NürnbergMesse blickt zuversichtlich auf das Rekordjahr 2026

Mit rund 150 Veranstaltungen weltweit startet die NürnbergMesse Group erfolgreich in das Messejahr 2026. Den Auftakt markierte die EUROGUSS, internationale Fachmesse für die Druckgussbranche, am Standort Nürnberg.

Peter Ottmann, CEO der NürnbergMesse Group, zieht Bilanz: „Wir freuen uns über den bislang höchsten Umsatz im ungeraden Messejahr 2025, zu dem unsere internationalen Kunden gut die Hälfte beigetragen haben. Gleichzeitig investieren wir konsequent in unsere analogen und digitalen Produkte sowie das Messe- und Kongressgelände, damit wir auch in Zukunft einer der am besten gebuchten Messeplätze Europas bleiben. Wir blicken sehr zuversichtlich auf das Messejahr 2026 und erwarten mit rund 390 Mio. Euro einen neuen Rekordumsatz in der Geschichte der NürnbergMesse.“

Starkes Wachstum trotz herausfordernder Rahmenbedingungen

Die NürnbergMesse Group erzielte im turnusgemäß schwächeren Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 350 Mio. Euro (2023: 265,1 Mio. Euro) – den höchsten Umsatz in einem ungeraden Messejahr, trotz geopolitischer Spannungen, Protektionismus und einer schwächelnden deutschen Wirtschaft.

Insgesamt fanden 150 Veranstaltungen statt (2023: 177), mit über 31.000 Ausstellern (2023: 28.153) und rund 1,4 Mio. Besuchern (2023: 1,3 Mio.) auf einer Fläche von 1,1 Mio. Quadratmetern (2023: 0,9 Mio.). Damit zeigt die NürnbergMesse ihre Stärke als internationaler Messe- und Kongressstandort.

Erfolgreiche Produktmarken

„Messen und Kongresse in Nürnberg und weltweit sind als Plattformen für Begegnungen und Wachstum weiterhin erfolgreich – oft entgegen vieler Branchenentwicklungen“, sagt Petra Wolf, Senior Vice President Product Management. Besonders positiv entwickelten sich die Fachmessen mit Fokus auf innere, äußere und IT-Sicherheit: EnforceTac, it-sa und Perimeter Protection.

Auch die KOMMUNALE (Kommunalbedarf), SPS (Automatisierungstechnik) und die Interlift (Aufzüge) konnten starkes Wachstum verzeichnen. International verzeichneten insbesondere die Tochtergesellschaften in Brasilien und Griechenland Rekordergebnisse.

Internationale Expansion und Akquisitionen

Die griechische Tochtergesellschaft FORUM erwarb die Messe- und Verlagsgesellschaft O.MIND (Logistik), während NürnbergMesse India das Magazin WOODNEWS übernahm. NürnbergMesse China feiert 20 Jahre und startet ein Joint Venture mit Hangzhou Fima Expo, Veranstalter der RACC-Messe für Kälte- und Klimatechnik. Für 2026 ist die Premiere der RACC ASEAN in Thailand geplant.

Investitionen in Gelände und Mitarbeitende

„Wir investieren über 500 Mio. Euro in die kommenden zehn Jahre in unser Messegelände“, so Dirk Blum, Senior Vice President Finance, Facility & HR. Im Fokus stehen die Modernisierung der Halle 11 („Frankenhalle“), ein Neubau für Halle 3 sowie die Fertigstellung der Photovoltaikanlage und des Mitarbeitercenters „NXT74“. Insgesamt beschäftigt die NürnbergMesse Group 1.250 Mitarbeitende (davon 591 in der GmbH).

Ausbau von Services und E-Commerce

Auch der Bereich Services wächst stark und trägt inzwischen rund ein Viertel zum Konzernumsatz bei. „Wir bauen das Dienstleistungsangebot rund um den Messeauftritt unserer Kunden weiter aus und optimieren gleichzeitig die digitalen Touchpoints“, erklärt Dr. Martin Kassubek, Senior Vice President Business Development. Die neue E-Commerce-Plattform wird erstmals auf der FENSTERBAU FRONTALE eingesetzt und 2026 auf alle Eigenveranstaltungen ausgeweitet.

Ausblick auf 2026

Für das Messejahr 2026 sind weltweit rund 150 Veranstaltungen geplant, darunter 66 in Nürnberg. Höhepunkte werden die 75. Spielwarenmesse und die IFH, Fachmesse für Sanitär-, Haus- und Gebäudetechnik, die ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Sicherheitscluster: Enforce Tac, it-sa und Perimeter Protection.

Mit diesem starken Portfolio ist Nürnberg Europas führender Messestandort für innere und äußere Sicherheit, Cybersecurity sowie Gebäudesicherheit. Aufgrund der guten Anmeldestände erwartet die NürnbergMesse Group einen Rekordumsatz von rund 390 Mio. Euro (bisheriger Rekord 2024: 367,8 Mio. Euro).

Quelle: Messe & Event Magazin

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HausBau+EnergieSparen Tulln mit 28.500 Besuchern erfolgreich gestartet

Mit einem starken Besucherzuspruch ist die HausBau+EnergieSparen Tulln erfolgreich in die neue Bausaison gestartet. Österreichs größte Messe rund um Bauen, Umbauen und Energiesparen präsentierte sich an drei Messetagen als zentrale Informations- und Beratungsplattform für Bauherren, Sanierer und Branchenprofis. Insgesamt 28.522 Besucher informierten sich bei 360 Ausstellern auf der Messe Tulln.

Das Angebot reichte von Bau- und Sanierungslösungen über Energiesparen und Heiztechnik bis hin zu Wohnen und Einrichten. Einen besonderen Stellenwert nahm erneut der umfassende Beratungsschwerpunkt ein: Führende unabhängige Experten sowie mehr als 60 Fachvorträge auf zwei Bühnen sorgten für fundierte Orientierung zu aktuellen Themen der Bau- und Energiewirtschaft.

Auch Mag. Wolfgang Strasser, Geschäftsführer Messe Tulln, zeigte sich sehr zufrieden: „Die HausBau+EnergieSparen Tulln war ein sehr positiver Start in das Messejahr: die Aussteller berichteten über eine sehr solide Nachfrage und unsere Besucher waren begeistert vom umfassenden Angebot zu Bauen, Umbauen, Energiesparen und Einrichten.“

Hohe Zufriedenheit bei Ausstellern

Die positive Bilanz spiegelt sich auch in den Stimmen der Aussteller wider. Für viele Unternehmen ist die HausBau+EnergieSparen Tulln ein fixer Termin im Messekalender und ein wichtiger Gradmesser für das neue Jahr.

„Für uns ist die HausBau+EnergieSparen Tulln die wichtigste Messe, vor allem, weil viele Besucher aus den verschiedensten Bundesländern kommen. Wir sind sehr zufrieden, weil die Messe sehr gut beworben wird.“
Ing. Dominic Arnezeder, Vertriebspartner Manager Ost & Business Development Manager, Josko Fenster und Türen GmbH

„Die HausBau+EnergieSparen Tulln ist für uns der Treffpunkt, um unsere Lösungen einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren. Wir sind sehr zufrieden – sowohl mit der Organisation als auch mit der Besucherqualität. Wir konnten definitiv unsere Zielgruppe erreichen und durften bereits viele wertvolle Gespräche führen.“
Michael Mosbacher, Geschäftsführer und Inhaber, Interieur & Wohndesign

„Als die erste Messe im neuen Jahr ist die HausBau+EnergieSparen Tulln, der Gradmesser für die kommenden Entwicklungen. Rückblickend auf die vergangenen Messetage sind wir mit der Kundenfrequenz und der Qualität der Anfragen sehr zufrieden.“
Franz Sinnhofer, HERZ Energietechnik GmbH

„Die Besucherfrequenz auf der HausBau+EnergieSparen ist sehr positiv, und wir konnten eine Menge an sehr guten Gesprächen führen sowie auch Aufträge erzielen. Sicherlich darf man sich aufgrund der Vielzahl an Interessenten auch auf das Messenachgeschäft freuen.“
Daniel Wallinger, Verkaufsleiter D A CH, Voglauer Gschwandtner & Zwilling GmbH

„Die Organisation, die Besucherfrequenz sowie die thematische Ausrichtung entsprechen unseren Erwartungen und bieten ein passendes Umfeld für den Austausch mit potenziellen Bauherren und Branchenpartnern.“
Mag. Christian Murhammer, MAS, Geschäftsführer Österreichischer Fertighausverband

„Die Messe in Tulln ist für uns ein Fixpunkt. Standort, Zeitpunkt und Publikum passen für uns zu 100 Prozent.“
Stefan Zamecnik, Landesinnungsmeister der Tischler und Holzgestalter

„Der IG-Architektur ist vor allem die Sichtbarkeit auf der HausBau+EnergieSparen Tulln wichtig. Wir haben unsere Zielgruppe erreicht und sind sehr zufrieden mit der Messe.“
DI Barbara Schimek, Salonparallel der IG-Architektur

Ausblick 2027

Die nächste HausBau+EnergieSparen Tulln findet wieder zum Start in die Bausaison von 15. bis 17. Jänner 2027 statt und wird erneut als zentraler Treffpunkt der Bau- und Energiebranche erwartet.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Ferien-Messe Wien & Vienna Drive 2026: Erfolgs-Duo auf Überholspur

Vier Tage lang wurde die Messe Wien zum pulsierenden Treffpunkt für Reiselust, Genuss, Mobilität und Familienerlebnisse. Die Ferien-Messe Wien und die Vienna Drive präsentierten sich erneut als starkes Messe-Duo – und bestätigten eindrucksvoll ihren Erfolgskurs. Das Fazit: Diese Messe funktioniert und begeistert.

Rund 86.000 Besucher tauchten ein in eine vielfältige Erlebniswelt aus internationalen Destinationen, kulinarischen Highlights, innovativer Mobilität und Unterhaltung. Von Fernreisen und Kreuzfahrten über Abenteuertrips bis hin zu den schönsten Regionen Österreichs reichte das Angebot. Hoher Besucherandrang, zufriedene Aussteller und spürbare Begeisterung prägten alle vier Messetage.

Partnerland Sri Lanka: Farben, Düfte und Fernweh

Ein besonderer Blickfang war das Partnerland Sri Lanka. Mit intensiven Farben, exotischen Gewürzen und traditionellen Performances brachte der Inselstaat ein lebendiges Stück Asien nach Wien. Die eindrucksvolle Inszenierung auf der ReiseArena-Bühne sorgte für großes Interesse und machte Sri Lanka zu einem der meistbeachteten Messehighlights.

ReiseArena: Inspiration rund um den Globus

Die ReiseArena spannte einen thematischen Bogen von den Polarlichtern Lapplands über Kulturwelten in Japan, Kambodscha, Serbien, Tschechien und Bulgarien bis hin zu Segelabenteuern nach Madagaskar. Ein Fixpunkt war erneut das tägliche Reisequiz des Medienpartners KURIER, bei dem Wissen mit hochwertigen Preisen belohnt wurde.

Genuss pur auf der Flavours-Bühne

Zum kulinarischen Mittelpunkt entwickelte sich einmal mehr die Flavours-Kochbühne. Live-Kochshows präsentierten österreichische Klassiker, internationale Spezialitäten, indische Currys und den „Taste of Sri Lanka“. Vom Frühstück über Kindermenüs bis hin zu Schülerwettbewerben und der Weinviertel Genussreise reichte das geschmackliche Spektrum – ein Treffpunkt für Genießer und Neugierige.

Reisekino & Silent Cinema

Mit Kopfhörern und großen Leinwänden entführten Reisekino und Silent Cinema die Gäste an stille, kraftvolle und geheimnisvolle Orte rund um den Globus. Der audiovisuelle Kurzurlaub wurde von vielen als willkommene Auszeit vom Messetrubel geschätzt.

Family-Programm

Auch Familien kamen voll auf ihre Kosten. Meet & Greets mit Kinderradio-Star Radino, Sport- und Mitmachstationen, Hüpfburg, Jonglier-Workshops und interaktive Quizformate sorgten für Abwechslung und Begeisterung bei den jüngsten Messegästen.

Vienna Drive: Ausverkauft und voller Mobilitätsideen

Die Vienna Drive setzte in Halle B starke Akzente und war restlos ausverkauft. Insgesamt 70 Fahrzeugmarken, darunter zahlreiche Neuzugänge, präsentierten rund 200 Automodelle sowie 60 Motorrad- und Fahrradmodelle. Im Fokus standen E-Mobilität, Hybridtechnologien und neue Mobilitätskonzepte.

Die Fahrzeugschau war bewusst als Erlebnis konzipiert: Probesitzen, Anfassen und Testen gehörten ebenso dazu wie fundierte Beratung durch die beiden österreichischen Mobilitätsclubs. Erlebniszonen vom Erzbergrodeo-Fahrerlager über eine Folier-Show bis hin zum exklusiven Sportwagen-District machten Mobilität emotional erlebbar.

Positive Bilanz und Blick nach vorne

AEE-Geschäftsführerin Clara Wiltschke zieht ein klares Resümee: „Messe funktioniert, weil sie Begegnung, Emotion und Entscheidung an einem Ort vereint. Die Kombination aus Vienna Drive und Ferien-Messe Wien hat sich einmal mehr als ideales Konzept erwiesen. Sie verbindet Reiselust und Mobilität auf überzeugende Weise und schafft klare Mehrwerte für Aussteller:innen wie (Fach)Besucher:innen. Die enge Verzahnung von Urlaubsinspiration und innovativer Fortbewegung zeigt das große Potenzial beider Formate und macht dieses Messe-Duo zu einem einzigartigen Erlebnis. Mein besonderer Dank gilt dem gesamten AEE-Team, dessen Engagement und Leidenschaft diesen Erfolg erst möglich machen – the journey goes on.“

Vorfreude auf 2027

Mit knapp 86.000 Besuchern bewies das Messedoppel erneut, wie harmonisch Reiseleidenschaft und Mobilitätsfreude zusammenspielen. Die Ferien-Messe Wien und die Vienna Drive stehen für Inspiration, Emotion und Zukunftsorientierung – und machen Lust auf mehr. Die Fortsetzung folgt: Vom 14. bis 17. Jänner 2027 kehrt das Erfolgs-Duo wieder in die Messe Wien zurück.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Messe Ried übernimmt Vorsitz bei MESSEN AUSTRIA

Mit Jänner 2026 übernimmt die Messe Ried GmbH die Präsidentschaft der Interessenvertretung MESSEN AUSTRIA. Der Vorsitz wechselt von der Klagenfurter Messe Betriebsgesellschaft mbH nach Ried und wurde einstimmig gewählt.

MESSEN AUSTRIA ist die zentrale Interessenvertretung der österreichischen Messewirtschaft. Zehn Mitglieder repräsentieren die maßgeblichen Messezentren und Veranstalter des Landes. Als elftes Mitglied ist der Messeplatz Bozen eingebunden, der die italienische Region Südtirol vertritt und als Grenzregion eng mit Österreich verbunden ist. Insgesamt stehen die Mitglieder von MESSEN AUSTRIA für mehr als 100 Messeveranstaltungen.

Gemeinsam mit weiteren Veranstaltern sorgen die Mitglieder von MESSEN AUSTRIA für hochwertige Fach- und Publikumsmessen, die jährlich zehntausenden ausstellenden Unternehmen als Marketing- und Vertriebsplattform dienen. Neben großen Unternehmen profitieren insbesondere kleine und mittelständische Betriebe von diesem Angebot. Der intensive Austausch mit Unternehmen, Körperschaften und Organisationen bildet dabei eine wesentliche Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Messekonzepte in Österreich.

Dr. Bernhard Erler, Geschäftsführer der Messe Klagenfurt, übergibt den Vorsitz an Helmut Slezak, Geschäftsführer der Messe Ried und bisherigen Vizepräsidenten von MESSEN AUSTRIA. „Ich bedanke mich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern von MESSEN AUSTRIA. In den letzten Jahren ist es gelungen, den Austausch der Messen untereinander sowie mit internationalen Interessensvertretungen zu intensivieren. Gerade in herausfordernden Zeiten war es wichtig, noch stärker den Schulterschluss im Interesse der gesamten Messebranche zu suchen.“

Während der zweijährigen Präsidentschaft will Helmut Slezak die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und weiter ausbauen. „Dank der hervorragenden Arbeit meines Vorgängers konnte insbesondere der Austausch innerhalb der Mitglieder forciert und intensiviert werden. Auf diese gute Zusammenarbeit darf ich nun aufbauen und diesen so wichtigen und wertvollen Austausch weiter fördern. Die internationale Weiterbildung sowie eine optimale Vernetzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben wichtige Aufgaben von MESSEN AUSTRIA,“ erklärt Slezak.

Quelle: Messe & Event Magazin

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VDVO MICE Climate Index: Wachsender Druck auf den Veranstaltungsstandort Deutschland

Mit dem erstmals erhobenen VDVO MICE Climate Index (VDVO-MCI) legt der Verband der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO) zum Jahresauftakt 2026 einen Frühindikator für die Stimmung in der deutschen Veranstaltungswirtschaft vor – und zeichnet dabei ein zunehmend angespanntes Bild. Die nicht repräsentative Branchenumfrage basiert auf Rückmeldungen aus dem aktiven Verbandsnetzwerk und soll Entwicklungen im Veranstaltungsmarkt frühzeitig sichtbar machen.

Zwar bewerten viele Unternehmen ihr operatives Geschäft im Jahr 2025 insgesamt als stabil, zugleich treten jedoch strukturelle Herausforderungen immer deutlicher zutage. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, wachsende regulatorische Anforderungen sowie eine unsichere wirtschaftliche Gesamtlage erschweren Planungssicherheit und Investitionen. „Der Veranstaltungsstandort Deutschland steht unter Druck“, sagt Björn Sänger, Vorstandsvorsitzender des VDVO. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, brauche es verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine stärkere politische Priorisierung der Branche.

Nach Einschätzung des VDVO ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Veranstaltungs-, Kongress- und Tagungsstandort zunehmend gefährdet. Hohe Kosten, komplexe Genehmigungsprozesse und eine aus Sicht der Marktakteure fehlende wirtschaftliche Dynamik werden als klare Standortnachteile wahrgenommen. Der Index verdeutlicht damit, dass es sich weniger um kurzfristige Schwankungen handelt, sondern um Fragen der langfristigen strategischen Positionierung im globalen Wettbewerb um B2B-Veranstaltungen.

B2B-Events als Schlüsselbranche

Gleichzeitig unterstreicht der VDVO MICE Climate Index die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung von B2B-Veranstaltungen. Kongresse, Tagungen und Business-Events gelten als wichtige Treiber für Wertschöpfung, Wissenstransfer und internationale Vernetzung. Davon profitieren auch angrenzende Bereiche wie Tourismus, Hotellerie, Gastronomie und zahlreiche Dienstleistungssektoren. „Der Veranstaltungsmarkt ist systemrelevant für Wirtschaft und Tourismus“, betont Sänger. Bleibe eine echte wirtschaftliche Aufbruchstimmung aus, drohe dieses Segment rasant an Bedeutung zu verlieren – mit spürbaren Folgen weit über die Branche hinaus.

Darüber hinaus zeigen die Rückmeldungen einen wachsenden Bedarf an Markttransparenz, belastbaren Daten und klarer Einordnung. Nachhaltigkeit wird von vielen Marktakteuren nicht mehr als kurzfristiger Trend, sondern als selbstverständlicher Bestandteil professioneller Veranstaltungsarbeit verstanden.

Der VDVO plant, den MICE Climate Index künftig regelmäßig zu erheben. Eine Folgebefragung zur Jahresmitte 2026 ist bereits vorgesehen, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und kontinuierlich zu begleiten. „Unser Ziel ist es, nah an der Realität der Branche zu bleiben“, so Sänger. „Der VDVO MICE Climate Index soll Orientierung geben – für Unternehmen, Politik und alle, die den Veranstaltungsstandort Deutschland zukunftsfähig aufstellen wollen.“

Quelle: Messe & Event Magazin

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IW-Umfrage: Messebranche verhalten optimistisch

IW-Umfrage: Messebranche verhalten optimistisch

Die deutsche Messewirtschaft startet mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr 2026. Laut IW-Verbändeumfrage schätzen knapp zwei Drittel der Messeveranstalter die Stimmungslage als stabil oder besser als im Vorjahr – deutlich mehr Optimismus als in anderen Industriebranchen. Treiber sind erfolgreiche Projekte, neue Formate und Investitionen in Digitalisierung.

Quelle: AUMA News

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Nachhaltigkeitsregulatorik: Ausblick 2026

Nachhaltigkeitsregulatorik: Ausblick 2026

Der regulatorische Höhepunkt des vergangenen Jahres fiel auf Dezember. Kurz vor Weihnachten einigten sich die europäischen Ko-Gesetzgeber im sogenannten Omnibus-I-Paket auf den Adressatenkreis der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). Zudem verschob Brüssel die Entwaldungsverordnung (EUDR) kurz vor Anwendungsbeginn erneut um ein Jahr. Einen Meilenstein bei der Umsetzung der europäischen Richtlinien in Deutschland markierte die Novellierung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), das künftig Umweltaussagen und -siegel strenger regeln wird.

Auch 2026 bleibt die nachhaltigkeitsbezogene Regulatorik inhaltsreich. Das sind wichtige Themen, die die Messeakteure im Bereich Nachhaltigkeit im neuen Jahr beschäftigen werden.
 

EU-Ebene

  • Entwaldungsfreie Lieferketten: EUDR
    Nach einem kurzfristigen Beschluss in Brüssel wurde der Anwendungsbeginn für Unternehmen erneut um ein Jahr – auf Ende 2026 – verschoben und der Betroffenenkreis präzisiert. Nun soll die EU-Kommission bis Ende April einen Bericht zur Zweckmäßigkeit weiterer Vereinfachungen vorlegen. Mit Blick auf Bereiche Standbau und Catering ist die EUDR auch für Messeakteure relevant.
     
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung: ESRS und VSME
    Die von der EFRAG überarbeiteten europäischen Standards für berichtspflichtige Unternehmen (ESRS) werden derzeit von der EU-Kommission geprüft und müssen anschließend von weiteren Institutionen bestätigt werden. Die rechtliche Verankerung der Entwürfe wird für den Sommer erwartet. Anschließend soll der Standard für freiwillige Berichterstattung (VSME) erneut geprüft und per delegiertem Rechtsakt verankert werden.
     
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung: EU-Taxonomie 
    Anfang 2026 ist ein neuer delegierter Rechtsakt erschienen, der erste gezielte Vereinfachungen der EU-Taxonomie einführt, darunter die finanzielle Wesentlichkeitsschwelle für die KPI-Offenlegung. Im Parallelprozess zum Omnibus wurde eine umfassende Revision angekündigt – neben einer KMU-Tauglichkeit geht es um eine Vereinfachung der technischen Bewertungskriterien (für die Taxonomiekonformität) sowie um eine Erweiterung des Katalogs der Wirtschaftstätigkeiten (Taxonomiefähigkeit).
     
  • Auftragsvergabe: Public Procurement Act
    Für Mitte 2026 ist die Überarbeitung der EU-Vorschriften für die Vergabe öffentlicher Aufträge geplant. Diese legen unter anderem fest, inwieweit soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt werden sollen. Das Europäische Parlament empfahl vor wenigen Monaten bereits, bei der Auftragsvergabe auf Lebenszykluskosten, soziale Standards und die Einhaltung von Tarifverträgen zu achten.
     

Nationale Umsetzung und Gesetzgebung

  • Nachhaltigkeitsberichterstattung: Umsetzung der CSRD
    Die abschließende Lesung des Regierungsentwurfs über die Umsetzung der CSRD wird kommende Wochen erwartet. Die Verschiebung der Berichtspflichten aus der sogenannten Stop-the-Clock-Richtlinie sind dabei in dem Entwurf bereits enthalten. Die jüngsten Änderungen auf EU-Ebene bezüglich Inhalt sowie der neuen Schwellenwerte für das Reporting gemäß der CSRD und CSDDD müssen – voraussichtlich in einem sich anschließenden Gesetzgebungsverfahren – ebenfalls in deutsches Recht überführt werden.
     
  • Nachhaltiges Bauen: Umsetzung der EPBD
    Die europäische Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) muss bis 29. Mai in nationales Recht umgesetzt werden, voraussichtlich primär über die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Richtlinie enthält strengere Vorgaben zur Energieeffizienz, den schrittweisen Übergang zu Nullemissionsgebäuden für Neu- und Bestandsbauten sowie die Offenlegung von Lebenszyklusemissionen.
     
  • Kreislaufwirtschaftsstrategie und Gewerbeabfallverordnung
    Das Aktionsprogramm zur Umsetzung der vor einem Jahr beschlossenen nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie – u.a. mit den Fokusthemen digitaler Produktpass, nachhaltiges Bauen und zirkuläre öffentliche Beschaffung – steht kurz vor der Verabschiedung durch die Bundesregierung. Der Beschluss der Novelle der Gewerbeabfallverordnung, die eine strengere Abfalltrennung, Kontrollen und höhere Recyclingquoten vorsieht und im Juli 2026 in Kraft treten soll, steht noch aus.

 

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Quelle: AUMA News

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FKM: Vorstand für die nächsten drei Jahre bestätigt

FKM: Vorstand für die nächsten drei Jahre bestätigt

Auf der Gesellschafterversammlung der FKM – Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen – am 10. Dezember 2025 wurde der amtierende Vorstand einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutsche Messe AG, Hannover, bleibt Vorsitzender, Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH; wurde erneut 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und Michael Köhler, Geschäftsführer der RX Deutschland GmbH, Düsseldorf, wurde als 2. stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Das Trio steht für Verlässlichkeit, Innovationskraft und die konsequente Weiterentwicklung der zertifizierten Messedaten in Deutschland.

 

Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender der FKM: „Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, braucht es Vertrauen in die Messe und die Kommunikation relevanter Kennzahlen – hierfür bleibt die FKM unverzichtbar.“

Britta Wirtz, 1. stellvertretende Vorsitzende der FKM: „FKM-Daten bilden eine solide Grundlage für jeden Aussteller, um sich für seine Messeteilnahme zu entscheiden. Daher wird im sich verschärfenden Wettbewerb um Marketingbudgets eine neutral ermittelte Datengrundlage wichtiger denn je.“

Michael Köhler, 2. stellvertretender Vorsitzender der FKM: „Verlässliche Kennzahlen bilden die Basis für konzeptionelle und strategische Planungen sowie Investitionsentscheidungen, denn diese werden konsequent an messbaren Daten ausgerichtet – bei uns und vor allem bei unseren Kunden. Da müssen wir liefern.“

Die FKM ist die einzige Organisation in Deutschland für die unabhängige Zertifizierung und Veröffentlichung von Messedaten. Jedes Jahr lassen die Gesellschafter über 150 Messen und Ausstellungen durch die Prüforganisation FKM mit Sitz in Berlin zertifizieren.

Mehr Informationen: https://www.fkm.de   

 

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Quelle: AUMA News

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Ferien-Messe Wien und Vienna Drive 2026: Urlaubsträume und Mobilität unter einem Dach

Von 15. bis 18. Jänner 2026 wird die Messe Wien erneut zum Treffpunkt für Reiselustige und Mobilitätsbegeisterte. In den Hallen C & D finden mit der Ferien-Messe Wien und der Vienna Drive 2026 gleich zwei Publikumsmessen parallel statt – ein Ticket eröffnet den Zugang zu beiden Veranstaltungen.

Die Ferien-Messe Wien lockt mit mehr als 430 Ausstellern aus fünf Kontinenten. Nationale und internationale Reiseveranstalter präsentieren vier Tage lang ihre Top-Destinationen im In- und Ausland. Das Spektrum reicht von naturnahen Radtouren in Österreich über klassische Badeurlaube bis hin zu exklusiven Schiffsreisen rund um den Globus. Auch das Burgenland ist mit einem eigenen Stand vertreten. Ergänzt wird das Angebot durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit inspirierenden Vorträgen, Bühnenshows, Filmpräsentationen sowie kulinarischen Highlights aus der Showküche unter dem Motto „Cook around the World“.

Parallel dazu widmet sich die Vienna Drive 2026 auf über 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche den Themen Motor und Mobilität. Rund 200 Aussteller zeigen aktuelle Zwei- und Vierrad-Neuheiten, innovative Technologien sowie zukunftsweisende Alternativen zum klassischen Verbrenner. Besucher erhalten zudem umfassende Beratung zu Finanzierung, Zubehör und Mobilitätsclubs. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, Fahrzeuge direkt vor Ort probezufahren und zu erwerben.

Auch für Familien ist bestens gesorgt: Die jüngsten Messegäste erwarten Spiel und Spaß im Messekindergarten, auf dem Flip-Lab-Trampolin sowie bei der Autogrammstunde mit Radino-Dino.

Quelle: Messe & Event Magazin

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