die bauliche Umsetzung des österreichischen Pavillons wird Generalunternehmer NÜSSLI in Zusammenarbeit mit BWM Designers & Architects und facts and fiction realisieren. Unter dem Motto „Composing the Futurewird Österreich das Land sowie dessen Potenziale und Fähigkeiten in den Bereichen Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Innovation, Forschung, Bildung und Kultur präsentieren. Die Weltausstellung findet vom 13. April bis 13. Oktober 2025 im japanischen Osaka statt.

Die Finanzierung des österreichischen Beitrags erfolgt durch Mittel des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Umsetzung übernimmt das Expo-Büro der Wirtschaftskammer Österreich.

Composing the Future

Der österreichische Pavillon wird die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von 270 Quadratmeter mit Musik als Trägermedium von der Vergangenheit in die Zukunft führen. Dabei wird ein zeitgenössisches und modernes Österreich präsentiert und die Vielfalt und Leistungsfähigkeit seiner Wirtschaft und Gesellschaft vorgestellt.

Im Mittelpunkt steht eine Spiralskulptur, die majestätisch in die Luft ragt und weithin sichtbar ist. Bei genauer Betrachtung enthüllt sich ein überdimensionales Notenband, das aus miteinander verschraubten Holzlamellen besteht, wie Johann Moser, Architekt des Österreich-Pavillons, erklärt.

Im Inneren des Pavillons befindet sich die Ausstellungshalle, die in drei Räume unterteilt ist und sich mit den Themenbereichen Beziehung, Mensch und Idee auseinandersetzt. Die Gäste werden durch eine beeindruckende musikalische Inszenierung auf eine Reise von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft geführt. In einer abschliessenden Show werden die Besucher gemeinsam die Welt von morgen komponieren.

Das Ziel des Österreich-Pavillons ist es, den Besuchern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Die Sinne werden durch faszinierende Ausstellungsstücke, innovative Präsentationen und inspirierende Interaktionen angesprochen.

Foto: NÜSSLI

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Gurgl Carat: Alpiner Raum für Inspiration

Das Gurgl Carat im Ötztal bietet Platz für bis zu 500 Teilnehmern bei Konferenzen, Tagungen, Seminaren oder Meetings. Die futuristische Gebäude-Architektur ist an die Form eines geschliffenen Diamanten angelehnt und eine Hommage an die Destination Gurgl, den „Diamant der Alpen“. 

Der Tätigkeitsbereich des Gurgl Carat umfasst drei Bereiche: Wissenschaft – Obergurgl hat eine lange Wissenschaftstradition und mit der Universität Innsbruck als Mitbetreiber des Gurgl Carat wird der Standort Obergurgl langfristig ausgebaut und um hochkarätige Formate und Kongresse ergänzt werden. Wirtschaft – das Gurgl Carat bietet eine inspirierende Umgebung für internationale Firmen während ihrer Tagungen und Events auf dem Weg in die Zukunft. Kultur – mit einem innovativen Konzept wird Einheimischen und Gästen ein abwechslungsreiches Kulturangebot von ausgezeichneter Qualität geboten werden. 

Das Event-Team des Gurgl Carat ist jederzeit vor Ort und bietet das gesamte Leistungsspektrum wie Raummieten, Catering, Hotels und Rahmenprogramme aus einer Hand.

Das Gurgl Carat liegt im Zentrum des Ötztaler Orts Obergurgl und bietet abseits der Veranstaltungen zahlreiche Möglichkeiten für spannende Rahmenprogramme in der Natur. 

In Hinblick auf internationale Top-Events wurde eine moderne Saaltechnik verbaut. Das Highlight bilden die 100 m² große Front-Leinwand mit drei leistungsstarken Full-HD-Beamern und ein hochqualitatives Soundsystem von L-Acoustics. Auf zwanzig Metern Breite und fünf Metern Höhe werden Produktpräsentationen und Videoshows in Kinoatmosphäre erlebbar. 

Durch ein flexibles Raumkonzept ist das gleichzeitige Tagen in bis zu vier Räumen möglich. Der größte Raum bietet mit 450 m² Platz für 500 Personen. Im separaten Break-out-Raum können kleinere Meetings stattfinden. Für das Organisationsteam steht im Foyer ein eigenes Backoffice bereit. Das Eingangsfoyer kann um einen überdachten und abgetrennten Außenbereich erweitert werden und ermöglicht dadurch auch große Messen, Shows und Ausstellungen. 

Foto: Gurgl Carat – Werner Elmer Photography

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Geschäftsführerwechsel in der MESSE DRESDEN

Ulrich Finger, seit 1. Februar 2008 an der Spitze der MESSE DRESDEN GmbH stehend, wird in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Nach gut 15 Jahren gibt er die Leitung der MESSE DRESDEN GmbH an Markus Kluge ab. 

„Ich wünsche mir, dass die MESSE DRESDEN die ‚Bühne‘ für Wirtschaft, Forschung, Kultur und Unterhaltung in Dresden und der Region wird – als erste Adresse in der Landeshauptstadt in einem hochattraktiven und einmaligen Gebäudeensemble“, sagt Markus Kluge.

Markus Kluge war bislang Abteilungsleiter der städtischen Bau- und Stadtentwicklungsgesellschaft STESAD und Geschäftsführer der NTD Objektgesellschaft für das Kongresszentrum Dresden. Der 49-Jährige bringt somit stabile Netzwerke und reichlich Erfahrung in der Immobilienwirtschaft und im Veranstaltungsgeschäft mit.

Zu den wichtigsten Zielen, die er gemeinsam mit dem Messeteam angehen möchte, gehört die Rückkehr der MESSE DRESDEN zu den Erfolgen vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Das umfasst beispielsweise die Entwicklung der fünf Eigenmessen bis hin zur Prüfung bislang pausierender Formate wie der room+style sowie die Identifizierung neuer Messe- und Kongressformate mit Bezug auf regional ansässige Zukunftsbranchen. 

Der Veranstaltungskalender für die zweite Hälfte des Jahres 2023 ist bereits gut gefüllt; als erste Eigenmesse unter der neuen Leitung von Markus Kluge wird vom 29. September bis 1. Oktober die Kunstmesse NEUE ArT 2023 an den Start gehen.

Die fortführende Vernetzung mit externen Partnern und eine nachhaltige, bestenfalls klimaneutrale Ausrichtung in der Bewirtschaftung des umfangreichen Gebäudebestandes auf dem Gelände im Dresdner Ostragehege stehen ebenso auf der Agenda wie weitere Investitionen in die technische Ausstattung. Letzteres vor allem mit Blick auf hochleistungsfähige Möglichkeiten zur Datenübertragung. Insgesamt soll zudem den gestiegenen Ansprüchen von Veranstaltern und Besuchern an Kommunikation, Hygiene- und Sicherheitsaspekten Rechnung getragen werden. 

Foto: Christoph Reichelt

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Messen in Österreich im Wandel der Zeit

Dipl.-BW (FH) Direktor Christian Mayerhofer, Vorsitzender MESSEN AUSTRIA und Geschäftsführer Congress Messe Innsbruck, im Gespräch mit Messe & Event über die Zukunft der Österreichischen Messebranche.

Messe & Event: Wie sehen Sie die Entwicklung des Messemarktes in Österreich, wie ist Ihre Prognose für den Messebetrieb 2023?

Christian Mayerhofer: Die internationale und österreichische Messewirtschaft hat in der Vergangenheit vor Corona eine Hochphase erlebt, ist jedoch aufgrund von pandemiebedingten Verordnungen und Erlässen so gut wie völlig zum Erliegen gekommen. Eine Erholung konnte erst wieder im Jahr 2022 eintreten. Die seit 2022 wieder erfolgreich stattgefundenen Messeformate haben der Branche den klaren Auftrag gegeben, Messen in Präsenz durchzuführen. Die Stimmung ist positiv, die Barometer zeigen nach oben. Die Fach- und Publikumsmessen der Congress Messe Innsbruck (CMI) können schrittweise an das Niveau 2016 und 2019 anschließen, die Weltleitmesse für alpine Technologien INTERALPIN 2023 konnte mit über 20 Prozent Besuchersteigerung sogar die bisherigen Bestwerte übertreffen. Aber auch die großen Messen in den anderen Bundesländern dürfen positive Entwicklungen feststellen. 

Viele Aussteller und Besucher sind nach wie vor verunsichert. Sind sichere Planungen für Messen überhaupt schon wieder möglich? Wie reagieren Sie darauf?

Die Herausforderung für die Veranstaltungsbranche war und ist es zum Teil noch, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Wichtig war, den Ausstellern wieder die Sicherheit zu geben, dass persönliche Zusammenkünfte bei Großveranstaltungen bedenkenlos möglich sind und dass man Dinge vor Ort ausprobieren kann. Dies erfolgt durch eine kon­tinuierliche Schärfung der Konzepte, die Entwicklung passender Rahmenprogramme sowie die Anwendung des bewährten Erfolgsrezepts der Messe. Über die Jahrzehnte hinweg wurden Messen weiterentwickelt und die Produktbedingungen den gegenwärtigen Anforderungen angepasst. 

Wie können/sollen/müssen die österreichischen Messeveranstalter mit dem Thema Sicherheit umgehen?

Die Sicherheit aller an einer Veranstaltung beteiligen Personen, genauso wie die der eigenen Mitarbeiter, stand und steht bei der Congress Messe Innsbruck an oberster Stelle. Bestens unterstützt werden wir von den Behörden, unter anderem in den monatlich stattfindenden Behördengesprächen, bei denen alle Veranstaltungen im Congress Innsbruck, auf der Messe Innsbruck und im congresspark igls detailliert besprochen werden. In der Congress Messe Innsbruck gibt es zudem ein mit Experten ausgearbeitetes Sicherheitskonzept. So verfügen unsere Standorte, entsprechend dem hohen österreichischen Niveau, über moderne Brandschutz- und Sprinklersysteme sowie über dementsprechende Fluchtweg- und Evakuierungsanlagen. Unsere Standorte sind zudem vollflächig videoüberwacht und mit flexibel einsetzbaren Zutrittssystemen ausgestattet. 

Stichwort Klimaschutz: Wie begegnen österreichische Messeveranstalter dem Thema Green Economy?

Die Congress Messe Innsbruck engagiert sich, wie die gesamte Branche, seit vielen Jahren in den Bereichen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Das Commitment der CMI zieht sich dabei wie eine ­Linie durch die drei Standorte Congress Innsbruck, Messe Innsbruck und congresspark igls. Als Ergebnis unserer Bemühungen wurde die Congress Messe Innsbruck 2016 als erstes Unternehmen Österreichs mit drei Standorten mit dem Österreichischen Umweltzeichen vom Bundesumweltministerium als „Green ­Location“ ausgezeichnet. Wir bieten jedem Veranstalter individuelle Beratung und Unterstützung an, um die geplante Veranstaltung als „Green Meeting/Event“ durchzuführen. Darüber hinaus setzen wir mit unseren Partnern Südwind Tirol und Klimabündnis Tirol, dem Land Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol seit 2018 die Nachhaltigkeitsmesse ÖKO FAIR erfolgreich um, welche sich mit Angeboten und Anregungen im Sinne einer nachhaltigen Wertschöpfungskette als Leitveranstaltung etabliert hat. Überdies hat die Congress Messe Innsbruck die Einschränkungen durch die COVID-19-Verordnungen unter anderem dafür genutzt, um sich für den internationalen Standard „Green Globe“ zu zertifizieren, den die CMI 2022 erfreulicherweise erreichen konnte. 

Vielen Dank für das Gespräch!

Foto: cmi

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Kurze Sommerpause für Deutschlands Messeplätze nach starkem ersten Halbjahr

Erste Prognosen des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA deuten auf ein Gesamtjahr 2023 mit bis zu 180.000 ausstellenden Unternehmen und bis zu 13 Millionen Besuchern auf deutschen Messen hin. Damit nähern sich die Kennzahlen dem Niveau vor der Corona-Pandemie. 

„Derweil verstetigen sich Sommertermine für Messen nicht, die 2022 wegen des großen Nachholbedarfs noch zu sehen waren. Fast alle Messetermine kehren 2024 wohl auf ihre lang angestammten Daten außerhalb der großen Ferien- und Urlaubszeiten zurück“, sagt Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Dachverbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA.

200 Branchenschauen fanden in den ersten sechs Monaten in Deutschland statt. Über 115.000 ausstellende Unternehmen zogen bislang das Interesse von 6,8 Millionen Besucherinnen und Besuchern an. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 stieg die Zahl der Aussteller damit um ein Viertel an, die der Besucher um ein Drittel. 

Nach einer kurzen Sommerpause markieren den Beginn des zweiten Messehalbjahres Ende August die internationale Spielemesse Gamescom in Köln, die Reise- und Freizeitmesse Caravan Salon in Düsseldorf und die Weltleitmesse für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte IFA Anfang September in Berlin. Weitere 125 Messen sind bis Jahresende geplant. 

Weitere Trends und Perspektiven auf das Messegeschäft beleuchtet der AUMA in seiner Jahrespublikation „AUMA-Trends 2023/2024“. Die Digitalbroschüre gibt einen Rundumblick in die Themen der deutschen Messewirtschaft nach der Corona-Pandemie. Interviews zeigen die Sicht der ausstellenden Wirtschaft, die Erwartungen von Besucherinnen und Besuchern, thematisieren neue Kompetenzen der Macherinnen und Dienstleister von Messen. Mit Zahlen und Fakten belegt der AUMA die Bedeutung der Branche.  

Foto: Jörn Holtmeier, AUMA-Geschäftsführer © AUMA / Steffen Kugler

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Heiko Stutzinger: Neuer Messe-Chef in Hamburg

Der Aufsichtsrat bestellt den Betriebswirt und Messefachmann Heiko M. Stutzinger nach einem Ausschreibungsverfahren zum Geschäftsführer der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC).

„Mit der Besetzung der Geschäftsführerposition stellen wir die Hamburg Messe und Congress gut auf, um die Positionierung im nationalen und internationalen Wettbewerb voranzutreiben. Das Unternehmen verfügt über einen attraktiven Standort, exzellente Anbindung und umfangreiche Erfahrung bei globalen Leitmessen ebenso wie innovativen Veranstaltungsformaten. Neben der Akquisition und der Entwicklung von Veranstaltungen wird es auch um die Einbindung des Messe- und Kongressgeschäfts in das Gesamtmarketing der Stadt gehen. Mit Herrn Stutzinger holen wir einen Fachmann mit viel Erfahrung in der Branche für diese Aufgaben und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagt Staatsrat Andreas Rieckhof, Vorsitzender des HMC-Aufsichtsrats.

Heiko M. Stutzinger ist derzeit bei dem Utrechter Messeveranstalter Royal Jaarbeurs als Chief Operating Officer (COO) tätig. Der 49-Jährige wird seine Stelle in Hamburg voraussichtlich zum Jahresanfang 2024 antreten und das Unternehmen künftig gemeinsam mit Geschäftsführer Uwe Fischer leiten, der bereits im Unternehmen tätig ist.

„Ich freue mich sehr, Anfang 2024 an Bord der Hamburg Messe und Congress zu kommen, um gemeinsam mit dem Team die Segel zu setzen und Kurs auf die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens zu nehmen. Hamburg ist eine faszinierende und dynamische Stadt mit Charakter und bietet ein attraktives Umfeld für nachhaltige Geschäftsentwicklung. Formate zu Zukunftsthemen wie z.B. Windenergie, Wasserstoff und Online Marketing/Digitalisierung finden bereits erfolgreich am Standort statt – ein guter Ansatzpunkt, das Portfolio der HMC sukzessive weiter auszubauen“, sagt Stutzinger.

„Dass mit Heiko Stutzinger ein so erfahrener Kollege gefunden werden konnte, der die erfolgreiche Arbeit der HMC fortsetzen wird, freut mich persönlich sehr“, sagt Bernd Aufderheide, langjähriger Vorsitzender der HMC-Geschäftsführung, der das Unternehmen Ende 2023 nach genau 20 Jahren verlassen und sich in den Ruhestand verabschieden wird.

Foto: privat

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Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche ist längst ein must-have

 Weiterbildung hilft, den Prozess hin zu mehr sozialer Verantwortung und Umweltschutz zu beschleunigen.  Am Studieninstitut für Kommunikation beginnt der Online-Lehrgang „Nachhaltigkeitsmanagement für Events“ am 14. Juli 2023. 

„Der Stellenwert beim Thema Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche ist hoch. Längst ist aus dem nice-to-have ein must-have geworden. Ökologische, ökonomische und ethische Ansätze sind gleichermaßen wichtig“, sagt Henrik Bollmann, Geschäftsführer beim Studieninstitut für Kommunikation. Da Events oft mit hohem Energieverbrauch, Abfallaufkommen und CO2-Emissionen verbunden sind, haben sie ein enormes Potential für nachhaltige Optimierung.

Damit die Branche den Weg hin zu nachhaltigeren Prozessen gehen kann, ist es wichtig, Zeit in Weiterbildung zu investieren. Beim Studieninstitut startet der berufsbegleitende Online-Lehrgang „Nachhaltigkeitsmanagement für Events“ am 14. Juli 2023, die insgesamt zehn Online-Seminareinheiten finden verteilt über einen Zeitraum von sechs Monaten statt.

Die Dozenten des Lehrgangs sind unter anderem Britta Linde, Inhaberin einer Nachhaltigkeitsberatung für Unternehmen, und Stefan Lohmann, Experte für Live Entertainment Konzepte und Nachhaltigkeit als auch Mit-Initiator der „16-Steps Initiative“, die sich für die Klimaneutralität der Veranstaltungswirtschaft bis 2025 einsetzt. Die Expert*innen vermitteln den Teilnehmer*innen, worauf man bei der Planung einer nachhaltigen Veranstaltung achten sollte und welche bewährten Herangehensweisen es bereits gibt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter www.studieninstitut.de/nachhaltigkeitsmanagement 

Foto: Image by yanalya on Freepik

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Quelle: Messe & Event Magazin

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