IW-Umfrage: Messebranche verhalten optimistisch

IW-Umfrage: Messebranche verhalten optimistisch

Die deutsche Messewirtschaft startet mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr 2026. Laut IW-Verbändeumfrage schätzen knapp zwei Drittel der Messeveranstalter die Stimmungslage als stabil oder besser als im Vorjahr – deutlich mehr Optimismus als in anderen Industriebranchen. Treiber sind erfolgreiche Projekte, neue Formate und Investitionen in Digitalisierung.

Quelle: AUMA News

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Nachhaltigkeitsregulatorik: Ausblick 2026

Nachhaltigkeitsregulatorik: Ausblick 2026

Der regulatorische Höhepunkt des vergangenen Jahres fiel auf Dezember. Kurz vor Weihnachten einigten sich die europäischen Ko-Gesetzgeber im sogenannten Omnibus-I-Paket auf den Adressatenkreis der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). Zudem verschob Brüssel die Entwaldungsverordnung (EUDR) kurz vor Anwendungsbeginn erneut um ein Jahr. Einen Meilenstein bei der Umsetzung der europäischen Richtlinien in Deutschland markierte die Novellierung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), das künftig Umweltaussagen und -siegel strenger regeln wird.

Auch 2026 bleibt die nachhaltigkeitsbezogene Regulatorik inhaltsreich. Das sind wichtige Themen, die die Messeakteure im Bereich Nachhaltigkeit im neuen Jahr beschäftigen werden.
 

EU-Ebene

  • Entwaldungsfreie Lieferketten: EUDR
    Nach einem kurzfristigen Beschluss in Brüssel wurde der Anwendungsbeginn für Unternehmen erneut um ein Jahr – auf Ende 2026 – verschoben und der Betroffenenkreis präzisiert. Nun soll die EU-Kommission bis Ende April einen Bericht zur Zweckmäßigkeit weiterer Vereinfachungen vorlegen. Mit Blick auf Bereiche Standbau und Catering ist die EUDR auch für Messeakteure relevant.
     
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung: ESRS und VSME
    Die von der EFRAG überarbeiteten europäischen Standards für berichtspflichtige Unternehmen (ESRS) werden derzeit von der EU-Kommission geprüft und müssen anschließend von weiteren Institutionen bestätigt werden. Die rechtliche Verankerung der Entwürfe wird für den Sommer erwartet. Anschließend soll der Standard für freiwillige Berichterstattung (VSME) erneut geprüft und per delegiertem Rechtsakt verankert werden.
     
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung: EU-Taxonomie 
    Anfang 2026 ist ein neuer delegierter Rechtsakt erschienen, der erste gezielte Vereinfachungen der EU-Taxonomie einführt, darunter die finanzielle Wesentlichkeitsschwelle für die KPI-Offenlegung. Im Parallelprozess zum Omnibus wurde eine umfassende Revision angekündigt – neben einer KMU-Tauglichkeit geht es um eine Vereinfachung der technischen Bewertungskriterien (für die Taxonomiekonformität) sowie um eine Erweiterung des Katalogs der Wirtschaftstätigkeiten (Taxonomiefähigkeit).
     
  • Auftragsvergabe: Public Procurement Act
    Für Mitte 2026 ist die Überarbeitung der EU-Vorschriften für die Vergabe öffentlicher Aufträge geplant. Diese legen unter anderem fest, inwieweit soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt werden sollen. Das Europäische Parlament empfahl vor wenigen Monaten bereits, bei der Auftragsvergabe auf Lebenszykluskosten, soziale Standards und die Einhaltung von Tarifverträgen zu achten.
     

Nationale Umsetzung und Gesetzgebung

  • Nachhaltigkeitsberichterstattung: Umsetzung der CSRD
    Die abschließende Lesung des Regierungsentwurfs über die Umsetzung der CSRD wird kommende Wochen erwartet. Die Verschiebung der Berichtspflichten aus der sogenannten Stop-the-Clock-Richtlinie sind dabei in dem Entwurf bereits enthalten. Die jüngsten Änderungen auf EU-Ebene bezüglich Inhalt sowie der neuen Schwellenwerte für das Reporting gemäß der CSRD und CSDDD müssen – voraussichtlich in einem sich anschließenden Gesetzgebungsverfahren – ebenfalls in deutsches Recht überführt werden.
     
  • Nachhaltiges Bauen: Umsetzung der EPBD
    Die europäische Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) muss bis 29. Mai in nationales Recht umgesetzt werden, voraussichtlich primär über die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Richtlinie enthält strengere Vorgaben zur Energieeffizienz, den schrittweisen Übergang zu Nullemissionsgebäuden für Neu- und Bestandsbauten sowie die Offenlegung von Lebenszyklusemissionen.
     
  • Kreislaufwirtschaftsstrategie und Gewerbeabfallverordnung
    Das Aktionsprogramm zur Umsetzung der vor einem Jahr beschlossenen nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie – u.a. mit den Fokusthemen digitaler Produktpass, nachhaltiges Bauen und zirkuläre öffentliche Beschaffung – steht kurz vor der Verabschiedung durch die Bundesregierung. Der Beschluss der Novelle der Gewerbeabfallverordnung, die eine strengere Abfalltrennung, Kontrollen und höhere Recyclingquoten vorsieht und im Juli 2026 in Kraft treten soll, steht noch aus.

 

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Quelle: AUMA News

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FKM: Vorstand für die nächsten drei Jahre bestätigt

FKM: Vorstand für die nächsten drei Jahre bestätigt

Auf der Gesellschafterversammlung der FKM – Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen – am 10. Dezember 2025 wurde der amtierende Vorstand einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutsche Messe AG, Hannover, bleibt Vorsitzender, Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH; wurde erneut 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und Michael Köhler, Geschäftsführer der RX Deutschland GmbH, Düsseldorf, wurde als 2. stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Das Trio steht für Verlässlichkeit, Innovationskraft und die konsequente Weiterentwicklung der zertifizierten Messedaten in Deutschland.

 

Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender der FKM: „Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, braucht es Vertrauen in die Messe und die Kommunikation relevanter Kennzahlen – hierfür bleibt die FKM unverzichtbar.“

Britta Wirtz, 1. stellvertretende Vorsitzende der FKM: „FKM-Daten bilden eine solide Grundlage für jeden Aussteller, um sich für seine Messeteilnahme zu entscheiden. Daher wird im sich verschärfenden Wettbewerb um Marketingbudgets eine neutral ermittelte Datengrundlage wichtiger denn je.“

Michael Köhler, 2. stellvertretender Vorsitzender der FKM: „Verlässliche Kennzahlen bilden die Basis für konzeptionelle und strategische Planungen sowie Investitionsentscheidungen, denn diese werden konsequent an messbaren Daten ausgerichtet – bei uns und vor allem bei unseren Kunden. Da müssen wir liefern.“

Die FKM ist die einzige Organisation in Deutschland für die unabhängige Zertifizierung und Veröffentlichung von Messedaten. Jedes Jahr lassen die Gesellschafter über 150 Messen und Ausstellungen durch die Prüforganisation FKM mit Sitz in Berlin zertifizieren.

Mehr Informationen: https://www.fkm.de   

 

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Quelle: AUMA News

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Ferien-Messe Wien und Vienna Drive 2026: Urlaubsträume und Mobilität unter einem Dach

Von 15. bis 18. Jänner 2026 wird die Messe Wien erneut zum Treffpunkt für Reiselustige und Mobilitätsbegeisterte. In den Hallen C & D finden mit der Ferien-Messe Wien und der Vienna Drive 2026 gleich zwei Publikumsmessen parallel statt – ein Ticket eröffnet den Zugang zu beiden Veranstaltungen.

Die Ferien-Messe Wien lockt mit mehr als 430 Ausstellern aus fünf Kontinenten. Nationale und internationale Reiseveranstalter präsentieren vier Tage lang ihre Top-Destinationen im In- und Ausland. Das Spektrum reicht von naturnahen Radtouren in Österreich über klassische Badeurlaube bis hin zu exklusiven Schiffsreisen rund um den Globus. Auch das Burgenland ist mit einem eigenen Stand vertreten. Ergänzt wird das Angebot durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit inspirierenden Vorträgen, Bühnenshows, Filmpräsentationen sowie kulinarischen Highlights aus der Showküche unter dem Motto „Cook around the World“.

Parallel dazu widmet sich die Vienna Drive 2026 auf über 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche den Themen Motor und Mobilität. Rund 200 Aussteller zeigen aktuelle Zwei- und Vierrad-Neuheiten, innovative Technologien sowie zukunftsweisende Alternativen zum klassischen Verbrenner. Besucher erhalten zudem umfassende Beratung zu Finanzierung, Zubehör und Mobilitätsclubs. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, Fahrzeuge direkt vor Ort probezufahren und zu erwerben.

Auch für Familien ist bestens gesorgt: Die jüngsten Messegäste erwarten Spiel und Spaß im Messekindergarten, auf dem Flip-Lab-Trampolin sowie bei der Autogrammstunde mit Radino-Dino.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Auslandsmesseförderung 2026: Immer weniger German Pavilions weltweit

Mit der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas ist die deutsche Wirtschaft in das Auslandsmessejahr 2026 gestartet. Doch der Auftakt steht unter gemischten Vorzeichen: Trotz leicht höherem Budget sinkt die Zahl der staatlich geförderten deutschen Gemeinschaftsstände weiter.

Das Auslandsmesseprogramm (AMP) des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt im Jahr 2026 insgesamt 236 Gemeinschaftsbeteiligungen auf Messen in mehr als 50 Ländern. Dafür sind im Bundeshaushalt rund 44 Millionen Euro vorgesehen – knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch ist die Zahl der German Pavilions im Vergleich zu 2025 um rund zehn Prozent gesunken. Hintergrund sind stark gestiegene Kosten für Auslandsmessebeteiligungen, die sich in den vergangenen Jahren teils um bis zu 40 Prozent erhöht haben.

Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA, der das Programm für die ausstellende deutsche Wirtschaft koordiniert, warnt vor einem schleichenden Abbau dieses zentralen Exportförderinstruments.

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Das Auslandsmesseprogramm ist das starke Instrument für den deutschen Mittelstand, um in diesen fragilen Zeiten neue Absatz- und Beschaffungsmärkte zu erschließen. Der Deutsche Bundestag muss deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellen, um deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken. Wir fordern eine Erhöhung des Budgets um fünf Millionen auf mindestens 49 Millionen Euro, um die hohe Qualität und starke Quantität halten zu können. 20 deutsche Gemeinschaftsstände weniger auf den Messen weltweit bedeuten hundertfach weniger Exportchancen für den deutschen Mittelstand.“

Schwerpunkte der Förderung 2026

Die wichtigste Förderregion bleibt auch 2026 Süd-Ost-Zentralasien mit rund 95 Beteiligungen. Es folgen Nordamerika mit 34 Beteiligungen sowie der Nahe und Mittlere Osten mit 33 German Pavilions. Zu den fünf wichtigsten Zielländern zählen die USA (32 Beteiligungen), China (27), die Vereinigten Arabischen Emirate (23), Indien (20) sowie Saudi-Arabien und Singapur (je zehn).

Bei den geförderten Messeauftritten übernimmt der Bund rund 50 Prozent der direkten Messekosten. Alle weiteren Aufwendungen tragen die ausstellenden Unternehmen selbst. Studien belegen den hohen volkswirtschaftlichen Nutzen: Jeder investierte Steuer-Euro im AMP ermöglicht eine Wertschöpfung von rund 216 Euro und trägt damit zur Sicherung von Produktion, Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen in Deutschland bei.

Bewährtes Instrument für den Mittelstand

Jährlich nutzen bis zu 5.000 deutsche Unternehmen die Auslandsmesseförderung. Seit dem Start des Programms im Jahr 1949 haben mehr als 215.000 kleine und mittelständische Unternehmen des deutschen Mittelstands mithilfe des AMP an Auslandsmessen teilgenommen.

Wichtige Termine im ersten Halbjahr 2026

Im ersten Halbjahr umfasst das AMP rund 120 Messebeteiligungen. Ausgewählte Stationen:

  • Jänner, USA: Vier German Pavilions in Las Vegas, San Francisco, Anaheim und Miami Beach. Den Auftakt machte die International CES – Consumer Electronics Show.

  • Februar, Vietnam: Premiere eines German Pavilions auf der Vietnam International Trade Fair for Apparel, Textiles and Textile Technologies (VIATT) in Ho-Chi-Minh-Stadt (26.–28. Februar).

  • März, Italien: Starke Präsenz der deutschen Kosmetikindustrie auf der Cosmoprof in Bologna (26.–28. März) mit mehr als 50 Ausstellern.

  • April, China: Rund 90 Aussteller präsentieren sich auf der Chinaplas in Shanghai (21.–24. April), einer der größten Beteiligungen im AMP.

  • Mai, Saudi-Arabien: Drei von zehn geplanten German Pavilions finden im Mai in Riad statt.

  • Juni, weltweit: Einer der stärksten Monate des Jahres mit 23 geplanten German Pavilions, davon sieben erstmals.

Die Auswahl der geförderten Messen erfolgt jährlich durch den AUMA-Arbeitskreis Auslandsmessebeteiligungen, der dem Bundeswirtschaftsministerium entsprechende Vorschläge unterbreitet.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Starker Kongressauftakt 2026: Wien als internationales Zentrum für Life Sciences

Wien startet mit eindrucksvollen Akquise-Erfolgen ins Kongressjahr 2026. Das Vienna Convention Bureau im WienTourismus hat mehrere hochkarätige internationale Veranstaltungen für die Bundeshauptstadt gewonnen und unterstreicht damit einmal mehr Wiens Rolle als führender Meeting- und Wissenschaftsstandort.

Den Auftakt macht im April eine der weltweit wichtigsten Branchenveranstaltungen: Die internationale Life-Sciences-Konferenz „LogiPharma“ findet von 14. bis 16. April 2026 im Austria Center Vienna statt. Rund 2.000 Teilnehmer, darunter Vertreter der 20 weltweit führenden Pharmaunternehmen, diskutieren dort aktuelle Herausforderungen und Innovationen entlang der gesamten Supply Chain und Logistik in Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und Tiergesundheit.

Bereits im Mai folgt der nächste Höhepunkt: Von 19. bis 21. Mai lädt die Society for Laboratory Automation and Screening zur „SLAS Europe 2026 Conference and Exhibition“ ins VIECON – Vienna Congress & Convention Center. Unter dem Motto „Shaping the Future of Life Sciences and Automation“ werden rund 1.600 internationale Gäste erwartet. Der Kongress bietet exklusive Einblicke in technologische Entwicklungen am Vienna BioCenter sowie Fachvorträge zu Laborautomatisierung, Biotechnologie, Screening-Methoden und Diagnostik – mit klarem Fokus auf Innovation und Zukunftstrends.

Auch im Herbst bleibt Wien internationaler Treffpunkt der Spitzenmedizin: Die 23. Generalversammlung der International Society of Limb Salvage (ISOLS 2026) findet von 23. bis 26. September statt. Rund 1.000 Experten aus Medizin, Wissenschaft und Technik diskutieren neueste Erkenntnisse zu muskuloskelettalen Tumoren und zur Extremitätenerhaltung. Damit festigt Wien seine Position als bedeutender Standort der orthopädischen Onkologie.

Barbara Novak, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales, betont die wirtschaftliche Bedeutung der Branche: „Als pulsierendes Zentrum für Life Sciences, Wissenschaft und Innovation zieht Wien seit Jahren internationale Konferenzen und Kongresse an, die die Stadt regelmäßig an die Spitze globaler Rankings katapultieren – zuletzt Platz 1 beim ICCA-Ranking und Platz 2 beim Ranking der UIA. Diese lebendige Atmosphäre macht Wien zu einem begehrten Ort für Forscher:innen, Mediziner:innen und Innovator:innen aus aller Welt. Die Meeting-Branche ist wiederum ein wichtiger Motor für den Wiener Tourismus und den Wirtschaftsstandort Wien insgesamt. Ich bin stolz darauf, dass allein diese Branche eine Wertschöpfung von 1,3 Milliarden Euro sowie 23.500 Ganzjahresarbeitsplätze im Jahr 2024 geschaffen hat.“

Auch Norbert Kettner, Geschäftsführer des WienTourismus, sieht die Stadt hervorragend positioniert: „Kultur und Kongresse zählen zu den Stärkefeldern unserer Stadt. Besonders im medizinischen Bereich ist Wien führend – nahezu jeder zweite Kongress in Wien ist dem Medizin-Bereich zuzurechnen. Diese herausragende Position verdanken wir der engen Zusammenarbeit des Vienna Convention Bureau mit Institutionen vor Ort wie der MedUni Wien und der Universität Wien, die regelmäßig hochkarätige wissenschaftliche Kongresse in unsere Stadt holen. Als internationale Drehscheibe bleibt Wien damit ein zentraler Ort für wissenschaftlichen Austausch und medizinische Spitzenforschung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, arbeiten wir aktuell an über 290 laufenden Bewerbungen für Kongresse und Firmenveranstaltungen – mit einem Planungshorizont bis 2038.“

Mit LogiPharma, SLAS Europe und ISOLS bringt Wien allein 2026 mehr als 4.500 internationale Fachgäste in die Stadt – ein starker Auftakt, der die Bedeutung Wiens als globales Zentrum für Life Sciences, Medizin und Innovation eindrucksvoll bestätigt.

Termine im Überblick

  • LogiPharma Europe, 14.–16. April 2026

  • SLAS Europe 2026 Conference and Exhibition, 19.–21. Mai 2026

  • ISOLS 2026, 23.–26. September 2026

Quelle: Messe & Event Magazin

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Auslandsmesseförderung 2026: Immer weniger German Pavilions weltweit

Auslandsmesseförderung 2026: Immer weniger German Pavilions weltweit

  • Zahl der deutschen Gemeinschaftsstände auf Messen sinkt

  • Leichte Etat-Erhöhung gleicht jahrelange Kostensteigerungen nicht aus

  • 230 German Pavilions in diesem Jahr vorgesehen

 

Berlin, 12. Januar 2026 | Im neuen Jahr unterstützt das Auslandsmesseprogramm (AMP) des Bundeswirtschaftsministeriums deutsche Unternehmen mit 236 Gemeinschaftsbeteiligungen auf Messen in über 50 Ländern. Für die Unterstützung von deutschen Unternehmen auf ihren ersten Auslandsmessen sind 44 Millionen Euro im Bundeshaushalt eingestellt. Das ist zwar ein knappes Prozent mehr als im Vorjahr, die Zahl der deutschen Gemeinschaftsstände, der German Pavilions, ist jedoch um zehn Prozent gesunken. Die Kosten von Auslandsmessebeteiligungen sind seit Jahren gestiegen, zuletzt um bis zu 40 Prozent. Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA koordiniert das Programm für die ausstellende deutsche Wirtschaft und warnt vor einem weiteren schleichenden Abbau dieses zentralen Exportförderinstrumentes.

  • Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Das Auslandsmesseprogramm ist das starke Instrument für den deutschen Mittelstand, um in diesen fragilen Zeiten neue Absatz- und Beschaffungsmärkte zu erschließen. Der Deutsche Bundestag muss deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellen, um deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken. Wir fordern eine Erhöhung des Budgets um fünf Millionen auf mindestens 49 Millionen Euro, um die hohe Qualität und starke Quantität halten zu können. 20 deutsche Gemeinschaftsstände weniger auf den Messen weltweit bedeuten hundertfach weniger Exportchancen für den deutschen Mittelstand.“

Die wichtigste Weltregion der staatlichen Förderung 2026 bleibt Süd-Ost-Zentralasien mit rund 95 Beteiligungen. In Nordamerika sind 34 Beteiligungen vorgesehen, gefolgt vom Nahen und Mittleren Osten mit 33 German Pavilions. Die fünf wichtigsten Länder der Förderung sind die USA (32 Beteiligungen), China (27), die Vereinigten Arabischen Emirate (23), Indien (20) sowie Saudi-Arabien und Singapur (je 10).

Bei den im AMP geförderten Messen trägt der Bund rund 50 Prozent der direkten Messekosten, alle weiteren Kosten das ausstellende Unternehmen. Studien belegen, dass die Beteiligung an Auslandsmessen den Export der deutschen Wirtschaft enorm ankurbelt, was wiederum Sicherung für Produktion, Arbeitsplätze und Steuern hierzulande bedeutet. In Zahlen: 1 Steuer-Euro Investition ermöglicht rund 216 Euro Wertschöpfung.

Jährlich nehmen bis zu 5.000 deutsche Unternehmen die Förderung des Bundes in Anspruch. Seit Start des Programms 1949 sind derart mehr als 215.000 kleine und mittelständische Unternehmen des deutschen Mittelstands auf Auslandsmessen gewesen.

Das AMP umfasst im ersten Halbjahr rund 120 Messebeteiligungen. Ausgewählte Termine:

  • Januar, USA: Das Jahr startet mit vier German Pavilions in den USA: 115 Aussteller präsentieren ihre Produkte in Las Vegas, San Francisco, Anaheim und Miami Beach unter der Dachmarke “made in Germany”. Den Auftakt machte bereits die International CES – Consumer Electronics Show.
     
  • Februar, Vietnam: Erstmals richtet die Messe Frankfurt auf Antrag des Gesamtverbandes textil+mode einen German Pavilion auf der Vietnam International Trade Fair for Apparel, Textiles and Textile Technologies (VIATT) in Ho-Chi-Minh-Stadt aus. Die VIATT ist die führende Fachmesse der Region für die gesamte textile Wertschöpfungskette. Termin ist der 26. bis 28. Februar.
     
  • März, Italien: Mit dem German Pavilion auf der Cosmoprof in Bologna steht die stärkste Beteiligung der deutschen Kosmetikindustrie an. Vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) eingebracht, präsentieren sich vom 26. bis 28. März mehr als 50 Aussteller.
     
  • April, China: Rund 90 Aussteller präsentieren sich auf dem German Pavilion auf der Chinaplas, eine der größten Beteiligungen im AMP. Die Fachmesse für Kunststoff- und Gummi-Industrie gilt als wichtigstes Branchenereignis in Asien. Sie findet vom 21. bis 24. April in Shanghai statt.
     
  • Mai, Saudi-Arabien: Das Land zählt zu den Top-Fünf-Auslandsmärkten der deutschen Aussteller im AMP. Drei der zehn geplanten German Pavilions finden im Mai in Riad statt.
     
  • Juni, weltweit: Einer der stärksten Monate im Auslandsmesseprogramm 2026. Gleich 23 German Pavilions sind weltweit geplant, davon sieben erstmals.
     

Der AUMA-Arbeitskreis Auslandsmessebeteiligungen schlägt dem Bundeswirtschaftsministerium jährlich Messen für das AMP vor. Der Arbeitskreis besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der exportorientierten deutschen Spitzen- und Fachverbände, der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), des Auswärtigen Amtes und der Bundesländer. 

 

Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Dachverband der deutschen Messewirtschaft. International wie national vertritt er die Interessen aller großen und mittleren Messegesellschaften Deutschlands, internationaler Veranstalter in Deutschland sowie der Verbände, welche Aussteller, Service-Unternehmen, kleine Messeveranstalter, Besucherinnen und Besucher vertreten..

Quelle: AUMA News

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Messe Dornbirn stellt Zukunftskonzept vor

Die Messe Dornbirn hat ihr Konzept für die kommenden Jahre präsentiert. Ziel der Neuausrichtung ist es, Eigenveranstaltungen klarer zu positionieren, Fachmessen und Kongresse gezielt auszubauen und das Angebot durch smarte Services zu ergänzen. Damit will die Messe ihre Rolle als zentraler Veranstaltungsstandort im Vier-Länder-Eck stärken und neue Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft setzen.

Kern des Zukunftskonzepts ist eine neue Unternehmensstruktur mit vier Geschäftseinheiten: Eigenveranstaltungen, Gastveranstaltungen, eine Service-Unit sowie die Sport-Dauervermietung. Nach der Zustimmung des Messeaufsichtsrats in der Dezembersitzung soll die Umsetzung schrittweise starten. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung der Eigenveranstaltungen, darunter die Frühjahrs- und Freizeitmesse Schau! sowie die Herbstmesse.

Parallel dazu erweitert die Messe Dornbirn ihr Portfolio um neue Publikums- und insbesondere Fachmesseformate. Bereits im März feiert mit der AustroMobil ein eigenständiges Mobilitätsformat Premiere. Im Zentrum stehen Neuwagen, Modellpremieren und Highlights des Modelljahres 2026. Bestehende Special-Interest-Messen wie com:bau und Gustav sollen ebenfalls weiterentwickelt werden.

„Die Messe Dornbirn richtet sich mit strategischer Ausrichtung, neuen Formaten und digitalen Services klar auf die Zukunft aus. Wir schaffen Plattformen, die Unternehmen, Fachkräfte und KonsumentInnen effizient verbinden. Das Messequartier bietet mit seiner Lage in der Bodenseeregion und modernen Rahmenbedingungen ideale Voraussetzungen für kommende Veranstaltungsformate“, sagt Geschäftsführer Nilly Nail.

Im Fachmessebereich wird die Tech.Con als Plattform für Automatisierung, Robotik und Digitalisierung neu positioniert. Gemeinsam mit der neuen movatec für Logistik und Intralogistik soll ein starkes Messe-Duo entstehen, das den Industriestandort Vorarlberg weiter festigt. Gleichzeitig will die Messe Dornbirn dem Kongressgeschäft künftig mehr Gewicht verleihen.

Ein weiterer Baustein des Konzepts ist die neue Service-Unit, die Technik, Standbau und Mobiliar bündelt und als zentrale Dienstleistungsplattform fungieren soll. Ergänzend plant die Messegesellschaft den Ausbau digitaler Lösungen. Auch die Weiterentwicklung des Messequartiers selbst steht im Fokus: Mit einem Konzept zur Bestandssanierung soll die Infrastruktur schrittweise erneuert und der Standort langfristig wettbewerbsfähig aufgestellt werden.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Schlüsselindustrie Messewirtschaft: Branche sichert 280.000 Jobs und erwirtschaftet 30 Milliarden Euro

Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Dies belegen neue Zahlen von Prognos, erstellt im Auftrag des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA. Demnach werden durch die Branche mindestens 280.000 Arbeitsplätze gesichert und rund 5,4 Milliarden Euro an Steuern für Bund, Länder und Gemeinden generiert. Die vollständige Studie wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Grundlage der Untersuchung sind Befragungen von mehr als 33.700 Besuchern sowie über 17.700 ausstellenden Unternehmen. Erhoben wurden die Daten zwischen September 2024 und Oktober 2025 auf 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen. Erste Ergebnisse einzelner Standorte liegen bereits vor: Die Messe Frankfurt, deren Daten Teil der Gesamtstudie sind, sichert allein deutschlandweit mehr als 30.000 Arbeitsplätze und trägt mit 667 Millionen Euro zu den Steuereinnahmen bei.

Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA, betont die strategische Rolle der Branche: „Die deutsche Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie für die internationale Vernetzung und eine Exportförderung ersten Ranges. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Kaum zu überschätzen ist ihre Bedeutung für den deutschen Mittelstand, für den Messen die idealen Absprungplätze sind, um internationales Geschäft aufzubauen. Unschätzbar sind Messen als Wirtschaftsbooster ganzer Regionen, für Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk. Die Wirtschaftsministerinnen und -minister in Bund und Ländern müssen den Messeplatz Deutschland stärken: Eine moderne und digitale Visa-Vergabe für unsere ausländischen Messegäste, eine Top-Verkehrsinfrastruktur und weniger Berichtspflichten, um das Kerngeschäft mit voller Kraft zu treiben sowie Messe-Förderprogramme, die einer führenden Exportnation gerecht werden, sind die Basis für die weltweite Spitzenposition.“

Für 2026 sind auf den rund 70 Messeplätzen in Deutschland insgesamt 320 Messen geplant. Besonders dicht ist der Kalender in Stuttgart mit 25 Veranstaltungen, gefolgt von Köln und Nürnberg mit jeweils 24 Messen.

Auch der Rückblick auf 2025 fällt positiv aus. Erste AUMA-Hochrechnungen zeigen bei allen wesentlichen Kennzahlen Zuwächse: Auf den 304 Messen des Jahres wurden 190.490 Aussteller gezählt, ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorveranstaltungen. Die belegte Standfläche wuchs ebenfalls um 0,7 Prozent auf mehr als 6,9 Millionen Quadratmeter. Besonders deutlich legte die Besucherzahl zu: Mit über 12,8 Millionen Besuchern wurde ein Anstieg von drei Prozent verzeichnet.

Quelle: Messe & Event Magazin

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