BrandEx Award 2022 verliehen

Hybrid, aber mit Preisträgern fand die feierliche Verleihung des BrandEx Award statt. Die Teilnehmer an den Screens konnten sich über eine gelungene Prämierung herausragender Kreativleistungen per Live-Stream aus dem Aventem Studio in Hilden bei Düsseldorf freuen und würdigten damit die 65 Einreicher für diesen Award.

Das gewählte Format war erneut der Corona-Situation geschuldet. Insgesamt schafften es 32 Teilnehmer auf das Siegerpodest und erhielten für ihre kreative Leistung die begehrte Auszeichnung, die jährlich vergeben wird und vom fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft, der Messe Dortmund, dem Studieninstitut für Kommunikation und dem BlachReport initiiert wurde.

Moderiert wurde die Hybrid-Veranstaltung von Aljoscha Höhn, unterstützt von Desiree Ackermann, der diesjährigen Siegerin des Nawumo Moderationswettbewerbs vom BlachReport und dem Studieninstitut für Kommunikation. Herausragende Projekte der Live-Kommunikation gab es in den Wettbewerbsclustern Architecture und Event. In der Nachwuchskategorie Fresh wurde die Best of Trophäe verliehen.

Preisträger des BrandEx Award 2022

Best Brand Activation

Gold: Billy Green Love Trip, Einreichung durch Joke Event AGSilber: Grohe X, Einreichung durch Vok Dams Events GmbHBronze: Harley-Davidson Sportster S – EMEA Launch Event 2021, Einreichung durch Schachzug – Agentur für Markenkommunikation GmbH

Best Brand Architecture

Gold: UEC, Einreichung durch Exposervice GmbHSilber: Datev Experience Center, Einreichung durch CE+Co GmbH

Best Cancelled Project

Gold: Gaming Studio Concept unzeen, Einreichung durch MIKS GmbHSilber: Concept Store – Veive, Einreichung durch MIKS GmbH

Best Conference

Gold: Summer of Purpose 2020, Einreichung durch circ gmbh & co. kgSilber: eBay Open 2020.digital, Einreichung durch insglück Gesellschaft für Markeninszenierung mbHBronze: Janssen Open House 2020, Einreichung durch onliveline GmbH + face to face event GmbH

Best Corporate Event

Gold:  Harley-Davidson Sportster S – EMEA Launch Event 2021, Einreichung durch Schachzug – Agentur für Markenkommunikation GmbH, ErlangenSilber: eBay Open 2020.digital, Einreichung durch insglück Gesellschaft für Markeninszenierung mbHBronze: Dachser – General Leadership Meeting 2021, Einreichung durch onliveline GmbH

Best Digital Architecture

Gold: Driving Culture – The all-new Škoda Fabia, Einreichung durch Schachzug – Agentur für Markenkommunikation GmbHSilber: Telekom Tech Grounds 2021, Einreichung durch Meiré und Meiré GmbH & Co. KGBronze: Häfele Discoveries 2021, Einreichung durch Bruce B. corporate communication GmbH

Best Digital Event

Gold: Fahr Away – The Grand Prix of Quickborn, Einreichung durch GTÜ GmbH + Rocket Beans Entertainment GmbHSilber: Signals of Hope, Einreichung durch fischerAppelt, live marketing GmbHBronze: Geberit Innovation Days, Einreichung durch White Label Events GmbH

Best Execution Event

Gold: Elementum – the culinary rebellion for a better world, Einreichung durch Die KOCHfabrik GmbHSilber: Common Ground, Einreichung durch Factory360Bronze: Driving Culture – The all-new Škoda Fabia, Einreichung durch Schachzug – Agentur für Markenkommunikation GmbH

Best Formats Event

Gold: BonnLive, Einreichung durch fünfdrei eventagentur GmbHSilber: REWE Mittelkreis-Events, Einreichung durch brands and emotions GmbHBronze: Signals of Hope, Einreichung durch fischerAppelt, live marketing GmbH

Best Motivation / Best Employee Event

Gold: X-MAS Drive-in, Einreichung durch Joke Event AGSilber: Vodafone Giga XMAS Kitchen Party, Einreichung durch insglück Gesellschaft für Markeninszenierung mbHBronze: PepsiCo – DACH Strategy Event – Mission One, Einreichung durch jaeger + haeckerhase gmbh

Best Thematic Exhibition

Gold: Berlin Global, Einreichung durch facts and fiction GmbHSilber: Loved or a burden?! Monuments under scrutiny, Einreichung durch facts and fiction GmbHBronze: Magenta Moon Campus, Einreichung durch flora&faunavisions GmbH

Nachwuchskategorie Fresh

Konzept: #blanqziehen, Einreichung durch „Beerbabes“ – bestehend aus Jana Krüger, Alexia Wencker, Theresa Hingsammer, Marie Kaiser und Clemens Knoblauch.

Foto: BlachReport

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Messestände: Nachhaltig beeindruckend

Umweltschutz und Nachhaltigkeit gibt es bei kleinen Messeständen auf unterschiedliche Weise.

Kaum ein Tag vergeht, an dem es in den Nachrichten nicht um Klimaschutz geht. Er dürfte unsere wichtigste Lebensaufgabe sein. Schon vor dreißig Jahren galt im Messebau die Devise „Vermeiden, vermindern, verwerten“ nach dem Prinzip: Abbau geht vor Abriss. In meinem Buch „Messestand-Design“ von 1995 habe ich bereits ausgeführt, wie sich unsere Messestände unter dem Aspekt des Umweltschutzes verändern könnten/sollten: z. B. verstärkte Anwendung von Ständen in Modul- oder Systembauweise, wieder­verwendbare, strapazierfähige Materialien und Verbindungen mit Stahl, Aluminium, Lochblechen, Glas, Holz, möglichst keine Verbundmaterialien, Baumaterial, das weiterverwendet werden kann, möglichst keine Tropenhölzer, Baumaterialien leichterer Art, z. B. mit Kern aus Wellpappe oder recycelten Naturstoffen, Mehrwegteppiche oder auch Hartböden verwenden, umweltschonende Lacke und Energieeinsparung durch entsprechende Leuchten und Leuchtensysteme.

Und noch vor dreißig Jahren war es eben auch nicht unüblich, trotz hohen Einsatzes von Systemständen so ziemlich alles wegzuwerfen. Erst als die Messeveranstalter die Entsorgung kostenpflichtig machten, setzte allmählich ein Umdenken ein. Fragen kamen auf, wie: Was kann reduziert werden? Messebeteiligungen, Exponate, Kostensenkung durch Wiederverwendung? Auch das digitale Zeitalter führte zu einem Umdenken. Brauchen wir noch Messen? Wie können wir Informationen vermitteln? Was erwartet ein Kunde? Die beiden letzten Jahre, während der noch immer anhaltenden Corona-Pandemie, haben den Umdenkprozess beschleunigt. 

In Österreich gibt es seit 2017 das Siegel „Green Stand“, mit dem Messestände als nachhaltig und umweltfreundlich ausgezeichnet werden. „Reduce, reuse, recycle“ beinhaltet: 

Zertifizierung der Messebauer, nachhaltige Produktion fördernVermeidung von PVCEinwegteppiche recycelnnachhaltige Holzwerkstoffe verwendenumweltfreundliche Drucke einsetzenenergiesparende Technologien verwendenMobilitätskonzeptKommunikation und Bewusstsein schaffen

In Deutschland gibt es inzwischen den „grünen“ Messestand, wobei „grün“ mit umweltfreundlich und nachhaltig definiert wird. Ein grüner Messestand muss anhand dieser Definition somit aus möglichst ressourcenschonenden Materialien hergestellt werden, die sowohl in der Produktion als auch im späteren Recycling die Umwelt möglichst wenig belasten.

In den hier gezeigten Praxisbeispielen wird Nachhaltigkeit erreicht durch: vorgefertigte Bauteile aus Naturmaterialien mit langer Haltbarkeit, ein Bausystem aus recyceltem Material, modularen Standbau, der variabel, erweiterbar und wiederverwendbar ist und ein geliehenes Baugerüst, das durch wiederverwendbares Material ergänzt wird. 

Holzpaletten flexibel und dauerhaft

Für eine Bank mit nachhaltigem Konzept wurde ein Messestand aus einem modularen Palettensystem entwickelt, das ansonsten für Feste, Märkte, Events und in Ausstellungshallen Verwendung findet. Die Paletten in den Maßen 100 x 80 x 12 cm wurden aus Pinienholz gefertigt, das als schwer entflammbar gilt und nicht extra behandelt werden muss, sodass die Hölzer naturbelassen sind. Gewünscht war für die Bank ein offener Treffpunkt mit Bartheke, in dem ein neues Großprojekt einer klimaneutralen Bank präsentiert wurde. Der gesamte Stand mit Wänden, Theke und Regalen wurde aus diesem ­Palettensystem gefertigt. Manche Paletten sind bereits zehn Jahre alt, manche wurden speziell angefertigt.

Von der Bank stammten einige Möbel und der aus Restfliesen bestehende Teppichboden, der von einem neuen Bankgebäude übrig war. 

Aussteller: Triodos Bank, Driebergen-Zeist/NLMesse: Biobeurs 2020, ZwolleDesign und Messebau: Pop Up Pallets, Baarn/NL Standgröße: 60 m² u. a. 

Kuppelbauten aus Recyclematerial

Auf dem Messestand für Volvo wurde ein Fahrzeug repräsentiert, das zu 25 Prozent aus recycelten Teilen bestand. Für den Messestand wurde daher ebenfalls ein nachhaltiges und recycelbares System gewählt. Die frei tragende Kuppelkon­s­truktion bestand aus einer recycelten Wellpappe, die durch Steckverbindungen zusammenhält. Nur der Knotenpunkt der vier Hauptbögen wurde verklebt. Die Fußpunkte der Bögen wurden mit Spielsand beschwert, der nach der Messe auf einem Spielplatz verwendet wurde. Als Boden gab es den gereinigten Hallenboden. Alle Leuchten waren batteriebetriebene LED-Lampen. In die Ökobilanz wurde auch der Transportweg mit eingerechnet. Daher wurde der Stand so konzipiert, dass alles Material auf eine Palette von 125 x 250 cm passte und somit in einen Kleintransporter, plus einem Fahrzeug für das Personal. Die Gesamtmenge an nicht recycelbaren Werkstoffen passte in zwei Schuhkartons. Der Aufbau dauerte zwei Tage mit vier Personen. 

Aussteller: Volvo Car, CanadaMesse: IDS Vancouver/Toronto 2019 und 2020Designer: Maximilian Hansen/Nordwerk DesignMessebauer: Nordwerk Design/Hove CityStandgröße: 49 m², 4,2 m hoch 

Haus-Baukastensystem individuell

Für einen Messeauftritt des nachhaltigen Holzspielzeugunternehmens Ever Earth wurde das „Haus im Wald“ entwickelt, das bisher über 20 Mal im Einsatz war. Es ist modular gebaut, hat die Maße 3 x 5 m und wird platzsparend eingelagert. Weithin sichtbar als Blickfang ist ein offener Dachstuhl mit Fachwerkrahmen. Ein duftender Boden aus Pinienrinde symbolisiert den Waldboden, wird immer wieder verwendet und in Säcken gelagert. Stilisierte Filzbäume reduzieren den ­Messeschall, bieten Rückzug und Ent­deckungsmöglichkeiten. Die Hauswände bestehen aus weiß gestrichenen OSB-Platten auf Kiefernholz-Fachwerkrahmen, sind mehrfach einsetzbar und bieten Platz für Exponate und Flachbildschirme. Die Beleuchtung des Stands erfolgt über ein klassisches Traversensystem, wiederverwertbar und für jede Standgröße geeignet. Auch die grün gestrichenen Bambus­rohrwände als Abtrennung zum Nachbarn sind wiederverwertbar. Bei einer ­Erweiterung des Stands auf bis zu drei Häuser könnte auch ein „Dorf im Wald“ entstehen.

Aussteller: Ever Earth Group GmbH, Hannover Messe: Spielwarenmesse Nürnberg u. a.Designer: BSS Architektur, HannoverMessebauer: Tischlereibetrieb Ingo Hofmann, LehrteStandgröße: 51 m² bis zu einem „Dorf im Wald“ erweiterbar

Retrolook erweiterbar

Um für verschieden große Messestände und alle Zielgruppen einen geeigneten Messestand zu bekommen, wurde für den Fahrzeugausstatter ein Stand im Retrostil gemäß dem Markengedanken entwickelt, mehrfach einsetzbar mit Wohlfühlatmosphäre. Für den Standbau wurde ein einfaches Baugerüst mit „gebrauchter Optik“ verwendet, vor Ort von Gerüstverleihern anmietbar. Auf dieses Gerüst wurden Vollholzbalken aufgelegt, um Gesprächsbereiche zu schaffen. Für Serviceräume wurden Tischlerplatten auf den Boden gestellt und am Gerüst mit Lochband und Winkel miteinander verbunden. Die Möbel sind modular aus Tischlerplatten, demontabel und mit birkenfarbener Lasur eingefärbt. Gestrichene OSB-Platten wurden zum Messeboden, Restmaterial wurde als Konstruktionsholz verwendet. Stoffgrafiken in Alurahmen konnten an die Gerüste montiert werden. Die abgehängte Alubanderole um den Messestand herum kam vom Aussteller und wurde immer wieder eingesetzt. Nachhaltiger Standbau wurde hier durch ein allgemeines „Weniger“ und Wiederverwendbarkeit gelöst.

Aussteller: Aluca, Rosengarten Messe: IAA 2018 u. a. Designer: Klardenker GmbH, KölnMessebauer: Klardenker GmbH, KölnStandgröße: von 60 m² bis 398 m² auf der IAA in Hannover

Foto: Pop up Pallets

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Messe Wels: Messetrio 2022 abgesagt

Das für 12. und 13. März geplante Messetrio mit den Publikumslieblingen Fishing Festival, Bike Festival und Bogensportmesse findet nicht statt, dazu hat sich die Messe Wels nach intensiven Überlegungen und zahlreichen Gesprächen mit Partnern und Ausstellern entschlossen.

„Wir tragen Verantwortung für unsere Aussteller und unsere Besucher und sehen uns in diesem Sinne leider zur Absage gezwungen. Die versprochenen Lockerungen kommen zu spät“, bedauert Messedirektor Mag. Robert Schneider.

In den letzten Wochen gab es keine gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Abhalten von Veranstaltung ohne fix zugewiesene Sitzplätze gab. Damit konnte den Ausstellern nicht die notwendige Planungssicherheit gegeben werden und die Messe Wels ist daher damit konfrontiert, aufgrund fehlender Anmeldungen und Stornierungen, das Messetrio nicht erfolgsversprechend durchführen zu können.

Die diese Woche in Kraft tretende Verordnung ermöglicht aufgrund des strikten Konsumationsverbots ebenfalls nicht, den Charakter des „Festivals“ zu wahren, bei dem es in erster Linie um Erlebnis und Leidenschaft in Verbindung mit Freizeitgestaltung und Hobby geht. Weitere Lockerungen sind frühestens drei Wochen vor Messebeginn zu erwarten, was für die Organisation der Messe zu kurzfristig und unsicher ist.

Seit vielen Monaten liefen die Planungen für das beliebte Messetrio – Fishing Festival, Bogensportmesse und Bike Festival – auf Hochtouren. Damit einher gingen die Erwartungen der Aussteller, endlich wieder Produkte verkaufen zu können, Partnern und Kunden live zu begegnen und Messebesucher persönlich zu beraten.

„Die Nachfrage bei unseren Besuchern ist groß, diese erneute Absage ist für uns sehr bitter, da all diese Freizeitthemen im Trend liegen. Es wäre eine tolle Publikumsmesse mit einem einzigartigen Rahmenprogramm geworden“, sagt Messeleiterin Petra Leingartner.

Das nächste Messetrio – Fishing Festival, Bike Festival, Bogensportmesse – findet am 11. und 12. Februar 2023 statt.

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„Ferien-Messe Wien“ wird auf 16. bis 19. März 2023 verschoben

RX Austria & Germany, Veranstalter von Österreichs größter Messe für Urlaub, Reisen und Freizeit, hat sich in enger Abstimmung mit der Branche dazu entschieden, die von 17. bis 20. März 2022 geplante „Ferien-Messe Wien“ abzusagen. Auch die parallel geplante „Wohnen & Interieur“ wird 2022 abgesagt. Die „Wiener Immobilien Messe“ findet nach wie vor zum ursprünglich geplanten Termin (19. bis 20. März 22) statt.

„In enger Abstimmung mit Ausstellern und Partnern haben wir uns entschieden, die „Ferien-Messe Wien” erst wieder vom 16. bis 19. März 2023 in der Messe Wien stattfinden zu lassen“, erklärt Barbara Leithner, COO von RX Austria & Germany.

Die erschwerte Planungssicherheit für Aussteller macht eine Absage unumgänglich. Denn für die  Aussteller ist die Teilnahme an der „Ferien-Messe Wien“ mit einer intensiven und langen Planung verbunden. „Diese können wir unseren Ausstellern mit dem neuen Termin im März 2023 nun gewährleisten“, sagt Gerald Stainoch, Head of Sales für das Portfolio Lifestyle, Hospitality & Care bei RX Austria & Germany. „Wir freuen wir uns auf das langersehnte Revival im Frühjahr nächsten Jahres, um sowohl Ausstellern als auch Besuchern ein einmaliges Messeerlebnis bieten zu können.“

Messe-Triple bleibt auch 2023 bestehen

Besucher und Aussteller dürfen sich aber auf neue Highlights im nächsten Frühjahr freuen. „Die Reaktionen der Branche zeigten, dass eine Kombination der „Ferien-Messe Wien“, der „Wohnen & Interieur” und der „Wiener Immobilien Messe” die richtige Entscheidung war“, sagt Nicole Glöckl, Product Manager der „Ferien-Messe Wien“.  

Vor allem Aussteller würden von der Parallelität dieser starken Lifestylemessen profitieren, die nicht nur ein vielfältiges Publikum sondern auch großes Medieninteresse anlocken soll. Deswegen hält RX Austria & Germany weiter an der Entscheidung fest, das Messe-Triple auch im März 2023 durchzuführen.  

Foto: RX Austria & Germany/Felix Braune

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Events als Instrument zur Stärkung einer Destinationsmarke

Eine Masterarbeit erforscht und bewertet den Einsatz von Veranstaltungen zur Stärkung des Images einer Destination. FH-Prof. Mag. Harald Rametsteiner, Leitung Masterlehrgang Eventmanagement der Fachhochschule St. Pölten, und Katarzyna Kupaj BA MSc, Absolventin des Masterlehrgangs Eventmanagement fassen im Artikel die Ergebnisse der Masterarbeit zusammen.

Der Tourismus prägt das gesellschaftliche Leben in dem Gebiet, in dem er stattfindet. Es lässt sich kein abgegrenzter Wirtschaftszweig definieren, sondern die touristische Destination umfasst die Natur, Kulturwerte, Architektur, Infrastruktur, Landwirtschaft, Wirtschaft, Ereignisse und die Gesellschaft. Innerhalb einer Destination gibt es wenige Segmente ohne Bezug zum Tourismus: manche nehmen aktiv am Tourismus teil, und andere generieren daraus Vorteile oder leiden unter Belastungen. Damit ist der Tourismus eine Branche, die verschiedene Stakeholder als gesellschaftliche Gruppen und deren Interessen verbindet. Einnahmen durch die Gäste bringen Unternehmen Gewinn, Personen und Vereinen Beschäftigung bzw. Institutionen eine Quelle der Finanzierung. Investitionen in die Infrastruktur erhöhen in der Folge die Lebensqualität der Gemeinde. Es ergeben sich Synergien und Abhängigkeiten aus der Wirkung gemeinsamer Aktivitäten. Das gemeinsame Interesse schafft ein Motiv für die Zusammenarbeit, damit verbunden ist die Einbindung der Stakeholder und die interne Kommunikation bedeutend.

Das Wesen einer Destinationsmarke

Eine Destination ist im Tourismus ein Ort oder eine Region, welche das Ziel einer Reise darstellt. Bei der Reise kann es sich um eine private Urlaubsreise oder eine geschäftliche Dienstreise im Rahmen der Arbeitszeit handeln. Diese Destination wird zu einer Marke, wenn die geografische Bezeichnung einen emotionalen Wert für Gäste bekommt. Während die Destinationsbezeichnung primär eine geografische Orientierung ist, löst die Destination eine Erwartung oder Emotion aus. Als Marke gewinnt ein Gebiet im Vergleich zur Konkurrenz überdurchschnittliche Attraktivität und Bedeutung.

In diesem Zusammenhang unterscheidet sich eine Destination von einem Unternehmen, denn die Bausteine mit Wirkung auf den Gesamteindruck können nicht zentral gesteuert werden. Viele heterogene Akteure mit unterschiedlichen Interessen erschweren die Markenbildung, denn die Gäste nehmen das Gesamtbild der touristischen Leistung – dazu zählen auch die Infrastruktur, der Dialog mit den Einheimischen und das Erscheinungsbild der Häuser – unabhängig vom geplanten touristischen Angebot wahr.

Qualitative Forschung mit Experteninterviews

Dieser Artikel bezieht sich auf die empirische Studie unter fünf Expertinnen und Experten, welche langjährige Erfahrung rund um eine südländische Destination haben. Die fachliche Bandbreite – von der Direktorin eines Tourismusverbands über den Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur bis zu einem Tourismus-Unternehmer – deckt die Vielfältigkeit rund um eine Destinationsmarke ab. Die Interviews unter der Leitung von Katarzyna Kupaj wurden über eine strukturierte Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel ausgewertet bzw. im Hinblick auf den Einsatz von Events im Rahmen des Destinationsmarketing zusammengefasst.

Zu den Kernergebnissen zählt die Einschätzung der Expertinnen und Experten, dass eine Destination durch den Einsatz von Events ein Alleinstellungsmerkmal in Form von Erlebnissen generieren kann. In diesem Zusammenhang ist die Integration der Veranstaltungen in die übergeordnete Markenstrategie wichtig. Dafür muss innerhalb der Destination eine Markenidentität entwickelt werden, welche von den unterschiedlichen Stakeholdern akzeptiert und mitgetragen wird. Events eignen sich auch zur Schaffung eines Gemeinschaftsgefühls innerhalb der lokalen Bevölkerung, die Affinität zur örtlichen Kultur ist eine wichtige Grundlage.

Affinität und Einbindung der Stakeholder als Grundlage für Wirkung

Unter Events werden Veranstaltungen mit einem kommerziellen Zweck verstanden, die das Image einer Destination beeinflussen können. Für den Imagetransfer von einer Veranstaltung auf ein Gebiet muss es einen kommunizierbaren Markenkern geben. Durch die gleichzeitige Darbietung der Emotionen über das Event und der Informationen zur Marke wird die Grundlage für den Imagetransfer gelegt. Als Bedingung gilt die Affinität zwischen Event und Marke, der Zusammenhang muss glaubwürdig und nachvollziehbar sein. Die Affinität kann stark durch die Einbindung der relevanten Stakeholder geschaffen werden. Eine Veranstaltung ohne Affinität kann kurzfristigen Eventtourismus generieren, aber die langfristige Wirkung auf das Image entsteht durch Affinität zwischen Event und Destinationsmarke.

In diesem Zusammenhang vereint eine zentrale Koordinationsstelle die gemeinsamen Aktivitäten und Markenwerte. Professionelles Stakeholdermanagement gehört zu den Kernaufgaben von Tourismusorganisationen und den kritischen Erfolgsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit einer Destination. Bei der Einbindung der Stakeholder muss Konsens über die Markenidentität des Ortes oder der Region bestehen. Darauf aufbauend ergibt sich ein starker Bedarf an Koordination der unterschiedlichen Anspruchsgruppen der Destination, die nicht weisungsgebunden sind. Die interne Kommunikation unter den Stakeholdern bezieht sich auf öffentliche Institutionen, örtliche Verwaltungseinheiten und Anbieter am touristischen Markt.

Zusammenfassend bestätigt die empirische Untersuchung das Potenzial von Events zum Stärken einer Destinationsmarke. Als Kernpunkt für den langfristigen Imagetransfer von Events auf die Destination wird die Affinität zwischen Veranstaltung und Markenkern betrachtet. Als Ergebnis kann auch abgeleitet werden, dass die Imagewirkung größer ist, wenn die Stakeholder des Ortes oder Gebiets stark eingebunden sind. Neben der Wirkung bei den teilnehmenden Gästen wird auch ein großes Potenzial zur Stärkung der Destinationsmarke nach innen gesehen.

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Austria Center Vienna erwartet starken Veranstaltungssommer: Kongresse kommen wieder nach Wien

Das Austria Center Vienna bereitet sich auf das aktuelle Kongressjahr vor: Nach zwei Jahren mit zahlreichen Verschiebungen und dem Fokus auf neue virtuelle Formate werden heuer erstmals wieder zahlreiche Kongresse mit mehreren Tausend Teilnehmern erwartet. Um diese Veranstaltungen möglichst sicher durchführen zu können, findet ein Großteil in der warmen Jahreszeit statt. Auch das Wiener Spielefest wurde auf Oktober vorverlegt.

„Wir bereiten uns schon heuer auf die schrittweise Rückkehr der großen Kongresse vor. Aus der Erfahrung der vergangenen Winter mit zahlreichen nationalen und internationalen Einschränkungen haben wir möglichst viele Veranstaltungen zwischen April und Oktober eingeplant“, sagt Susanne Baumann-Söllner, Direktorin des Austria Center Vienna.

So finden etwa der Kongress der Geowissenschaften (EGU) Ende Mai, die Kongresse der Humangenetiker (ESHG) und Neurologen (EAN) im Juni und der Kongress der Radiologen (ECR) im Juli 2022 statt. Weitere Highlights sind der Baukongress (Ende April), die Fachkongresse zur Kontinenz (ICS) und zur Gelenkchirurgie (AGA) im September sowie die Jahrestagung der Hämatologen (DGHO) und der Neuropsychopharmakologen (ECNP) im Oktober des Jahres. Nachdem das Wiener Spielefest aufgrund von Covid die vergangen zwei Jahre pausieren musste, findet es heuer ausnahmsweise schon vom 21.bis 23. Oktober statt.

Maximum an Flexibilität ist gefragt

Im Zuge der Pandemie wurden zahlreiche Großkongresse auf 2022 und die Folgejahre verschoben. Auch für das heutige Geschäftsjahr ist bei der Planung vor allem eines gefragt: Flexibilität: „Die Branche ist nach wie vor in einem allgemeinen Zustand der Unsicherheit und wartet die Entwicklung des Infektionsgeschehens und der entsprechenden Maßnahmen ab. Durch das Angebot der Terminverlegung in die warme Jahreszeit und die Durchführung als Hybridveranstaltung mit flexibler Teilnehmerzahl vor Ort bieten wir unseren Kunden ein höchstmögliches Maß an Planungssicherheit“, so Baumann-Söllner. Von der Entwicklung der nächsten Wochen und Monate wird demnach auch die genaue Anzahl der Teilnehmer abhängen – das Austria Center Vienna ist auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet.

Branche ist im Wandel: Nachhaltige Kongresse sind die Zukunft

Noch vor wenigen Jahren war das Kongressgeschäft saisonal geprägt – mit dem klaren Fokus auf Frühling und Herbst. Der aktuelle Trend zu Sommerveranstaltungen könnte – nicht nur pandemiebedingt – auch zukünftig bestehen bleiben. Dies ist lediglich eine von vielen aktuellen Veränderungen: „Die Branche ist derzeit in einem fundamentalen Wandel. Themen wie hybride Angebote, Wahlmöglichkeiten bei der Anreise und flexible Teilnahmedauer werden immer wichtiger. Wer sich entscheidet, für einen Kongress in ein anderes Land zu reisen, braucht triftige Gründe. Unsere Aufgabe ist es daher, die perfekten Rahmenbedingungen für Wissensaustausch und Networking zu schaffen. Dazu gehören mittlerweile auch unsere begrünten Terrassen und Außenbereiche, welche in diesem Jahr noch einmal deutlich wachsen werden“, erklärt Baumann-Söllner.

Das Austria Center Vienna hat als Österreichs erstes zertifiziertes Green Conference Center Ende 2021 seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und sich für die kommenden Jahre das Ziel gesetzt, die Anzahl der Green Meetings und Events deutlich zu erhöhen. Das Kongresszentrum berät und zertifiziert schon seit Jahren kostenlos, so wurden etwa im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes 2018 rund 125 Tonnen Restmüll und 200 Tonnen Papiermüll eingespart.

Foto: acv.at/Ludwig-Schedl

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Location-Special: Salzburg

Sie möchten Ihre Gäste, Kunden oder Mitarbeiter mit einer besonderen Location beeindrucken? Von historisch bis modern: Wir haben die inspirierendsten Locations in Salzburg für Ihr nächstes Event.

Traumhafte Aussichten

Im Zentrum der Stadt, direkt gegenüber dem Hauptbahnhof von Salzburg, ist das Hotel Europa Salzburg gelegen. Das Panorama-Restaurant im 15. Stock bietet einen Ausblick über die gesamte Stadt und die Umgebung. Die drei Veranstaltungsräume in verschiedenen Größen verfügen über Tageslicht und moderne Technik.

Austria Trend Hotel Europa SalzburgRainerstraße 31, 5020 SalzburgTel. 0662/889 93europa.salzburg@austria-trend.atwww.austria-trend.at

Historisch und modern

Im Gasteinertal steht einem erfolgreichen Kongress im Salzburger Land nichts mehr im Weg. Das Kongresszentrum Bad Hofgastein bietet alle Voraussetzungen: technisch vollausgestattete Räume für 20 bis 400 Personen, abwechslungsreiche Rahmenprogramme und eine Lage in der malerischen Salzburger Landschaft. Stilvolles Ambiente und großzügige, vollausgestattete Räume gehören genauso zum Repertoire des Kongress-Zentrums wie jahrzehntelange Erfahrung mit der Organisation.

www.gastein.com

Planung & Kreation

Egal ob Präsenz-, virtuelles oder hybrides Event – ohne die passende Event-Technik geht nichts. Gut, dabei auf einen Partnern zählen zu können, der nicht nur die Technik, sondern auch Top-Beratung zur Verfügung stellen kann:  Das Spektrum der Eventspezialisten von Revolution Rental mit Sitz in Hallein reicht dabei von kulturellen Events über Festivals bis hin zu Firmenveranstaltungen. 

www.revolutionrental.at

Foto: Austria Trend Hotels

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„Best Talents“-Auszeichnung für Burgenlands beste TourismuspraktikantInnen

„Check the Prak!“, die erfolgreiche Offensive für Nachwuchs von Burgenland Tourismus und der Wirtschaftsagentur Burgenland im Tourismus wird fortgesetzt, um dem Arbeitskräftemangel im heimischen Tourismus entgegenzuwirken. Jetzt zeichnete Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel die „Best Talents“ des Praktikums-Sommers 2021 aus.

„Es ist schön zu sehen, dass wir junge Menschen für Berufe im Tourismus begeistern konnten. Mit dem „Best Talents“-Wettbewerb wollen wir die Schülerinnen und Schüler motivieren und Lust auf eine Karriere im Tourismus machen“, sagt Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel. Den Praktikantinnen und Praktikanten gab er persönliche Tipps für ihre Tourismusausbildung und sparte nicht mit Lob für ihre Leistungen: „Euch stehen alle Wege offen – dass Ihr zu den Besten gehört habt ihr eindrucksvoll bewiesen!“ Tunkel dankte auch den Tourismusbetrieben für ihren Einsatz und die Chance, die sie den Jugendlichen geben, um wichtige Berufserfahrung zu sammeln und persönliche Stärken zu erkennen.

Auszeichnungen in fünf Kategorien

Die Praktikantinnen und Praktikanten wurden in den Bereichen Front Office (Rezeption), Back Office (Verwaltung, Marketing), Küche & Service sowie touristische Dienstleister (Weingüter, Draisinentour, etc.) ausgezeichnet. Als Anerkennung erhielten die Gewinnerinnen und Gewinner neben der „Best Talents-Trophäe“ einen Gutschein für einen Aufenthalt in einem Hotel im Burgenland. Die zweit- und drittplatzierten Nachwuchstalente erhielten Burgenland-Gutscheine.

„Best Talents 2021“ – Gewinnerinnen und Gewinner der Kategorien und ihre Praktikumsbetriebe:„Back Office“: Elisabeth Wachernig (AVITA Resort Bad Tatzmannsdorf)„Front Office“: Carina Fladerer (Thermenhotel PUCHASPlus Stegersbach)„Küche“: Marlene Graf (Reiters Finest Family Hotel)„Touristische Dienstleister“: Leonie Rozsenich (Weingut Gager)„Service“: Julia Horvath (Vila Vita Pannonia)

„Check the Prak!“ geht 2022 in die nächste Runde

Auch 2022 will man wieder Schülerinnen und Schüler für Tourismusberufe begeistern. Über die Jobbörse von „Check the Prak!“ können die Betriebe kostenlos ihre offenen Praktikumsstellen für das heurige Jahr inserieren und den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das vielfältige Berufsfeld bieten. Diese können so aus einem abwechslungsreichen Angebot wählen und sich für ihr Wunsch-Praktikum im Sommer bewerben. Mit „Check the Prak!“ will Burgenland Tourismus Impulse bei Jugendlichen und auch bei den Betrieben setzen. Letzteren steht in diesem Jahr wieder eine Förderung der Wirtschaftsagentur Burgenland zur Verfügung.

Foto: Lukas Dominkovits, Elisabeth Wachernig, Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel, Anna Steiner, Leonie Rozsenich und Marlene Graf (v.l.n.r.). © Burgenland Tourismus/ Lexi

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Quelle: Messe & Event Magazin

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