Auslandsmesseförderung 2026: Immer weniger German Pavilions weltweit

Mit der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas ist die deutsche Wirtschaft in das Auslandsmessejahr 2026 gestartet. Doch der Auftakt steht unter gemischten Vorzeichen: Trotz leicht höherem Budget sinkt die Zahl der staatlich geförderten deutschen Gemeinschaftsstände weiter.

Das Auslandsmesseprogramm (AMP) des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt im Jahr 2026 insgesamt 236 Gemeinschaftsbeteiligungen auf Messen in mehr als 50 Ländern. Dafür sind im Bundeshaushalt rund 44 Millionen Euro vorgesehen – knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch ist die Zahl der German Pavilions im Vergleich zu 2025 um rund zehn Prozent gesunken. Hintergrund sind stark gestiegene Kosten für Auslandsmessebeteiligungen, die sich in den vergangenen Jahren teils um bis zu 40 Prozent erhöht haben.

Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA, der das Programm für die ausstellende deutsche Wirtschaft koordiniert, warnt vor einem schleichenden Abbau dieses zentralen Exportförderinstruments.

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Das Auslandsmesseprogramm ist das starke Instrument für den deutschen Mittelstand, um in diesen fragilen Zeiten neue Absatz- und Beschaffungsmärkte zu erschließen. Der Deutsche Bundestag muss deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellen, um deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken. Wir fordern eine Erhöhung des Budgets um fünf Millionen auf mindestens 49 Millionen Euro, um die hohe Qualität und starke Quantität halten zu können. 20 deutsche Gemeinschaftsstände weniger auf den Messen weltweit bedeuten hundertfach weniger Exportchancen für den deutschen Mittelstand.“

Schwerpunkte der Förderung 2026

Die wichtigste Förderregion bleibt auch 2026 Süd-Ost-Zentralasien mit rund 95 Beteiligungen. Es folgen Nordamerika mit 34 Beteiligungen sowie der Nahe und Mittlere Osten mit 33 German Pavilions. Zu den fünf wichtigsten Zielländern zählen die USA (32 Beteiligungen), China (27), die Vereinigten Arabischen Emirate (23), Indien (20) sowie Saudi-Arabien und Singapur (je zehn).

Bei den geförderten Messeauftritten übernimmt der Bund rund 50 Prozent der direkten Messekosten. Alle weiteren Aufwendungen tragen die ausstellenden Unternehmen selbst. Studien belegen den hohen volkswirtschaftlichen Nutzen: Jeder investierte Steuer-Euro im AMP ermöglicht eine Wertschöpfung von rund 216 Euro und trägt damit zur Sicherung von Produktion, Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen in Deutschland bei.

Bewährtes Instrument für den Mittelstand

Jährlich nutzen bis zu 5.000 deutsche Unternehmen die Auslandsmesseförderung. Seit dem Start des Programms im Jahr 1949 haben mehr als 215.000 kleine und mittelständische Unternehmen des deutschen Mittelstands mithilfe des AMP an Auslandsmessen teilgenommen.

Wichtige Termine im ersten Halbjahr 2026

Im ersten Halbjahr umfasst das AMP rund 120 Messebeteiligungen. Ausgewählte Stationen:

  • Jänner, USA: Vier German Pavilions in Las Vegas, San Francisco, Anaheim und Miami Beach. Den Auftakt machte die International CES – Consumer Electronics Show.

  • Februar, Vietnam: Premiere eines German Pavilions auf der Vietnam International Trade Fair for Apparel, Textiles and Textile Technologies (VIATT) in Ho-Chi-Minh-Stadt (26.–28. Februar).

  • März, Italien: Starke Präsenz der deutschen Kosmetikindustrie auf der Cosmoprof in Bologna (26.–28. März) mit mehr als 50 Ausstellern.

  • April, China: Rund 90 Aussteller präsentieren sich auf der Chinaplas in Shanghai (21.–24. April), einer der größten Beteiligungen im AMP.

  • Mai, Saudi-Arabien: Drei von zehn geplanten German Pavilions finden im Mai in Riad statt.

  • Juni, weltweit: Einer der stärksten Monate des Jahres mit 23 geplanten German Pavilions, davon sieben erstmals.

Die Auswahl der geförderten Messen erfolgt jährlich durch den AUMA-Arbeitskreis Auslandsmessebeteiligungen, der dem Bundeswirtschaftsministerium entsprechende Vorschläge unterbreitet.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Starker Kongressauftakt 2026: Wien als internationales Zentrum für Life Sciences

Wien startet mit eindrucksvollen Akquise-Erfolgen ins Kongressjahr 2026. Das Vienna Convention Bureau im WienTourismus hat mehrere hochkarätige internationale Veranstaltungen für die Bundeshauptstadt gewonnen und unterstreicht damit einmal mehr Wiens Rolle als führender Meeting- und Wissenschaftsstandort.

Den Auftakt macht im April eine der weltweit wichtigsten Branchenveranstaltungen: Die internationale Life-Sciences-Konferenz „LogiPharma“ findet von 14. bis 16. April 2026 im Austria Center Vienna statt. Rund 2.000 Teilnehmer, darunter Vertreter der 20 weltweit führenden Pharmaunternehmen, diskutieren dort aktuelle Herausforderungen und Innovationen entlang der gesamten Supply Chain und Logistik in Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und Tiergesundheit.

Bereits im Mai folgt der nächste Höhepunkt: Von 19. bis 21. Mai lädt die Society for Laboratory Automation and Screening zur „SLAS Europe 2026 Conference and Exhibition“ ins VIECON – Vienna Congress & Convention Center. Unter dem Motto „Shaping the Future of Life Sciences and Automation“ werden rund 1.600 internationale Gäste erwartet. Der Kongress bietet exklusive Einblicke in technologische Entwicklungen am Vienna BioCenter sowie Fachvorträge zu Laborautomatisierung, Biotechnologie, Screening-Methoden und Diagnostik – mit klarem Fokus auf Innovation und Zukunftstrends.

Auch im Herbst bleibt Wien internationaler Treffpunkt der Spitzenmedizin: Die 23. Generalversammlung der International Society of Limb Salvage (ISOLS 2026) findet von 23. bis 26. September statt. Rund 1.000 Experten aus Medizin, Wissenschaft und Technik diskutieren neueste Erkenntnisse zu muskuloskelettalen Tumoren und zur Extremitätenerhaltung. Damit festigt Wien seine Position als bedeutender Standort der orthopädischen Onkologie.

Barbara Novak, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales, betont die wirtschaftliche Bedeutung der Branche: „Als pulsierendes Zentrum für Life Sciences, Wissenschaft und Innovation zieht Wien seit Jahren internationale Konferenzen und Kongresse an, die die Stadt regelmäßig an die Spitze globaler Rankings katapultieren – zuletzt Platz 1 beim ICCA-Ranking und Platz 2 beim Ranking der UIA. Diese lebendige Atmosphäre macht Wien zu einem begehrten Ort für Forscher:innen, Mediziner:innen und Innovator:innen aus aller Welt. Die Meeting-Branche ist wiederum ein wichtiger Motor für den Wiener Tourismus und den Wirtschaftsstandort Wien insgesamt. Ich bin stolz darauf, dass allein diese Branche eine Wertschöpfung von 1,3 Milliarden Euro sowie 23.500 Ganzjahresarbeitsplätze im Jahr 2024 geschaffen hat.“

Auch Norbert Kettner, Geschäftsführer des WienTourismus, sieht die Stadt hervorragend positioniert: „Kultur und Kongresse zählen zu den Stärkefeldern unserer Stadt. Besonders im medizinischen Bereich ist Wien führend – nahezu jeder zweite Kongress in Wien ist dem Medizin-Bereich zuzurechnen. Diese herausragende Position verdanken wir der engen Zusammenarbeit des Vienna Convention Bureau mit Institutionen vor Ort wie der MedUni Wien und der Universität Wien, die regelmäßig hochkarätige wissenschaftliche Kongresse in unsere Stadt holen. Als internationale Drehscheibe bleibt Wien damit ein zentraler Ort für wissenschaftlichen Austausch und medizinische Spitzenforschung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, arbeiten wir aktuell an über 290 laufenden Bewerbungen für Kongresse und Firmenveranstaltungen – mit einem Planungshorizont bis 2038.“

Mit LogiPharma, SLAS Europe und ISOLS bringt Wien allein 2026 mehr als 4.500 internationale Fachgäste in die Stadt – ein starker Auftakt, der die Bedeutung Wiens als globales Zentrum für Life Sciences, Medizin und Innovation eindrucksvoll bestätigt.

Termine im Überblick

  • LogiPharma Europe, 14.–16. April 2026

  • SLAS Europe 2026 Conference and Exhibition, 19.–21. Mai 2026

  • ISOLS 2026, 23.–26. September 2026

Quelle: Messe & Event Magazin

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Auslandsmesseförderung 2026: Immer weniger German Pavilions weltweit

Auslandsmesseförderung 2026: Immer weniger German Pavilions weltweit

  • Zahl der deutschen Gemeinschaftsstände auf Messen sinkt

  • Leichte Etat-Erhöhung gleicht jahrelange Kostensteigerungen nicht aus

  • 230 German Pavilions in diesem Jahr vorgesehen

 

Berlin, 12. Januar 2026 | Im neuen Jahr unterstützt das Auslandsmesseprogramm (AMP) des Bundeswirtschaftsministeriums deutsche Unternehmen mit 236 Gemeinschaftsbeteiligungen auf Messen in über 50 Ländern. Für die Unterstützung von deutschen Unternehmen auf ihren ersten Auslandsmessen sind 44 Millionen Euro im Bundeshaushalt eingestellt. Das ist zwar ein knappes Prozent mehr als im Vorjahr, die Zahl der deutschen Gemeinschaftsstände, der German Pavilions, ist jedoch um zehn Prozent gesunken. Die Kosten von Auslandsmessebeteiligungen sind seit Jahren gestiegen, zuletzt um bis zu 40 Prozent. Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA koordiniert das Programm für die ausstellende deutsche Wirtschaft und warnt vor einem weiteren schleichenden Abbau dieses zentralen Exportförderinstrumentes.

  • Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Das Auslandsmesseprogramm ist das starke Instrument für den deutschen Mittelstand, um in diesen fragilen Zeiten neue Absatz- und Beschaffungsmärkte zu erschließen. Der Deutsche Bundestag muss deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellen, um deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken. Wir fordern eine Erhöhung des Budgets um fünf Millionen auf mindestens 49 Millionen Euro, um die hohe Qualität und starke Quantität halten zu können. 20 deutsche Gemeinschaftsstände weniger auf den Messen weltweit bedeuten hundertfach weniger Exportchancen für den deutschen Mittelstand.“

Die wichtigste Weltregion der staatlichen Förderung 2026 bleibt Süd-Ost-Zentralasien mit rund 95 Beteiligungen. In Nordamerika sind 34 Beteiligungen vorgesehen, gefolgt vom Nahen und Mittleren Osten mit 33 German Pavilions. Die fünf wichtigsten Länder der Förderung sind die USA (32 Beteiligungen), China (27), die Vereinigten Arabischen Emirate (23), Indien (20) sowie Saudi-Arabien und Singapur (je 10).

Bei den im AMP geförderten Messen trägt der Bund rund 50 Prozent der direkten Messekosten, alle weiteren Kosten das ausstellende Unternehmen. Studien belegen, dass die Beteiligung an Auslandsmessen den Export der deutschen Wirtschaft enorm ankurbelt, was wiederum Sicherung für Produktion, Arbeitsplätze und Steuern hierzulande bedeutet. In Zahlen: 1 Steuer-Euro Investition ermöglicht rund 216 Euro Wertschöpfung.

Jährlich nehmen bis zu 5.000 deutsche Unternehmen die Förderung des Bundes in Anspruch. Seit Start des Programms 1949 sind derart mehr als 215.000 kleine und mittelständische Unternehmen des deutschen Mittelstands auf Auslandsmessen gewesen.

Das AMP umfasst im ersten Halbjahr rund 120 Messebeteiligungen. Ausgewählte Termine:

  • Januar, USA: Das Jahr startet mit vier German Pavilions in den USA: 115 Aussteller präsentieren ihre Produkte in Las Vegas, San Francisco, Anaheim und Miami Beach unter der Dachmarke “made in Germany”. Den Auftakt machte bereits die International CES – Consumer Electronics Show.
     
  • Februar, Vietnam: Erstmals richtet die Messe Frankfurt auf Antrag des Gesamtverbandes textil+mode einen German Pavilion auf der Vietnam International Trade Fair for Apparel, Textiles and Textile Technologies (VIATT) in Ho-Chi-Minh-Stadt aus. Die VIATT ist die führende Fachmesse der Region für die gesamte textile Wertschöpfungskette. Termin ist der 26. bis 28. Februar.
     
  • März, Italien: Mit dem German Pavilion auf der Cosmoprof in Bologna steht die stärkste Beteiligung der deutschen Kosmetikindustrie an. Vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) eingebracht, präsentieren sich vom 26. bis 28. März mehr als 50 Aussteller.
     
  • April, China: Rund 90 Aussteller präsentieren sich auf dem German Pavilion auf der Chinaplas, eine der größten Beteiligungen im AMP. Die Fachmesse für Kunststoff- und Gummi-Industrie gilt als wichtigstes Branchenereignis in Asien. Sie findet vom 21. bis 24. April in Shanghai statt.
     
  • Mai, Saudi-Arabien: Das Land zählt zu den Top-Fünf-Auslandsmärkten der deutschen Aussteller im AMP. Drei der zehn geplanten German Pavilions finden im Mai in Riad statt.
     
  • Juni, weltweit: Einer der stärksten Monate im Auslandsmesseprogramm 2026. Gleich 23 German Pavilions sind weltweit geplant, davon sieben erstmals.
     

Der AUMA-Arbeitskreis Auslandsmessebeteiligungen schlägt dem Bundeswirtschaftsministerium jährlich Messen für das AMP vor. Der Arbeitskreis besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der exportorientierten deutschen Spitzen- und Fachverbände, der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), des Auswärtigen Amtes und der Bundesländer. 

 

Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Dachverband der deutschen Messewirtschaft. International wie national vertritt er die Interessen aller großen und mittleren Messegesellschaften Deutschlands, internationaler Veranstalter in Deutschland sowie der Verbände, welche Aussteller, Service-Unternehmen, kleine Messeveranstalter, Besucherinnen und Besucher vertreten..

Quelle: AUMA News

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Messe Dornbirn stellt Zukunftskonzept vor

Die Messe Dornbirn hat ihr Konzept für die kommenden Jahre präsentiert. Ziel der Neuausrichtung ist es, Eigenveranstaltungen klarer zu positionieren, Fachmessen und Kongresse gezielt auszubauen und das Angebot durch smarte Services zu ergänzen. Damit will die Messe ihre Rolle als zentraler Veranstaltungsstandort im Vier-Länder-Eck stärken und neue Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft setzen.

Kern des Zukunftskonzepts ist eine neue Unternehmensstruktur mit vier Geschäftseinheiten: Eigenveranstaltungen, Gastveranstaltungen, eine Service-Unit sowie die Sport-Dauervermietung. Nach der Zustimmung des Messeaufsichtsrats in der Dezembersitzung soll die Umsetzung schrittweise starten. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung der Eigenveranstaltungen, darunter die Frühjahrs- und Freizeitmesse Schau! sowie die Herbstmesse.

Parallel dazu erweitert die Messe Dornbirn ihr Portfolio um neue Publikums- und insbesondere Fachmesseformate. Bereits im März feiert mit der AustroMobil ein eigenständiges Mobilitätsformat Premiere. Im Zentrum stehen Neuwagen, Modellpremieren und Highlights des Modelljahres 2026. Bestehende Special-Interest-Messen wie com:bau und Gustav sollen ebenfalls weiterentwickelt werden.

„Die Messe Dornbirn richtet sich mit strategischer Ausrichtung, neuen Formaten und digitalen Services klar auf die Zukunft aus. Wir schaffen Plattformen, die Unternehmen, Fachkräfte und KonsumentInnen effizient verbinden. Das Messequartier bietet mit seiner Lage in der Bodenseeregion und modernen Rahmenbedingungen ideale Voraussetzungen für kommende Veranstaltungsformate“, sagt Geschäftsführer Nilly Nail.

Im Fachmessebereich wird die Tech.Con als Plattform für Automatisierung, Robotik und Digitalisierung neu positioniert. Gemeinsam mit der neuen movatec für Logistik und Intralogistik soll ein starkes Messe-Duo entstehen, das den Industriestandort Vorarlberg weiter festigt. Gleichzeitig will die Messe Dornbirn dem Kongressgeschäft künftig mehr Gewicht verleihen.

Ein weiterer Baustein des Konzepts ist die neue Service-Unit, die Technik, Standbau und Mobiliar bündelt und als zentrale Dienstleistungsplattform fungieren soll. Ergänzend plant die Messegesellschaft den Ausbau digitaler Lösungen. Auch die Weiterentwicklung des Messequartiers selbst steht im Fokus: Mit einem Konzept zur Bestandssanierung soll die Infrastruktur schrittweise erneuert und der Standort langfristig wettbewerbsfähig aufgestellt werden.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Schlüsselindustrie Messewirtschaft: Branche sichert 280.000 Jobs und erwirtschaftet 30 Milliarden Euro

Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Dies belegen neue Zahlen von Prognos, erstellt im Auftrag des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA. Demnach werden durch die Branche mindestens 280.000 Arbeitsplätze gesichert und rund 5,4 Milliarden Euro an Steuern für Bund, Länder und Gemeinden generiert. Die vollständige Studie wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Grundlage der Untersuchung sind Befragungen von mehr als 33.700 Besuchern sowie über 17.700 ausstellenden Unternehmen. Erhoben wurden die Daten zwischen September 2024 und Oktober 2025 auf 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen. Erste Ergebnisse einzelner Standorte liegen bereits vor: Die Messe Frankfurt, deren Daten Teil der Gesamtstudie sind, sichert allein deutschlandweit mehr als 30.000 Arbeitsplätze und trägt mit 667 Millionen Euro zu den Steuereinnahmen bei.

Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA, betont die strategische Rolle der Branche: „Die deutsche Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie für die internationale Vernetzung und eine Exportförderung ersten Ranges. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Kaum zu überschätzen ist ihre Bedeutung für den deutschen Mittelstand, für den Messen die idealen Absprungplätze sind, um internationales Geschäft aufzubauen. Unschätzbar sind Messen als Wirtschaftsbooster ganzer Regionen, für Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk. Die Wirtschaftsministerinnen und -minister in Bund und Ländern müssen den Messeplatz Deutschland stärken: Eine moderne und digitale Visa-Vergabe für unsere ausländischen Messegäste, eine Top-Verkehrsinfrastruktur und weniger Berichtspflichten, um das Kerngeschäft mit voller Kraft zu treiben sowie Messe-Förderprogramme, die einer führenden Exportnation gerecht werden, sind die Basis für die weltweite Spitzenposition.“

Für 2026 sind auf den rund 70 Messeplätzen in Deutschland insgesamt 320 Messen geplant. Besonders dicht ist der Kalender in Stuttgart mit 25 Veranstaltungen, gefolgt von Köln und Nürnberg mit jeweils 24 Messen.

Auch der Rückblick auf 2025 fällt positiv aus. Erste AUMA-Hochrechnungen zeigen bei allen wesentlichen Kennzahlen Zuwächse: Auf den 304 Messen des Jahres wurden 190.490 Aussteller gezählt, ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorveranstaltungen. Die belegte Standfläche wuchs ebenfalls um 0,7 Prozent auf mehr als 6,9 Millionen Quadratmeter. Besonders deutlich legte die Besucherzahl zu: Mit über 12,8 Millionen Besuchern wurde ein Anstieg von drei Prozent verzeichnet.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Neue Dimension für Business-Events: World of Congress im Hotel Gut Brandlhof eröffnet

Mit der neu eröffneten World of Congress setzt das Hotel Gut Brandlhof bei Saalfelden ein starkes Ausrufezeichen für die Region Saalfelden-Leogang im Salzburger Land. In nur neun Monaten Bauzeit entstand ein innovativer Neubau, der das 4-Sterne-Superior-Hotel zu einer der leistungsfähigsten Kongress- und Eventadressen der Alpen macht.

Auf insgesamt 4.000 m² Fläche stehen ab sofort 24 flexibel nutzbare Seminarräume sowie acht vielseitige Eventlocations zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an Veranstalter anspruchsvoller Business-Formate, die höchste Qualität, moderne Technik und flexible Raumkonzepte erwarten.

„Wir bleiben unserer Linie treu und bieten weiterhin die gesamte Bandbreite an Veranstaltungen. Dazu gehören Medizin- und Ärzte-Kongresse, strategische Sales- und Management-Meetings inklusive Kick-off-Veranstaltungen, Automotive-Events in Kooperation mit dem ÖAMTC, Incentives sowie Tagungen von Versicherungen und Banken, Mindset-Trainings und -Coachings“, erklären die Hotel-Gut-Brandlhof-Eigentümer Birgit Maier und Alexander Strobl gemeinsam mit Hoteldirektor Thomas Bauer.

Befahrbares Kongresszentrum als Alleinstellungsmerkmal

Ein besonderes Highlight der World of Congress sind Flächen, die mit bis zu 20 Tonnen schweren Fahrzeugen befahrbar sind. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für automobile Veranstaltungen. Darüber hinaus lassen sich Galas mit bis zu 700 Gästen, Produktpräsentationen, Messen sowie internationale Conventions mit großzügigen Ausstellungsflächen realisieren.

Flexible Raumlösungen ermöglichen auch kurzfristige Seminaranfragen. Moderne Soundanlagen und High-Resolution-Screens gehören zur technischen Grundausstattung. Architektonisches Herzstück ist das neue, doppelt so große Foyer mit bis zu sieben Metern Raumhöhe. Es ist über die Hotellobby erreichbar und bietet Raum für innovative Produkt-Launches und stilvolle Abendveranstaltungen. Sichtbeton, Akustikwände aus Schafwolle und ein uneingeschränkter Bergblick prägen das Ambiente. Kunstwerke von Herbert Golser, ein innovatives Lichtkonzept mit Diamond Tubes sowie eine gesteuerte Tageslichtanpassung in den Seminarräumen sorgen für eine besondere Atmosphäre.

Nachhaltig gebaut, zukunftsorientiert gedacht

Auch intern setzt das Hotel Gut Brandlhof Akzente: Neben einem renovierten Team-Restaurant entstand eine rund 500 m² große Team-Lounge als modernes Arbeitsumfeld mit Freizeitangeboten wie Billardtisch und Tischfußball. Beim Neubau stand zudem Nachhaltigkeit im Fokus. Eine Grundwasser-Kühlanlage sorgt für effiziente Klimatisierung, die bestehende Photovoltaik-Anlage wurde erweitert, Dachflächen entsiegelt und begrünt. Ergänzend reduzieren eine neue Nassmüll-Anlage sowie eine Kartonpresse unnötige Transportwege.

Als Leitbetrieb und Impulsgeber stärkt das Hotel Gut Brandlhof mit der World of Congress nicht nur das eigene Profil, sondern auch die gesamte Region durch internationale Veranstaltungen und zusätzliche Wertschöpfung. Die Geschäftsführer betonen: „Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Verbindung aus modernstem Kongresszentrum und einzigartigem Freizeitangebot – vom Golfplatz und Spa über das direkt angebundene ÖAMTC Fahrtechnik-Zentrum bis zur Natur der Alpen – alles mit spannenden Optionen für Incentive-Reisen von Firmen.“

Schon jetzt zeigen sich Gäste und Partner begeistert von der Innovationskraft des Hauses. Das Hotel Gut Brandlhof schafft kontinuierlich neue Angebote und sichert damit langfristig Arbeitsplätze – ganz im Sinne des Mottos: „Hier wurde Zukunft gebaut – mit Qualität, Leidenschaft und viel Charme.“

Quelle: Messe & Event Magazin

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Schlüsselindustrie Messewirtschaft: Branche sichert 280.000 Jobs und erwirtschaftet 30 Milliarden Euro

Schlüsselindustrie Messewirtschaft: Branche sichert 280.000 Jobs und erwirtschaftet 30 Milliarden Euro

  • Frische Prognos-Studie zeigt Bedeutung der deutschen Messewirtschaft

  • Deutliche Forderungen an Wirtschaftspolitik in Bund und Ländern

  • 2026 mit 320 Messen, 2025 mit Plus bei allen Kennzahlen

Berlin, 6. Januar 2026 | Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Dies zeigen frische Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, das im Auftrag des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA die Bedeutung der Branche ermittelt hat. Die Studie, die in den kommenden Wochen in Gänze erscheint, zeigt zudem, dass in Deutschland wenigstens 280.000 Arbeitsplätze durch die Messewirtschaft gesichert und gut 5,4 Milliarden Euro Steuern bei Bund, Ländern und Gemeinden eingenommen werden. 

Die Prognos-Studie basiert auf Befragungen von mehr als 33.700 Besucherinnen und Besuchern und über 17.700 ausstellenden Unternehmen. Durchgeführt wurde sie zwischen September 2024 und Oktober 2025 bei 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen. Die Messe Frankfurt hat ihre Zahlen, die Teil der gesamten Erhebung sind, als erste jüngst veröffentlicht. Demnach sichert sie allein deutschlandweit mehr als 30.000 Jobs und generiert 667 Millionen Euro an Steuereinnahmen. 

  • Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Die deutsche Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie für die internationale Vernetzung und eine Exportförderung ersten Ranges. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Kaum zu überschätzen ist ihre Bedeutung für den deutschen Mittelstand, für den Messen die idealen Absprungplätze sind, um internationales Geschäft aufzubauen. Unschätzbar sind Messen als Wirtschaftsbooster ganzer Regionen, für Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk. Die Wirtschaftsministerinnen und -minister in Bund und Ländern müssen den Messeplatz Deutschland stärken: Eine moderne und digitale Visa-Vergabe für unsere ausländischen Messegäste, eine Top-Verkehrsinfrastruktur und weniger Berichtspflichten, um das Kerngeschäft mit voller Kraft zu treiben sowie Messe-Förderprogramme, die einer führenden Exportnation gerecht werden, sind die Basis für die weltweite Spitzenposition.“

Das Messejahr 2026 beginnt an diesem Mittwoch mit der europäischen Leitmesse für Werbeartikel und Merchandising, PSI, in Düsseldorf. Geplant sind in diesem Jahr 320 Messen auf den gut 70 Messeplätzen Deutschlands. Besonders quirlig wird es 2026 in Stuttgart mit allein 25 Messen, gefolgt von Köln und Nürnberg mit jeweils 24 Messen.  

Erste AUMA-Hochrechnungen zeigen für 2025 bei allen wesentlichen Branchen-Kennzahlen Pluszeichen: Auf den 304 Messen des Vorjahres wurden demnach 190.490 Aussteller gezählt (+ 0,7 Prozent verglichen jeweils mit ihren Vorveranstaltungen). Die Standfläche stieg ebenfalls leicht um 0,7 Prozent auf mehr als 6,9 Millionen Quadratmeter. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher stieg sehr deutlich um drei Prozent auf mehr als 12,8 Millionen Besucherinnen und Besucher.
 

 

Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Dachverband der deutschen Messewirtschaft. International wie national vertritt er die Interessen aller großen und mittleren Messegesellschaften Deutschlands, internationaler Veranstalter in Deutschland sowie der Verbände, welche Aussteller, Service-Unternehmen, kleine Messeveranstalter, Besucherinnen und Besucher vertreten.

Gleich 70 Messeplätze zwischen Nordsee und Bodensee machen das Messeland weltweit einmalig. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden hierzulande statt. 65 Prozent der Aussteller und 35 Prozent der Fachbesucher aller Leitmessen kommen im Schnitt aus dem Ausland. Internationale, nationale und regionale Messen in Deutschland ziehen in Spitzenzeiten über 235.000 ausstellende Unternehmen und 16 Millionen Besucherinnen und Besucher an. 

Durch Messen in Deutschland werden bis zu 280.000 Jobs gesichert. Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro an wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Bund, Länder und Gemeinden allein nehmen 5,4 Milliarden Euro an Steuern durch Messen in Deutschland ein.
 

Quelle: AUMA News

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blend_it! – GCB und VDR starten zentrale Plattform für Blended Travel in Deutschland

Berufliche Mobilität verändert sich spürbar: Beschäftigte wünschen sich mehr Flexibilität, individuelle Gestaltungsspielräume und eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Damit rückt die Kombination aus Geschäfts- und Freizeitreisen – bekannt als „Blended Travel“ oder „Bleisure“ – zunehmend in den Fokus.

Laut IPK World Travel Monitor entfielen 2023 bereits 53 Prozent aller weltweiten Geschäftsreisen auf Bleisure-Trips – ein Marktvolumen von 62 Millionen Reisen. Deutschland rangiert dabei als Reiseziel auf Platz drei hinter den USA und Mexiko.

„Deutschland ist als Geschäfts- und MICE-Reisedestination bereits hervorragend positioniert und bietet ideale Voraussetzungen, um Blended Travel als Zukunftskonzept weiter auszubauen“, erklärt Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau. „Um zukünftigen Herausforderungen optimal zu begegnen, ist es entscheidend, das Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln und gezielt auf die sich wandelnde Nachfrage auszurichten.“

Mehr als jede dritte internationale Geschäftsreise nach Deutschland weist heute einen Bleisure-Anteil auf (34 Prozent). Auch in vielen Unternehmen ist das Thema angekommen: Über die Hälfte (55 Prozent, VDR-Geschäftsreiseanalyse 2025) beschäftigt sich bereits mit Blended-Travel-Ansätzen – oft jedoch mit widersprüchlichen Regelungen.

Vor diesem Hintergrund haben GCB und VDR die Initiative blend_it! gestartet. „Blended Travel und Workation sind kein Nice-to-have, sondern eine notwendige Antwort auf die veränderte Arbeitswelt“, betont Jens Schließmann, Geschäftsführer des VDR. „Unsere Initiative unterstützt Unternehmen, Anbieter und Politik dabei, sich auf diese Arbeitsformen auszurichten und sie gemeinsam zu gestalten.“

Der interne Kick-off am 4. September – mit über 160 Teilnehmenden aus dem GCB- und VDR-Netzwerk – zeigte bereits das große Interesse. Mit dem offiziellen Start am 1. Dezember 2025 präsentiert sich der neue Blended Travel Hub „blend_it!“ nun unter gemeinsamer Marke und eigener Website. Ziel ist es, das Thema im Geschäftsreise-Ökosystem zu verankern und Orientierung für Unternehmen sowie Destinationen zu schaffen.

GCB und VDR bündeln dafür ihre jeweiligen Kompetenzen: Das GCB als Vertreter Deutschlands als nachhaltige Kongress- und Tagungsdestination, der VDR als Stimme der Geschäftsreisenden und unternehmerischen Mobilität. Gemeinsam schaffen sie eine Plattform, die Angebot und Nachfrage zusammenführt und damit die Attraktivität des Standorts Deutschland weiter stärkt.

Der Blended Travel Hub vereint erstmals Wissen, Forschung, Praxis und ein Expertennetzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus. Schwerpunkte sind die Implementierung von Blended Travel ins Geschäftsreisemanagement, wissenschaftliche Studien – darunter eine geplante Untersuchung speziell unter Geschäftsreisenden –, praxisorientierter Austausch sowie die Entwicklung neuer Angebote und Services. Ein Expertengremium begleitet die Initiative strategisch und bringt fachliche Impulse ein.

Alle Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten finden sich auf der neuen gemeinsamen Website:
www.blended-travel-hub.de

Quelle: Messe & Event Magazin

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BIO-Europe 2025: Wien als Bühne für Europas wichtigste Biotech-Partnerschaften

Die BIO-Europe 2025 hat Wien einmal mehr als starke internationale Bühne für Innovation, Forschung und Kooperation positioniert. Europas führendes Partnering-Event für Biotechnologie kehrte nach 2009 und 2013 in die österreichische Hauptstadt zurück – und setzte mit rund 6.000 Teilnehmern aus 60 Ländern einen neuen Rekord.

Effizientes Partnering trifft auf Wiener Wissenschaft

Mit rund 33.000 vorab vereinbarten One-to-One-Meetings bestätigte die BIO-Europe ihren Ruf als zentrale Plattform für Kooperation, Geschäftsentwicklung und technologische Impulse innerhalb der Biotech-Branche. Wien bot dafür das ideale Umfeld: eine Stadt mit großer Forschungstradition, hervorragenden Standortfaktoren und einem dynamischen Life-Sciences-Ökosystem.

Das VIECON – Vienna Congress & Conference Center diente als Hauptvenue. Ergänzend sorgten eine Welcome Reception im Rathaus sowie ein festlicher Abendempfang in der HOFBURG Vienna für ein Ambiente, das Tradition und Moderne elegant vereinte. Zahlreiche Side Events – darunter eine Boehringer Ingelheim Site Tour, das Europe-China Biotech Business Forum oder ein exklusives „Bloomberg Dinner & Discussion“ – rundeten das Programm ab.

Starke österreichische Beteiligung

LISAvienna, der Wiener Life-Sciences-Cluster, füllte seine Gastgeberrolle mit viel Engagement aus. Als Regional Host Sponsor vermittelte die Plattform gezielt Kontakte zwischen internationalen Branchenvertretern und der österreichischen Forschungs- und Unternehmenslandschaft.

Fast 260 Fachkräfte aus Österreich, vertreten durch mehr als 130 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, nutzten die Chance zum Austausch mit globalen Entscheidungsträgern der Biotech-Szene. Auch zahlreiche Start-ups profitierten von der internationalen Sichtbarkeit – nicht zuletzt dank des Gemeinschaftsstands unter der Marke LISA – Life Science Austria.

Die Stadt Wien sowie das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus betonten in ihren Grußworten den hohen Stellenwert der Life Sciences für den Wirtschaftsstandort. Austria Wirtschaftsservice und Wirtschaftsagentur Wien präsentierten ergänzende Unterstützungsangebote.

Hochkarätige Stimmen und Zukunftsthemen

24 heimische Unternehmen und Forschungseinrichtungen stellten in Kurzvorträgen ihre Innovationen vor. Darüber hinaus war österreichisches Know-how im gesamten Konferenzprogramm präsent. Zu den Highlights zählten die Beiträge von Regina Hodits (Angelini Ventures) und Michaela Fritz (MedUni Wien).

Inhaltlich standen Themen wie Innovationsfinanzierung, regulatorische Rahmenbedingungen, internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie Diversität und Frauenförderung in Führungsrollen im Zentrum. Ein besonderer Impuls ging vom EIB Summit for Women Leaders in Life Sciences aus, das als Satellitenevent stattfand.

Verantwortungsvoll organisiert: Nachhaltigkeit und Inklusion

Auch in puncto nachhaltige Veranstaltungsorganisation setzte die BIO-Europe 2025 Maßstäbe. Der Veranstalter EBD Group – Teil von Informa Connect – präsentierte ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept mit Maßnahmen zur Emissionsreduktion, regionalen Dienstleisterstrukturen und verantwortungsvoller Reiselogistik. Der Begrüßungsempfang im Rathaus wurde als ÖkoEvent umgesetzt, der LISA-Gemeinschaftsstand erhielt für sein besonders nachhaltiges Konzept die Auszeichnung Better Stands Gold.

Wien zeigt kulturelle Stärke

Abseits des fachlichen Austauschs bot Wien ein stimmiges kulturelles Rahmenprogramm. Eine „Alles Walzer“-Session und musikalische Darbietungen junger Talente der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien begeisterten die Gäste und transportierten den besonderen Spirit der Stadt.

„Wien hat Innovation und Tradition gekonnt miteinander verknüpft, sich als einer der wichtigsten europäischen Life Sciences Standorte präsentiert und einen wunderbaren Rahmen für Top Level Gespräche geboten, die heute wichtiger sind denn je“, so Philipp Hainzl, Geschäftsführer LISAvienna.

Wien: Starker Standort mit internationaler Strahlkraft

Mit über 750 Unternehmen und Einrichtungen im Bereich Life Sciences und mehr als 49.000 Beschäftigten zählt Wien zu Europas führenden Standorten. Global Player wie Boehringer Ingelheim und Takeda betreiben hier Forschung und Produktion, während ein innovationsstarkes Start-up-Ökosystem stetig wächst.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Leitfaden für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement: Praxishandbuch zur DIN ISO 20121 erschienen

Mit „Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement. Praxishandbuch für die Zertifizierung nach DIN ISO 20121“ hat DIN Media das erste deutschsprachige Fachbuch veröffentlicht, das die überarbeitete Normausgabe von 2024 umfassend erläutert. Das 280-seitige Werk (ISBN 978-3-410-38037-5, Preis 59 Euro) stammt von Jürgen May, Gründer der Nachhaltigkeitsberatung 2bdifferent, und Prof. Thomas Sakschewski, Professor für Veranstaltungsmanagement an der Berliner Hochschule für Technik.

Das Buch verbindet die aktuellen Anforderungen der Norm mit konkreten Handlungsempfehlungen und zeigt praxisnah, wie nachhaltiges Veranstaltungsmanagement systematisch umgesetzt werden kann. Die Neuerungen der ISO 20121 – darunter erweiterte Anforderungen an Stakeholderpartizipation, Wesentlichkeitsanalyse sowie Risiko- und Wirkungsbewertung („Legacy“) – werden verständlich erklärt und anhand verschiedener Veranstaltungsformate greifbar gemacht.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Einbindung der Norm in bestehende Managementsysteme wie ISO 9001, ISO 14001 oder ISO 50001. Unternehmen mit bereits etablierten Prozessen finden Hinweise, wie sich die ISO 20121 sinnvoll verknüpfen lässt. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht als Zusatz, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmenspraxis zu begreifen.

Neben methodischen Ansätzen beleuchtet das Werk auch kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen von Veranstaltungen. Diese werden als Räume öffentlicher Teilhabe, Reflexion und Identitätsbildung beschrieben – ein Verständnis, das in der überarbeiteten Norm deutlich stärker verankert ist.

Ein eigenes Kapitel widmet sich der Zertifizierung interner Eventabteilungen, insbesondere im Kontext von CSRD-Berichtspflichten und dem Lieferkettengesetz. Ergänzend bieten zahlreiche Praxisbeispiele Orientierung für Anwender aus Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Sektor.

Damit liefert das Praxishandbuch eine fundierte Navigationshilfe für alle, die die ISO 20121 anwenden oder ihre Prozesse auf den aktuellen Stand bringen möchten.

Quelle: Messe & Event Magazin

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