Bundeshaushalt 2026: Mehr Mittel für das Auslandsmesseprogramm

Bundeshaushalt 2026: Mehr Mittel für das Auslandsmesseprogramm

Der Deutsche Bundestag hat am 28. November das Bundeshaushaltsgesetz 2026 verabschiedet. Es sieht eine moderate Erhöhung der Mittel für das Auslandsmesseprogramm (AMP) vor und würdigt zugleich die Bedeutung der Auskunftspersonen.

Das AMP des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) erhält zusätzlich 2,3 Millionen, das des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) 300.000 Euro. Es handelt sich um einen kleinen Schritt in die richtige Richtung – aber nicht ausreichend. Besonders im Bereich des BMWE bleibt die Aufstockung weit hinter den bis zu vierzig Prozent gestiegenen Kosten für Auslandsmessebeteiligungen zurück. Der AUMA fordert daher weiterhin 49 Millionen Euro für das AMP des BMWE, das im Haushalt 2026 mit 44 Millionen Euro angesetzt ist, sowie 14 Millionen Euro für das AMP des BMLEH, das derzeit bei 12,5 Millionen Euro liegt. Auch das Young Innovators Programm stagniert bei 2,48 Millionen Euro und sendet damit kein Signal für den Innovationsstandort Deutschland.

Positiv hervorzuheben ist die Verlängerung des Haushaltsvermerks zur Reisekostenerstattung für Auskunftspersonen, der 2025 eingeführt wurde. Auskunftspersonen sind Branchenexperten, die von den ausstellenden Verbänden unentgeltlich auf Auslandsmessen entsendet werden, um deutsche Unternehmen bei der Geschäftsanbahnung zu unterstützen. Mit der Reisekostenerstattung unterstreicht der Gesetzgeber ihre zentrale Rolle an den internationalen Gemeinschaftsständen der Bundesrepublik.

Messeförderprogramme gehören zu den effizientesten Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung. Jeder Euro, der in das AMP investiert wird, generiert 216 Euro Wertschöpfung in Deutschland. In Zeiten struktureller wirtschaftlicher Herausforderungen sind Messeförderprogramme Zukunftsinvestitionen. Ausreichende Mittel und der Einsatz von Auskunftspersonen sind entscheidend für ihre Qualität und Wirkung.

 

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Quelle: AUMA News

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AUMA im Bundestag: Messewirtschaft als Motor für Geschäftsreisen

AUMA im Bundestag: Messewirtschaft als Motor für Geschäftsreisen

Um die Rolle der Messewirtschaft als Motor für Geschäftsreisen näher zu beleuchten, hat der Tourismusausschuss des Bundestages am 3. Dezember zu einer öffentlichen Anhörung eingeladen. AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier hat als Sachverständiger teilgenommen, eine Stellungnahme präsentiert und die Fragen der Abgeordneten beantwortet.

Der AUMA hat deutlich gemacht, dass die zahlreichen Messen in Deutschland Treffpunkte für Innovation und internationale Geschäftsanbahnung sind und dem deutschen Mittelstand ermöglichen, globale Märkte vor seiner Haustür zu erschließen. Die Messebranche sichert rund 230.000 Arbeitsplätze in Deutschland und generiert mehr als 4 Milliarden Euro Steuereinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden. Zwei Drittel aller Weltleitmessen finden in Deutschland statt, mehr als 60 Prozent der Aussteller und 35 Prozent der Fachbesucher kommen aus dem Ausland – klare Belege für die internationale Strahlkraft des Messeplatzes Deutschland.

Jörn Holtmeier hat zugleich vor Herausforderungen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit gewarnt. Infrastrukturprobleme wie verspätete Züge, eingeschränkte Flugverbindungen und eine schleppende Visumsvergabe gefährden die Attraktivität des Messeplatzes Deutschland. Eine verlässliche Mobilitätsinfrastruktur und eine ausgeprägte Willkommenskultur sind entscheidend, damit Deutschland auch in Zukunft seine Position als weltweit führender Messestandort sichert. Der AUMA hat die die Mitglieder des Tourismusausschusses auch dazu aufgerufen, zügig die geplanten Infrastrukturinvestitionen umzusetzen, die Messeförderprogramme auszubauen und das Visumsverfahren zu digitalisieren.

In der Anhörung wurde klar: Geschäftsreisen sind ein zentraler Faktor für Wertschöpfung, Innovation und Export. Die Messewirtschaft ist dabei ein unverzichtbarer Treiber – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen. Für die internationale Vernetzung des Mittelstandes bleibt Deutschland als Messeplatz ein Schlüsselstandort, der politisch flankiert werden muss.

 

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Wolfram N. Diener wird UFI-Präsident

Wolfram N. Diener wird UFI-Präsident

Der Weltmesseverband UFI hat Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, zum Präsidenten für die Amtszeit 2026/27 gewählt. Die Wahl erfolgte während der UFI European Events Week in Thessaloniki und würdigt seine über 30-jährige internationale Führungserfahrung in Asien und Europa.

Diener ist im November 2025 als designierter Präsident dem UFI-Präsidium beigetreten. Er übernimmt das Amt offiziell beim 93. UFI Global Congress 2026 in Bahrain. Bereits seit 2022 ist er Mitglied des UFI-Vorstands und Schatzmeister im Exekutivkomitee. Diener ist seit 2020 Mitglied im Vorstand des AUMA.

Das aktuelle Präsidium (Presidential Trio) besteht aus Panittha Buri, aktuelle Präsidentin (Vice-Chairperson, Bhiraj Buri Group, Thailand), Hugh Jones, scheidender Präsident (CEO, RX, Großbritannien), Wolfram N. Diener, designierter Präsident.

Mit seiner Expertise und globalen Vernetzung wird Diener die strategische Ausrichtung des Weltmesseverbands maßgeblich mitgestalten. Die Wahl unterstreicht zugleich die hohe internationale Reputation der Messe Düsseldorf.

 

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Nachhaltigkeitsberichterstattung: Einigung in Brüssel

Nachhaltigkeitsberichterstattung: Einigung in Brüssel

Seitdem die EU-Kommission zu Beginn 2025 den Kurs in Richtung Bürokratieabbau eingeschlagen hat, stellt sich für viele Unternehmen – auch für Messeakteure – die Frage, ob und in welchem Umfang sie von den Berichtspflichten im Bereich Nachhaltigkeit betroffen sein werden. Nach langwierigen Debatten haben die Unterhändler von EU-Kommission, Rat und Parlament nun eine Einigung zum sogenannten Omnibus-I-Paket erzielt. 

Die Einigung der europäischen Co-Gesetzgeber zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) enthält folgende Punkte:

  • CSRD soll für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und einem Jahresnettoumsatz über 450 Millionen Euro gelten. Das Europäische Parlament konnte sich mit seinem Schwellenwert von 1.750 Mitarbeitenden nicht durchsetzen.
  • CSDDD soll für Unternehmen gelten, die mehr als 5.000 Mitarbeitende und einen Nettoumsatz von über 1,5 Milliarden Euro haben. Rat und Parlament vertraten hier identische Positionen, die deutlich über dem Vorschlag der Kommission (1.000 Mitarbeitende + 450 Millionen Euro Umsatz) lagen.

Überprüfungsklausel eingeführt

Interessanterweise wurde eine Überprüfungsklausel beschlossen, nach der die Gesetzgeber die vereinbarten Schwellenwerte zu einem bestimmten Zeitpunkt erneut prüfen und gegebenenfalls anpassen können. Die aktuelle Formulierung ermöglicht Korrekturen sowohl nach oben als auch nach unten.

Weitere wesentliche Änderungen betreffen die Lieferkettenrichtlinie CSDDD. So soll die Compliance-Pflicht für Unternehmen erst ab Juli 2029 – also ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen – beginnen. Außerdem entfällt die Pflicht zur Erstellung von Klimatransitionsplänen, mit denen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle an die Klimaziele des Pariser Abkommens anpassen sollten.

Finale Abstimmungen Mitte Dezember

Das Trilog-Ergebnis muss nun noch von Rat und Parlament formal bestätigt werden. Die entsprechenden Abstimmungen im Europäischen Rat sollen noch dieses Jahr stattfinden, die Plenarabstimmung im Parlament ist für den 16. Dezember 2025  angesetzt.

 

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Quelle: AUMA News

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Drei Erlebnisse, ein Wochenende: Wels wird erneut zum Zentrum für Bike-, Angel- & Bogensportfans

Wels wird auch 2026 wieder zum Hotspot für Outdoor-Fans! Vom 31. Jänner bis 1. Februar 2026 öffnen das Fishing Festival, die Bogensportmesse und das Bike Festival Austria ihre Tore – ein Wochenende voller Action, Expertise und Erlebnis, alles mit nur einem Ticket.

Bike Festival Austria 2026: Das Highlight für Bikefans

Das Bike Festival Austria präsentiert ein riesiges Ausstellerangebot führender Marken und Neuheiten aus allen Bike-Segmenten: E-Bikes, Gravelbikes, Mountainbikes, Rennräder, Komponenten, Zubehör, Bekleidung, Sporternährung, Sicherheit, Radreisen und vieles mehr. Kompetente Beratung und die Möglichkeit, Traum-Bikes direkt vor Ort zu testen, machen das Festival zu einem besonderen Erlebnis.

Auf dem großen Indoor-Testparcours stehen Bikes von Marken wie Simplon, KTM, Specialized, Cube, Giant, Riese & Müller, Trek, Haibike und weiteren Top-Marken bereit. Testfahrten ermöglichen die Beurteilung von Handling, Fahrgefühl und Komfort.

Das Rahmenprogramm 2026 kombiniert Informationen, Action und Erlebnis. Spannende Shows, Workshops und Vorträge sorgen für Abwechslung. Ein besonderes Highlight ist die Premiere der JUMP FACTORY mit dem größten Show-Setup aller Zeiten. Ein 9 Meter hoher Roll-In und eine über 3 Meter hohe Absprungrampe garantieren spektakuläre Sprünge. Auf der Rookie Line können Besucher selbst aktiv werden, Rampen, Airbag und Flatbag ausprobieren. Fachvorträge, Expertentipps und das Sonderthema Triathlon runden das Programm ab.

Fishing Festival 2026: Die Anglermesse des Jahres

Das Fishing Festival bietet zwei Tage voll Rutenpower, Köderträume und Hightech-Equipment. Von Raubfisch über Karpfen bis Fliege – die ganze Welt des Angelns ist unter einem Dach vereint. Marken wie Sportex, Shimano, Rapala, Westin und viele weitere präsentieren Neuheiten und ermöglichen Praxistests.

Auf der Hauptbühne teilen Experten wie Didi Isaisch, Stefan Seuß oder Michael Bierbaumer ihr Wissen. Live-Demos, Köderspiele und Wurfshows sorgen für praxisnahe Einblicke. Kinderprogramme und Mitmachstationen, betreut vom Welser Sportfischerverein und der Österreichischen Fischereigesellschaft, machen den Einstieg in den Angelsport besonders attraktiv. Traditionell informiert der OÖ-Landesfischereiverband über den Fisch des Jahres und verwöhnt Besucher beim Showkochen.

Bogensportmesse 2026: Treffpunkt der Bogensport-Szene

Die Bogensportmesse deckt sowohl traditionellen als auch modernen Bogensport ab. Besucher können das eigene Können am 3D-Parcours oder im Indoor-Schusskanal unter fachkundiger Anleitung testen. Das 3D Bowmasters Indoor Turnier auf rund 800 m² verspricht Spannung für Teilnehmer und Zuschauer.

Erstmals wird die Messe von einem kleinen Mittelaltermarkt begleitet, der Handwerkskunst, Gewandungen und kulinarische Spezialitäten mit Bogensport verbindet. Hochkarätige Referenten wie Urte Paulus geben praxisnahe Einblicke und stehen für Fragen und Tipps zur Verfügung. Zusätzlich finden die Österreichischen Staatsmeisterschaften und Meisterschaften nach WA Indoor statt.

Ein Wochenende – drei Welten

Ob Bike, Angeln oder Bogensport – jede Messe bringt einzigartige Erlebnisse mit. Gemeinsam entsteht ein Event, das Outdoor- und Sportbegeisterte aller Altersgruppen fasziniert und ein abwechslungsreiches Erlebniswochenende bietet.

Quelle: Messe & Event Magazin

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10 Jahre Wiener Alm: KESCH Hüttengaudi im Prater feiert Jubiläum

Rund 40.000 Gäste, knapp 500 Events und ein Konzept, das nach wie vor aufgeht: Die Pop-up-Almhütte von KESCH im Wiener Prater hat sich als gefragte Location für exklusive Firmenfeiern etabliert. Beim traditionellen Opening der diesjährigen Saison wurde auch auf das 10-jährige Jubiläum angestoßen. Mit dabei waren rund 150 Gäste, darunter Ski-Star Michaela Dorfmeister, Kickbox-Weltmeisterin Nicole Trimmel, Speedskaterin Elisabeth Schrenk und Strongman Matthias Göth.

Eine Marktlücke wird zur Erfolgsgeschichte

Die Idee hinter der Wiener Alm war simpel und genau deshalb erfolgreich. KESCH-Geschäftsführer Lukas Schütz erinnert sich: „Für unsere Kunden haben wir in Wien oft verzweifelt Locations für Weihnachtsfeiern mit 20 bis 140 Gästen gesucht – zu guten Konditionen, mit echter Exklusivität und Party-Atmosphäre. Außerdem sind sich viele Locations ähnlich.“

Die Lösung: eine unverwechselbare, urige Alm-Location mitten im Prater, mit Blick aufs Riesenrad. „Nicht ,more of the same‘, sondern die Wiener Alm“, so Schütz. Das Konzept ging auf. Vor allem Business-Kunden schätzen das authentische Après-Ski-Ambiente in der Stadt – im November und Dezember für Weihnachtsfeiern, zu Jahresbeginn für Kick-offs und Firmenpartys.

„Der Erfolg der Wiener Alm zeigt, worauf es im Live-Marketing wirklich ankommt“, ergänzt KESCH-Geschäftsführer Thomas Kenyeri. „Ein klarer USP, ein Erlebnis, das man nirgendwo anders bekommt, und die Fähigkeit, genau das zu liefern, was der Markt braucht. Wir haben damals eine Lücke identifiziert und mit einem unverwechselbaren Konzept geschlossen – das ist bis heute unser Erfolgsrezept.“

Promis schneiden Geburtstagstorte an

Bei der Jubiläumsfeier, die gleichzeitig den Startschuss für die aktuelle Saison markierte, dankte Kenyeri den Gästen: „Wir freuen uns, dass so viele unserer Kunden, Freunde und Partner heute gekommen sind. Lasst uns feiern – heute und noch viele Jahre!“

Den Anschnitt der Geburtstagstorte übernahmen Michaela Dorfmeister und Nicole Trimmel gemeinsam mit Strongman Matthias „Cheezy“ Göth. Die beiden Sportlerinnen zeigten sich beeindruckt: „Es ist wirklich beeindruckend, was KESCH auf die Beine gestellt hat. Ohne dieses Herzblut und die Leidenschaft, die KESCH in jedes Projekt reinsteckt, gäbe es auch die Wiener Alm nicht.“

Göth bot gleich seine Unterstützung an: „Vor ein paar Jahren habe ich für den Weltrekord im Maßkrugtragen geübt und schaffte 28 Maßkrüge über 50 Meter. Falls ich jetzt für eine Weihnachtsfeier in der Wiener Alm gebucht werde, würde ich mir immer noch 25 Maß zutrauen.“

Das Best-of der Gratulanten

Unter den 150 Gästen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur waren unter anderem Alexander Eisner und Melanie Schomann (OBI), Lisa Moosbrugger (Coca-Cola), Julia Stimpfl und Raffaela Neuwirth (Coca-Cola HBC Österreich), Daniel Gmeiner (KEEGO), Peter Stark (infinity), Sabrina Schwarz (Magenta), Kathrin Brandtner (Wiesbauer), Christian Stamhammer (Österreichische Lotterien), Bernhard Gily (medianet), Alexander Ruthner (Prater Wien), Pia VanSaanen (Henkel), Rene Petzner (BYD), Niko Pabst (Freudebringer) und Andreas Ladich (MCÖ) u. v. a.

Messe & Event wünscht „Happy Birthday!“

Ich selbst kenne und schätze das KESCH-Pack als ein Team von Enthusiasten, die für das Thema Events und Marketing brennen und damit immer wieder einzigartige Erlebnisse für Kunden und Gäste schaffen. Genau das macht ihren USP für mich aus: Sie kreieren keine Veranstaltungen, sondern echte Brand Experiences, die im Gedächtnis bleiben. Die Wiener Alm ist dafür ein Parade-Beispiel. Gratulation zu diesem Erlebnis, das emotional berührt, verbindet und genau das liefert, was man nirgendwo anders bekommt. So funktioniert erfolgreiche Markeninszenierung.

Happy Birthday, Wiener Alm – im Namen des gesamten Messe & Event-Teams!

Quelle: Messe & Event Magazin

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MUSIG: Wie KI Krisenmanagement bei Großevents verändern kann

Großveranstaltungen wie Festivals, Sportevents oder Messen bringen jedes Jahr hunderttausende Menschen zusammen – und stellen Einsatzorganisationen sowie Behörden vor enorme Herausforderungen. Im Forschungsprojekt MUSIG wurde von 2022 bis 2024 erforscht, wie moderne Methoden der digitalen Datenanalyse und Künstlichen Intelligenz (KI) das Krisen- und Event-Management künftig unterstützen können.

Geleitet wurde das Forschungsprojekt MUSIG von der Paris Lodron Universität Salzburg. Projektpartner waren das Österreichische Rote Kreuz, Johanniter Österreich Ausbildung und Forschung gemeinnützige GmbH, Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, eurofunk Kappacher GmbH sowie Spatial Services GmbH. Gefördert wurde das Projekt durch die FFG.

Ziel: Bessere Lagebilder für Behörden und Einsatzkräfte

Im Kern untersuchte MUSIG, wie sich unterschiedliche Datenquellen intelligent verbinden lassen, um ein genaueres und dynamischeres Lagebild in Krisensituationen und bei Großveranstaltungen zu erzeugen.

Analysiert wurden unter anderem:

  • Mobilfunkdaten

  • Kamerabilder

  • Beiträge aus sozialen Medien

Mit Hilfe von KI-Methoden wurden diese Informationen kombiniert, um Muster in Bewegungsströmen erkennbar zu machen: Wie viele Personen sind in einem Bereich unterwegs? Wie dicht ist die Menge? In welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit bewegt sie sich?

Zusätzlich wurden Methoden erforscht, um Emotionen und Gesprächsthemen aus Social Media auszuwerten, um ein Gefühl für die Stimmungslage der Besucher zu bekommen – etwa ob Verunsicherung, Unzufriedenheit oder positive Stimmung überwiegen. Einsatzkräfte erhalten damit eine zusätzliche Dimension im Lagebild.

Testszenario Donauinselfest 2023

Ein zentrales Testszenario für das Projekt war das Wiener Donauinselfest 2023. Dort wurden Bilddaten erhoben, um reale Szenarien in die Forschung einfließen zu lassen.

  • Im Regiebereich wurde auf Anfrage von Joanneum Research und nach Bewilligung durch die Datenschutzbehörde sowie den Veranstalter eine Kamera installiert.

  • Die Aufnahmen wurden ausschließlich für Forschungszwecke im Rahmen des Projekts MUSIG genutzt.

  • Das Donauinselfest diente im Projekt als Grundlage für eine szenarienbasierte Evaluierung – es gab keinen Echtzeiteinsatz des Systems, die Analysen wurden rein fiktiv und nachgelagert gemeinsam mit Einsatzkräften durchgespielt.

MUSIG wurde nicht vom Donauinselfest beauftragt, sondern 2023 über eine Rettungsorganisation an die Veranstalter herangetragen. Die Kooperation bezog sich ausschließlich auf den temporären Kameraeinsatz zur Unterstützung des Forschungsprojekts.

Darüber hinaus sind Videoüberwachungsmaßnahmen auf dem Gelände jährlich Teil der Donauinselfest-Hausordnung und vor Ort entsprechend ausgewiesen.

Laut vorliegenden Informationen ist das Forschungsprojekt MUSIG inzwischen abgeschlossen. Die publizierten Forschungsergebnisse sind frei im Internet zugänglich, wurden dem Donauinselfest allerdings nicht übermittelt. Außer der Zusammenarbeit im Jahr 2023 gab es keine weiteren Berührungspunkte.

Datenschutz im Fokus: Was MUSIG nicht macht

Gerade bei der Analyse von Bewegungs- und Bilddaten steht schnell der Vorwurf im Raum, es handle sich um Überwachung. MUSIG setzt jedoch bewusst auf einen anderen Ansatz. Alle technischen Entwicklungen im Projekt wurden begleitet durch ein Ethical Board, soziologisch-ethische Forschung, sowie laufende Koordination mit Bedarfsträgern im Projekt:

  • Keine Überwachung von Einzelpersonen

  • Keine personenbezogenen Daten

Stattdessen werden die Daten räumlich und zeitlich anonymisiert und aggregiert. Das System liefert also keine Informationen über Individuen, sondern über Muster: Wo wird es dichter? Wo nimmt die Dynamik zu? Wo könnte sich eine kritische Situation entwickeln?

Entscheidungen und Maßnahmen bleiben weiterhin Aufgabe von Einsatzkräften – MUSIG ersetzt keine Leitung, sondern stellt zusätzliche, datenbasierte Entscheidungsgrundlagen bereit.

Relevanz für die Eventbranche

Für Veranstalter von Messen, Konzerten oder Großevents eröffnet ein solcher Ansatz mittelfristig neue Möglichkeiten:

  • Frühzeitiges Erkennen von Engpässen in Zu- und Abgängen

  • Bessere Besucherlenkung durch Wissen über tatsächliche Ströme

  • Unterstützung bei Krisenplanung und Evakuierung

  • Monitoring der Stimmungslage zur präventiven Steuerung von Maßnahmen

Gerade vor dem Hintergrund steigender Sicherheitsanforderungen und komplexer werdender Events könnte die Kombination aus KI, Geodaten und Social Media Analysen zu einem neuen Standard im professionellen Crowd- und Krisenmanagement werden.

Zur Person: Prof. Bernd Resch

Eine zentrale wissenschaftliche Rolle im Projekt spielte Prof. Bernd Resch. Während des Projektzeitraums war er an der Paris Lodron Universität Salzburg tätig.

Seit 1. Oktober 2024 ist er Gründungsprofessor an der Interdisciplinary Transformation University (IT:U) in Linz, der neuen Technischen Universität für Digitale Transformation. Sein Forschungsgebiet ist Geosocial Artificial Intelligence, also die Verbindung von räumlichen Daten, sozialen Medien und KI-Methoden zur Analyse von geografischen und sozialen Prozessen.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Ferien-Messe & Vienna Drive: Das große Messedoppel für Urlaub und Mobilität 2026

Reiselustige, Familien, Genussfreunde und Mobilitätsfans dürfen sich freuen: Die Ferien-Messe Wien und die Vienna Drive kehren 2026 in die VIECON Messe Wien zurück – mit einem noch breiteren Angebot und zahlreichen Highlights aus aller Welt. Vom 15. bis 18. Jänner 2026 verwandelt sich die Messe Wien in ein vibrierendes Zentrum für Reisen, Entdeckungen und moderne Mobilität.

Reiseerlebnisse aus aller Welt

Die Ferien-Messe Wien lädt erneut zu einer inspirierenden Entdeckungsreise ein: internationale Traumdestinationen, Geheimtipps, Kulturreisen, Kreuzfahrtangebote, Abenteuer- und Genussreisen – das Spektrum reicht von mediterranen Küsten bis zu fernen Ländern. Österreichs beliebteste Regionen präsentieren zudem ihre Vielfalt an Urlaubsmöglichkeiten im eigenen Land.

Ein besonderer Programmpunkt: Das Partnerland Sri Lanka, das mit Farbenpracht, Duftwelten und traditionellen Darbietungen die Sehnsucht nach exotischen Fernreisen schürt. Ergänzt wird dies durch kulinarische Liveshows, Vorträge, Mitmachstationen und ein buntes Programm für die ganze Familie.

ReiseArena-Showbühne

Auf der großen Showbühne erhalten Besucher Einblicke in spektakuläre Reiseziele – vom Winterzauber Lapplands über Asiens Kulturschätze bis hin zu den verborgenen Regionen des Balkans. Yachtanbieter präsentieren neue Routen, unter anderem nach Madagaskar.

Köstlichkeiten aus aller Welt

Kulinarik-Fans können sich durch österreichische Klassiker, indische Currys, Fischspezialitäten und den „Taste of Sri Lanka“ kosten. Live-Cooking, Verkostungen, Schüler-Competitions und die „Weinviertel Genussreise“ runden das Genusserlebnis ab.

Reisekino & Silent Cinema

Visuelle und akustische Reiseschau: Mit Kopfhörer erleben Besucher eindrucksvolle Bilder und Geschichten aus den entlegensten Winkeln der Erde – ein immersives Format mitten im Messegeschehen.

Family-Highlights: Spaß für Kids & Teens

Freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre und ein buntes Programm mit Trampolinspringen, Jongliershows, Quiz-Stationen und einem „Meet & Greet“ mit Kinderradio-Maskottchen Radino sorgen für Unterhaltung für junge Entdecker.

Vienna Drive 2026 – Mobilität trifft Emotion

Das erfolgreiche Messe-Duo wird 2026 fortgesetzt: Bereits 90 % der Ausstellungsflächen sind vergeben – ein deutliches Zeichen für die hohe Attraktivität der Kombination aus Reisen und Mobilität.

Clara Wiltschke, geschäftsführende Gesellschafterin der AEE, betont: „Die Verbindung von Vienna Drive und Ferien-Messe Wien ist die perfekte Kombination aus Reiselust und Mobilität. Hier treffen Inspiration und Innovation aufeinander. Urlaubsträume und moderne Fortbewegung ergänzen sich ideal.“

In Halle B dreht sich alles um die Mobilität der Zukunft:

  • Neuheiten aus E-Mobilität, Hybrid und alternativen Antrieben

  • Testmöglichkeiten und Beratung

  • Kaufoptionen direkt vor Ort

  • Präsentationen von Infrastruktur- und Mobilitätskonzepten

  • Österreich-Premieren und Jubiläen

  • Live-Demos wie Folier- und Poliershows

  • Motorsport-Emotion beim Erzbergrodeo-Fahrerlager

  • Fahrsimulatoren und Beratung durch Mobilitätsclubs

Ob Neuling oder Autoenthusiast – die Vienna Drive bringt Innovation und Emotion auf die Messefläche.

Ein Ticket – zwei Welten

Das Messeticket berechtigt wie gewohnt zum Besuch beider Veranstaltungen: der Ferien-Messe Wien und der Vienna Drive. Vier Tage lang erleben Besucher Urlaubsstimmung und Mobilitätsfaszination an einem Ort.

Good to know: Gratis für Fachbesucher

Mit T.A.I. geht es kostenlos aufs Messedoppel. Einfach Visitenkarte an den Schaltern der Besucherinformation im Foyer A oder D gegen eine Fachbesucher-Tageskarte tauschen – und schon beginnt das Messeabenteuer.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Meilenstein für die Meetingbranche: Erste bundesweite Wertschöpfungsstudie gestartet

Mit der Beauftragung der ersten österreichweiten Wertschöpfungsstudie und der aktiven Einbindung des Austrian Convention Bureau (ACB) in die strategische Tourismusentwicklung setzt die Meetingbranche ein deutliches Signal. Erstmals wird die Relevanz von Kongressen, Tagungen und Geschäftsreisen für den Standort Österreich wissenschaftlich umfassend erhoben – und strategisch verankert.

Fundierte Daten als Basis für Entscheidungen

Im Rahmen der Convention Strategie Österreich „Meet in Austria“ wurde nun die erste bundesweite Wertschöpfungsstudie gestartet. Das Projekt wird gemeinsam getragen vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), dem Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Österreich, der Österreich Werbung (ÖW) sowie dem Austrian Convention Bureau.

„Wir freuen uns, als Initiator und Branchenvertretung einen entscheidenden Beitrag zur Sichtbarkeit der Tagungswirtschaft zu leisten – auf Basis valider, wirtschaftlicher Daten“, so Renate Androsch-Holzer, Präsidentin des ACB.

Für die wissenschaftliche Umsetzung zeichnet das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) gemeinsam mit JOANNEUM RESEARCH verantwortlich. Das WIFO entwickelt seit Jahren die Tourismussatellitenkonten und überträgt nun ein vergleichbares Modell auf die Meetingbranche. JOANNEUM RESEARCH ergänzt die ökonomische Analyse durch qualitative Datenerhebung und ermöglicht damit eine inhaltlich fundierte Gesamtsicht.

Die Studie wird in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Convention Bureaus der Bundesländer nach den Standards des Meeting Industry Report Austria (mira) durchgeführt. Seit 2009 erstellen ACB und ÖW diese gemeinsame Statistik, die als Basis für die Messbarkeit der Geschäftsentwicklung von Kongressen, Tagungen und Seminaren dient. Die Datenerhebung für die neue Wertschöpfungsstudie ist für 2026 geplant.

„Wir sind gespannt auf die Erkenntnisse, die im zweiten Quartal 2027 erwartet werden, und überzeugt, dass diese Studie die Basis schaffen wird, um die Relevanz unserer Branche noch stärker sichtbar zu machen“, so ACB-Geschäftsführerin Marie Lechner.

ACB als Stimme der Meetingindustrie bei strategischen Weichenstellungen

Ein weiterer Schritt Richtung Zukunft: Dank der guten Zusammenarbeit mit Österreich Werbung, BMWET und WKO nahm ACB-Präsidentin Renate Androsch-Holzer am ersten Expertengipfel zur neuen nationalen Tourismusstrategie „Vom Plan T zur Vision T“ teil. Damit ist die Tagungsbranche erstmals offiziell Teil eines solchen Strategieprozesses.

„Die österreichische Tagungsbranche darf bei der Entwicklung eines zukunftsfähigen Tourismus nicht fehlen“, betont Androsch-Holzer. „Wir freuen uns auf einen weiteren inspirierenden und sinnstiftenden Austausch mit dem Bundesministerium und relevanten Branchenvertreter:innen.“

Die Teilnahme des ACB an diesem Austausch unterstreicht die wachsende Bedeutung der Business Meetings für Standortpolitik, Wertschöpfung und eine nachhaltige Entwicklung des österreichischen Tourismus.

Weitere Informationen

Die Convention Strategie Österreich „Meet in Austria“ sowie Details zur Rolle des ACB in der politischen Arbeit für die Meetingbranche finden Sie unter: https://www.acb.at/verband/conventionstrategie/

Quelle: Messe & Event Magazin

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Future of Festivals 2025: Berlin wird zum internationalen Zentrum der Festivalwelt

Die fünfte Ausgabe des Future of Festivals hat eindrucksvoll gezeigt, wohin sich die europäische Festival- und Großveranstaltungsbranche entwickelt. Mit über 8.000 Teilnehmenden aus mehr als 30 Ländern erreichte das Branchentreffen eine neue Rekordmarke und unterstrich seine wachsende internationale Strahlkraft.

Der besondere Mix aus Innovation, Wissensaustausch, Networking und einem umfangreichen Konferenzprogramm zog sowohl etablierte Branchengrößen als auch viele neue Akteure aus allen Bereichen der Eventlandschaft an.

Rekorde, Impulse und internationale Bühne

Rund 400 Aussteller aus Europa und der Welt präsentierten auf 12.000 Quadratmetern die neuesten Technologien, Produkte und Dienstleistungen für die Festivalbranche.

Über 100 Panels, Keynotes und Workshops mit 220 Speakern boten auf sechs Bühnen einen umfassenden Einblick in Themen wie Nachhaltigkeit, Sicherheit, Künstliche Intelligenz, Inklusion, technologische Innovationen und wirtschaftliche Aspekte der Festivalwelt.

Mit dabei waren Vertreter renommierter Festivals wie Ultra Music Festival, EXIT Festival, MDLBEAST, Sziget Festival, Wacken Open Air, Roskilde Festival, Tomorrowland, Øyafestivalen, Superbloom, Lollapalooza, Eurosonic und Reeperbahn Festival.

Besonders hervor stach das Panel „Festival Funding – How to Get It Right?“. John Rostron (AIF, UK), Anna van Nunen (ESNS, NL) und Tatjana Kaube (Initiative Musik, DE) diskutierten über EU-Programme wie Kreatives Europa, nationale Förderungen sowie nachhaltige Finanzierungsmodelle. Moderiert wurde die Runde von Pamela Owusu Brenyah (Musicboard Berlin, DE).

Partnerland Niederlande: Innovation aus erster Hand

In Zusammenarbeit mit der Niederländischen Botschaft und Innofest präsentierten 16 Start-ups aus den Niederlanden ihre Innovationen – darunter automatisches Mülltrennen, mobile Wasserstoffgeneratoren, nachgeführte Solarsysteme und einpflanzbare Festivalbänder.

Auch Botschafterin Hester Somsen machte sich vor Ort ein Bild von den nachhaltigen Projekten. Der Austausch zeigte deutlich: Die Future of Festivals ist eine starke Plattform, um Länder, Märkte und Akteure international zu vernetzen.

Future of Festivals Award: Auszeichnung für Nachhaltigkeit

Die Awards für herausragende Innovationen und nachhaltige Festivalprojekte wurden verliehen – mit Live-Voting per App:

  • Dienstleistung/Unternehmen: PlantjeBandje für einpflanzbare Festivalbänder

  • Festivals: Wacken Open Air für nachhaltige Moorbasis-Schutzmatten, die das Festivalgelände stabilisieren und Schlamm verhindern

Festival Campus: Wissenstransfer und neue Formate

Lokale und internationale Festivalteams nutzten den Festival Campus für intensiven Austausch. Ein Highlight war der Roundtable „In Brandenburg hilft man sich“, organisiert gemeinsam mit dem Festival-Verband Impuls Brandenburg – ein neues Konzept, bei dem Teams über einen längeren Zeitraum Ideen erarbeiten.

Im 360° Theater präsentierten Festivals ihre Best Practices und Erkenntnisse aus dem vergangenen Jahr als direkten Wissenstransfer innerhalb der Branche.

CEO Robert Stolt betonte:„Mit den neuen Formaten demonstrieren wir, wie essenziell die Zusammenarbeit aller Akteure ist, um auf die zentralen Fragen der Zukunft Antworten zu finden, etwa zur Nachhaltigkeit und Finanzierung. Als europäische Leitmesse gehen wir mit gutem Beispiel voran und das ist uns dieses Jahr gelungen.“

Quelle: Messe & Event Magazin

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